Haar feiert Blaulichtparty 2.0

Kategorie: Veranstaltungen

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Die Blaulichtparty der Freiwilligen Feuerwehr Haar – Ausgelassene Feier mit jede Menge Potenzial zur Kult-Veranstaltung.

Wiederholungstäter Freiwillige Feuerwehr Haar Brandheiß – Löschwasser überflüssig

Großer Blaulicht-Alarm im Bürgerhaus – die Stimmung kocht, die Tanzfläche brennt und die Ursache ist schnell ausgemacht: Die Rock-‘n‘-Roll-Band Cagey Strings heizen ordentlich mit „The Great Balls of Fire“ ein. Verantwortlich für die glühend heißen Sohlen und knochentrockenen Stimmbänder ist die Freiwillige Feuerwehr Haar. Nach einer bestens gelungenen Premiere ihrer Blaulichtparty 2024 legen sie in diesem Jahr nach, vielleicht sogar eine Schippe drauf. Trotz des anstehenden langen Wochenendes lockt die Aussicht auf ein Fest die Feierwütigen, Nachtgestalten und Eskalations- Profis in Scharen. Möglicherweise aber auch gerade deshalb, da der (Muskel-)kater am nächsten (Vatertags-) Morgen schließlich den freien Tag benötigt, bis er sich wieder beruhigt. „Vermutlich waren etwa 450 Personen bei der Veranstaltung“, schätzt Fabian Limmer, erster Kassier der Freiwilligen Feuerwehr Haar: „Ab 23 Uhr haben wir keinen Eintritt mehr verlangt. Es kamen dann allerdings noch viele Besucher vom Truderinger Volksfest vorbei, weshalb wir die genaue Gesamtzahl nicht mehr nachvollziehen können.“ Die kreativste Ausrede, um bereits vor 23 Uhr keinen Eintritt bezahlen zu müssen, klingt verwirrend direkt: „Ich möchte doch nur etwas trinken!“ Limmer erinnert sich gut an den einfallsreichen Gast: „Im ersten Moment wussten wir gar nicht, ob er das ernst meint. Nach kurzem Hin und Her stellte sich heraus, dass er es tatsächlich ernst meinte. Bezahlen musste er den Eintritt trotzdem.“

Anerkennung für die Ehrenamtlichen
Die reibungslose Organisation liege an der perfekten Symbiose mit dem örtlichen Burschenverein, die vor dem Bürgersaal mit ihrem Foodtruck für reichlich Grundlage bei den Gästen sorgen: „Die Zusammenarbeit war erneut hervorragend“, so Limmer: „Aus unseren Reihen gibt es Mitglieder, die gleichzeitig bei den Burschen aktiv sind.“ Konkret bedeute das zwar Aufwand im Vorfeld, allerdings garantiere es gleichzeitig kurze Wege, kein „Mimimi“ und höchste Einsatzbereitschaft: „Dadurch waren vor allem Kommunikation und Durchführung unkompliziert und sehr harmonisch. Aus unserer Sicht hat sich der Aufwand absolut gelohnt. Auch die Rückmeldungen unserer Gäste waren durchweg positiv.“ So äußerst sich Kulturreferentin Anke Sitter (CSU) begeistert: „Die Feuerwehr hat die Blaulichtparty gerockt. Super ausgelassene Stimmung, gute Drinks und eine großartige Band. Alle waren fröhlich und in bester Partystimmung. Ich selbst, bin fast bis zum Schluss geblieben, weil es so lustig war. Ein rundum voller Erfolg.“ Auch Stephan Jochim, Polizeihauptkommissar und stellvertretende Leiter der Polizei in Haar genießt den Abend sichtlich: „Ich mochte das gemischte Publikum, gefühlt konnte man dort jeden treffen und das auch völlig unabhängig vom Alter.“ Der neue Co-Vorsitzende der Haarer SPD, Christopher Wolter, findet ebenfalls nur lobende Worte: „Die Blaulichtparty in Haar war einfach großartig! Super Stimmung, tolle Musik und richtig viel gute Laune. Man spürt bei allem, wie viel Herzblut die Feuerwehr reinsteckt.“

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Sondereinsatz nach Durstalarm
Doch die beste Vorbereitung taugt nur halb so viel, wenn das Partyvolk ganz ungewöhnlich viel Durst auf ein bestimmtes Getränk hat: „Zwischenzeitlich mussten wir tatsächlich noch drei Kisten „Desperados“ nachkaufen, da diese schneller leer waren als erwartet. Letztendlich hat dann aber doch alles gereicht“, bilanziert Limmer augenzwinkernd und zeigt sich über das Ergebnis zufrieden, obwohl sich das Organisations- Team im Vorfeld ganz bewusst für günstige Getränkepreise entscheidet: „Wir wollten das so, damit viele Menschen gemeinsam feiern können. Nach aktuellem Stand haben wir einen akzeptablen Gewinn erzielt“, sagt Limmer und lacht: „Die vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden allerdings, darf man dabei nicht gegenrechnen, denn das würde das Ergebnis anders aussehen lassen.“ Genauso beschließt das Team, nur Personen ab 18 Jahren einzulassen. „Die notwendigen Kontrollen und Regelungen für Minderjährige wären nur schwer umsetzbar gewesen.“

Allzeit bereit trotz Partysause oder Betteninspektion
Mit der Blaulichtparty wolle die Freiwillige Feuerwehr Haar in erster Linie etwas für die Bevölkerung auf die Beine stellen: „So können wir zeigen, dass wir da sind und dass wir als Ehrenamtler Veranstaltungen dieser Größenordnung stemmen können. Ab etwa zwei Uhr nachts allerdings waren wir alle ziemlich erschöpft und froh, dass wir uns nach dem Aufräumen gegen fünf Uhr „Gute Nacht“ sagen konnten.“ Übrigens: Party- Modus hin, Eskalation her: die Freiwillige Feuerwehr Haar bleibt immer absolut professionell: „Die Wache war zu keinem Zeitpunkt unbesetzt oder eingeschränkt. Wir verfügen über mehr als 100 aktive Mitglieder. Während der verschiedenen Schichten haben wir nur jeweils etwa 15 Helfer benötigt“, betont Limmer: „Wir sind immer zu 100 Prozent einsatzbereit.“

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Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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