Das BONI-Team um Geschäftsführer Daniel Lais (hellbaues Swearshirt) und Jugendreferent Philipp Steenbock (Mütze) setzen Schwerpunkt auf harmonisches Miteinander.
Jung, wild und gefragt – Mitarbeit ausdrücklich erwünscht
Gedämpft klingt coole Partymusik aus dem Souterrain-Zugang zum kirchlichen Jugendzentrum Boni im Jagdfeld. Zwei Jungen verlassen nur „ganz kurz“ die Einrichtung. Offenbar nicht ganz freiwillig ist im Vorbeigehen zu hören. „Ich muss kurz nachhause“, stöhnt der Größere der etwa 12-Jährigen laut schmatzend. „Ich auch“, antwortet der Kleinere und stopft sich ein weiteres Marshmallow in den Mund. Innen bevölkern Jugendliche die vorhandenen Couchen, die meisten kennen sich, doch auch neue Neugierige finden ihren Weg zum BONI. Andere stehen in einem Nebenraum an, der zur Freude der Anwesenden mit einem erstklassigen Buffet aus der Abteilung „Kalorienschock und Krümelbombe“ aufwartet. Schokolade, Weingummi, Chips und Flips satt – heute triumphiert die Lust nach Zucker und Fett, wie es sich für einen Neujahrsemfang unter Teenagern gehört.
Teilnahme schafft Bewusstsein für sich und die Umgebung
„Wir möchten mit unserem Konzept benachteiligten Jugendlichen Gestaltungs- und Entwicklungsräume bieten“, verdeutlicht Geschäftsführer Daniel Lais. „Hier dürfen sie die Erfahrung machen, Prozesse mitbestimmen zu können. Dadurch können sie lernen, dass es sich lohnt, sich produktiv einzubringen.“ Yeliz Karaarslan, Praktikantin im Praxissemester, unterstützt Lais und Philipp Steenbock (Jugendreferent): „Ich bin in der Jugendarbeit, weil ich Jugendliche auf ihrem Weg begleiten, stärken und fördern möchte.“ Auch Leila Khoshnaw, verantwortlich für die Workshop-Planung interessiert sich “schon immer” für die Auswirkungen von Jugendarbeit auf Heranwachsende: “Der Umgang mit Jugendlichen zeigt mir, wie wichtig ein offenen Jugendtreff für den Einzelnen sein kann.” Ebenso im Team ist Jan- Lucca Bortolone. Der 15-Jährige macht sein FSJ im Jugendzentrum: ”Ich wollte etwas Sinnvolles tun, nicht nur an mich selbst denken, sondern anderen helfen. Ich lerne Verantwortung zu übernehmen und selbstständiger zu werden. Gleichzeitig sammle ich wertvolle Erfahrungen für meine Zukunft. Für mich war die Entscheidung für den sozialen Bereich genau richtig, weil ich merke, dass ich hier wirklich etwas bewirken kann.” Die Aussagen der angehenden Kollegen bestätigen Lais: „Wichtig ist, dass junge Menschen partizipieren, sich in die Planung miteinbringen und mitgestalten.“ Ein Beispiel sei die anstehende Neugestaltung von zwei Räumen in diesem Jahr: „Hier dürfen sich die Jugendlichen mit Ihren Ideen und Ihrer Tatkraft miteinbringen. Auf diese Art und Weise ist während Corona zum Beispiel das Musikstudio des BONI entstanden“, verdeutlicht Lais.
Mitdenken und mitgestalten für gute Vibes
Das Ergebnis verschiedener Workshops offenbare die Wünsche der Jugendlichen, meint Lais. Teilweise seien sie bereits erfüllt, wie eine Klimmzugstange für effektives Training der Schulter-, Arm- und Rückenmuskulatur oder eine Playstation 5. Auf der Liste stehen außerdem Ferienausflüge in eine Trampolin- und Soccerhalle, eine Gruppenreise oder ein „Hoodie“ (Kapuzensweatshirt) für die Einrichtung zu entwerfen: „Mit den Ergebnissen wird nun in Kleingruppen weitergearbeitet“, so Lais. Gemeinsam mit Steenbeck will er das Angebot am Jagdfeldring erweitern, insbesondere „den Jagdfeldsee bespielen“: „Wir wollten beispielsweise wieder ein Weihnachtsevent für unsere klassische Zielgruppe anbieten. Das war sehr erfolgreich.“ Aktionen und Projekte wie diese führen zu einem besseren Verständnis untereinander, weiß das BONI-Team aus der täglichen Arbeit und ist sich einig: „Ungleichheit in der Gesellschaft führt zu Konflikten. Wir möchten mit unserer Arbeit dazu beitragen, junge benachteiligte Menschen voranzubringen, um Ihre Chancen in der Gesellschaft zu verbessern. Für ein friedliches Miteinander!“
»Ungleichheit in der Gesellschaft führt zu Konflikten.
Wir möchten mit unserer Arbeit dazu beitragen, junge
benachteiligte Menschen voranzubringen, um Ihre Chancen in
der Gesellschaft zu verbessern. Für ein friedliches Miteinander!«
Daniel Lais, Geschäftsführer
Für Sie berichtete Manuela Praxl.







