Ein entscheidender Meilenstein für die Sicherheit im östlichen Landkreis München ist geschafft: Am Montagabend traten insgesamt 18 angehende Feuerwehrfrauen und -männer im Feuerwehrhaus Haar zur Zwischenprüfung der Modularen Truppausbildung (MTA) an. Hinter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern liegen wochenlange, intensive Vorbereitungen – mit dem erfolgreichen Bestehen der Prüfung haben sie nun das Fundament für ihre aktive Feuerwehrkarriere gelegt.
Was ist die MTA-Zwischenprüfung?
Die Modulare Truppausbildung (MTA) ist die landesweit einheitliche Grundausbildung für alle Freiwilligen Feuerwehren in Bayern. Sie vermittelt das unverzichtbare Basiswissen in Theorie und Praxis. Die Zwischenprüfung bildet den Abschluss des sogenannten Basismoduls. Erst mit diesem erfolgreichen Leistungsnachweis erlangen die Einsatzkräfte die fachliche Eignung, um am Einsatzdienst teilnehmen zu dürfen.
Kooperation auf Augenhöhe: Der Ausbildungsverbund
Der gestrige Abend stand im Zeichen einer bewährten und starken Zusammenarbeit. Seit mehreren Jahren besteht der „Ausbildungsverbund“ der Freiwilligen Feuerwehren aus Haar, Grasbrunn, Putzbrunn und Harthausen. Sowohl die MTA-Zwischenprüfung als auch die MTA-Abschlussprüfung werden in dem interkommunalen Verbund der Wehren abgehalten. Das Teilnehmerfeld spiegelte diesen starken Zusammenhalt wider. Insgesamt stellten sich 18 Prüflinge den kritischen Blicken des Prüferteams: elf Mitglieder der regulären Ausbildungsgruppe der FF Haar, vier Seiteneinsteiger der FF Haar (Erwachsene, die den Weg zur Feuerwehr gefunden haben), zwei Teilnehmer der FF Grasbrunn und ein Teilnehmer der FF Putzbrunn.
Der Prüfungsabend forderte den Teilnehmern alles ab. Den Auftakt machte eine schriftliche Theorieprüfung, bei der fundiertes Fachwissen abgefragt wurde. Im anschließenden praktischen Teil mussten die Prüflinge zeigen, was sie in den vergangenen Wochen an insgesamt 13 Übungsstationen intensiv vertieft hatten. Das Spektrum reichte von Fahrzeug- und Gerätekunde über Erste Hilfe bis hin zur Inbetriebnahme von Hydranten für die Wasserversorgung.
In der eigentlichen Prüfung zog jeder Teilnehmer drei dieser praktischen Aufgaben nach dem Zufallsprinzip. Zusätzlich musste eine von vier Aufgaben aus dem Bereich des Digitalfunks bewältigt werden – die fehlerfreie Beherrschung des Sprechfunks ist eine verpflichtende Voraussetzung zum Bestehen.
Um einen reibungslosen und absolut fairen Ablauf zu garantieren, standen insgesamt 13 erfahrene Prüfer bereit. Pro Station überwachten zwei Prüfer die Handgriffe des Nachwuchses. Auch hier zeigte sich der Verbundgedanke: aus jeder der beteiligten Wehren wurde mindestens ein Prüfer gestellt. Die Erleichterung und der Stolz standen den Teilnehmern nach der Verkündung der Ergebnisse ins Gesicht geschrieben. Mit dem Bestehen dieser Zwischenprüfung haben sie den wichtigsten Schritt getan: Ab Ende Juli sind die frisch gebackenen Einsatzkräfte offiziell für den aktiven Einsatzdienst zugelassen und werden ab dann die Fahrzeuge besetzen, wenn die Alarmierung bei den Feuerwehren eingeht.
Für Sie berichtete das Haarer Stadt Echo.














