Anwohner fordern sofortige Prüfung eines anderen Baustellenlagers
Große Verärgerung herrscht unter Bewohnerinnen und Bewohnern einer Hochhaussiedlung in Haar: Eine Wiese, die seit vielen Jahren als Bolzplatz, Aufenthaltsfläche und zentraler Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene genutzt wird, wurde ohne vorherige Ankündigung abgesperrt. Die Fläche soll voraussichtlich für rund zwei Jahre als Zwischenlager für die Baustelle an der Leibstrasse genutzt werden.
Besonders kritisiert wird, dass den Kindern und Jugendlichen damit einer der wenigen frei zugänglichen Bewegungs- und Treffpunkte in der dicht bebauten Siedlung entzogen wird. Am Freitag rückten Baumaschinen an und die Oberfläche wurde abgetragen. Eine vorherige transparente Information oder erkennbare Beteiligung der Betroffenen gab es laut Anwohnerinnen und Anwohner nicht.
Die betroffene Wiese ist einer der wenigen frei zugänglichen Aufenthalts- und Bewegungsräume in der Siedlung mit zahlreichen Hochhäusern. Für Kinder und Jugendliche bietet der Bolzplatz eine wichtige Möglichkeit für Sport, Bewegung und soziale Kontakte. Auch Erwachsene nutzen die Fläche regelmäßig als Treffpunkt und Ort der Begegnung.
Zusätzlichen Unmut löst aus, dass sich in unmittelbarer Nähe der geplanten Baustelle in der Leibstrasse eine weitere Wiese befindet, die nach Ansicht vieler Anwohnerinnen und Anwohner ebenfalls als Zwischenlager geeignet sein könnte. Zwischenzeitlich erfuhren sie, diese Fläche komme nicht in Betracht, da sie einige Wochen im Jahr von Schaustellern und Händlern genutzt werde.
Für viele Betroffene ist nicht nachvollziehbar, weshalb nicht zumindest ein begrenzter Teil dieser näher gelegenen Fläche geprüft und genutzt werden kann, während gleichzeitig ein wichtiger wohnortnaher Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien für rund zwei Jahre entfällt.
Hinzu kommt, dass durch die Wahl des jetzigen Platzes schwere Baufahrzeuge durch die Siedlung fahren, Halteverbote eingerichtet wurden und ein Schulweg gekreuzt wird. Dadurch entstehen aus Sicht der Anwohnerinnen und Anwohner zusätzliche Gefahrenstellen und vermeidbare Verkehrsbelastungen.
Die Anwohnerinnen und Anwohner fordern daher, das Baustellenlager auf dem Bolzplatz umgehend zu stoppen, alternative Standorte ernsthaft zu prüfen und den Kindern und Jugendlichen den Platz schnellstmöglich wieder zur Verfügung zu stellen. Sollte eine Nutzung des Bolzplatzes vorübergehend tatsächlich unvermeidbar sein, erwarten die Betroffenen ein geeignetes Ersatzangebot während der gesamten Bauzeit.
Für Sie berichtete das Haarer Stadt Echo.











