v.l.n.r.: Jung, motiviert, kommunal: Christopher Wolter und Natalie Mahr führen neuen Vorstand der Haarer SPD an. Daniel Haag vervollständigt als Vize, das Trio.
Reset: Neue Impulse und junge Gesichter an der Spitze
Es ist ein Aufbruch in die Zukunft mit frischer und unverbrauchter Energie: Während die Bundespolitik sich oft an festgefahrenen Strukturen aufreibt, fährt Haars SPD auf der Jahreshauptversammlung mit ihrem vor einiger Zeit eingeschlagenen Kurs fort und vollzieht den Generationswechsel in der Führungsetage: Die neugewählten Co-Vorstände Nathalie Mahr und Christopher Wolter zählen mit ihrem Stellvertreter Daniel Haag durchschnittlich gerade einmal 36 Lenze und treten an, um ihre Talente in der kommunale Arbeit zu beweisen. Dabei wollen die drei vor allem ein „offenes Ohr für die Menschen“ haben. Die optische Verjüngungskur von Haars SPD sei weit mehr als reine Symbolik, sondern vielmehr das Versprechen, ihren Teil zu einer modernen Vision von Gerechtigkeit beizutragen und Kommunalpolitik wieder greifbar für alle Generationen zu machen.
Berliner Wurzeln, Haarer Herz
„Für mich ist es genau der richtige Zeitpunkt den Neuanfang des Ortsvereins konsequent weiterzuführen. Wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragt Christopher Wolter nach seiner Wahl und beschreibt, warum er Verantwortung übernehmen will: „Ich stamme aus Berlin. Dort war ich schon früh delegiertes Mitglied in der IG-Metall-Jugend. Die Zeit hat meinen politischen und moralischen Kompass maßgeblich geprägt. Eine starke Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Ich habe gelernt, wie sehr wir daran arbeiten müssen, solidarisch zu handeln und mitzubestimmen.“ Daher engagiere sich der 40-jährige Programm-Manager auch „in und für seine heutige Heimat Haar“: „Hier sehe ich das große Potenzial unseres Ortsvereins. Wir wollen unsere eigenen Themen setzen, klar Position beziehen, aktiv gestalten und agieren.“ Wolter versuche für die Haarer ein „offener, verbindlicher und konstruktiver“ Gesprächspartner zu sein und freue sich darauf mit „möglichst vielen Menschen zu reden und ihnen zuzuhören“: „Ich möchte wissen, was die Haarer bewegt, welche Probleme sie haben, was für sie wichtig ist, um daran unsere Arbeit auszurichten“, so Wolter. Genauso legt der zweifache Familienvater großen Wert darauf, mit der Stadtratsfraktion „eng und vertrauensvoll“ zusammenzuarbeiten: „Unsere Mitglieder und die, die es werden wollen, können und sollen sich bei uns wohlfühlen und wissen, dass sie sich jederzeit einbringen können.“
Anwältin fürs Miteinander
Natalie Mahr stellt sich als Haarer Urgewächs vor: „Ich bin seit Tag drei meines Lebens in Haar“. Inzwischen sind das 32 Jahre, verrät die Fachlehrerin für Ernährung und Soziales, Werken und Gestalten und Sport. Die neue Co-Vorsitzende der Haarer SPD freut sich sichtbar über ihre Wahl: „Ich finde es großartig, dass aus unseren Reihen erneut der Wunsch kam, die Vorstandschaft geleichberechtigt mit einem Mann und einer Frau zu besetzen. So habe ich als Frau die großartige Chance die Zukunft Haars mitzugestalten.“ Natalie Mahr kann auf eine lange „Karriere“ im Ehrenamt in verschiedenen Funktionen zurückblicken. Wie Wolter glaubt Mahr, es sei der perfekte Zeitpunkt, um sich in Haar politisch ein- und mitzumischen: „Unter anderem war ich Pfadfinderin. Im Kern geht es dort darum, anderen zur Seite und für eine gute Sache einzustehen. Jetzt in die kommunale Politik einzusteigen, fühlt sich wie ein folgerichtiger Schritt nach vorne an.“ Mahr will sich vor allem für ein „echtes Miteinander“ starkmachen: „Ich möchte eine Stimme für diejenigen sein, die nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Dazu zählen für mich beispielsweise Alleinerziehende oder generell Menschen, die nicht vollständig integriert sind. Wichtig finde ich außerdem, Inklusion nach vorne zu bringen und Angebote zu stärken, die Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen.“
Soziales Gewissen trifft Macher-Mentalität
Spätestens seit dem Wahlkampf kennen viele den frisch gewählten Stellvertreter des „Spitzen- Duos“ Daniel Haag. Der Sozialpädagoge will „zusammen mit dem jungen neuen Team, den immer wieder angesprochenen Umbruch und Verjüngungsprozess“ fortsetzen und „vor allem eine soziale Anlaufstelle für Menschen“ sein: „Rückblickend habe ich mich schon immer für die Rechte Schwächerer eingesetzt, sei es auf dem Schulhof, im Ehrenamt oder jetzt seit Jahren in meinem Beruf“, stellt Haag fest. Der 36-Jährige versteht sich als Brückenbauer, der sich „gerne mit Menschen jeglichen Backgrounds“ austausche: „Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mehr tun muss als auf Demos zu gehen. Ich will, dass meine Tochter in Haar unter sozialeren und faireren Bedingungen aufwächst und ein Papa sein, der nicht nur redet, sondern macht. Und in diesem speziellen Fall eben für die Stadt, in der sie lebt und aufwächst.“
Die weitere Vorstandschaft
Die Vorstandschaft komplettieren die erfahrenen Kräfte Eva Genseleiter als Schriftführerin, Peter Schießl zeichnet als Kassier verantwortlich und Peter Bock als Beisitzer. Neue Beisitzer sind der ehemalige Fraktionschef Thomas Fäth, Lothar Rast und der ebenfalls junge Raphael Haller.
Für Sie berichtete Manuela Praxl.








