Haars Feuerwehr derzeit bestens aufgestellt

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Vollbeschäftigung in der „Stadt der Glückseligen“: Haars Freiwillige Feuerwehr hat momentan keine Nachwuchsprobleme

Top-Engagement macht „Stadt der Glückseligen“

„398 Einsätze, das ist wieder ein Anstieg, verglichen mit den Vorjahren“, kommentiert Kommandant Arne Seifert die Einsatzzahlen der Freiwilligen Feuerwehr Haar auf der Jahreshauptversammlung. Dabei reiche das „Geschäft“ vom einfachen Löschen eines Müllcontainers bis zu aufwändigen Einsätzen bei Verkehrsunfällen auf der A99. Klassische Brandeinsätze verlieren allerdings zunehmend an Bedeutung und machen lediglich zwölf Prozent in der Statistik aus. Meist gehe es um technische Hilfeleistungen, so Seifert: „Inzwischen machen Wohnungsöffnungen unser „Tagesgeschäft“ aus, das sind rund 59 Prozent.“ Beachtlich sind die Zahlen der Einsatzstunden, die die Ehrenamtlichen leisten. Insgesamt sind es etwa 5400 Stunden, dazu addieren sich 7500 für die Aus- und Fortbildung. „Wenn man jetzt noch den „Arbeitsweg“ hinzuaddiert, komme ich auf etwa 6,5 Stunden. Also genau genommen sprechen wir von fast einem Arbeitstag pro Woche für jeden“, verdeutlicht Seifert.

Keine besonderen Maßnahmen notwendig
Derzeit zähle die Wehr 120 aktive Mitglieder informiert Vereinsvorstand Anton Struger: „Förder- und passive Mitglieder unterstützen den Verein ideell und finanziell“. Die oft „problematische Zeit“ zwischen zehn und 16 Uhr könne die Wehr gut abdecken, da nach der Pandemie bis heute genügend Einsatzkräfte im Homeoffice beschäftigt seien. Das junge Durchschnittsalter von unter 33 Jahren hänge mit der neuen Ausbildungsgruppe zusammen, die alle zwei Jahre startet. Sorgen um Nachwuchs scheinen derzeit unbegründet: „Momentan finden sich genügend junge Leute“ so Seifert: „Die Mundpropaganda läuft sehr gut. Wenn jemand zu uns kommt, zieht er oft Geschwister oder Freunde nach. On top haben wir die richtigen Kameraden, die proaktiv auf Jugendliche zugehen.“ Es herrsche „Vollbeschäftigung“, das große Interesse führe derzeit eher in die Bredouille: „Uns gehen die Spinde aus, so gesehen sind wir die „Stadt der Glückseligen.“

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Noch keine Einigkeit
“Die Zahlen sind eine „Hausmarke“, stellt Bürgermeister Bukowski beeindruckt fest: „Das ist ein Superlativ, vor allem weil es sich um freiwillige Arbeit handelt“, sagt er vor etwa 100 Anwesenden, darunter auch der zweite Bürgermeister Ulrich Leiner (Grüne) und die dritte Bürgermeisterin Katharina Dworzak (SPD), Stadträte und seine Wahlkampf-Kontrahenten Peter Siemsen (FDP) und Peter Schießl (SPD). Die strittige Standortfrage für die zweite Wehr solle bis Herbst endgültig vom Tisch sein, so der Rathauschef: „Ich sehe sie definitiv auf der anderen Straßenseite“, und meint damit Ecke Gronsdorferund Blumenstraße. Eine Lösung, die Seifert bevorzugt. „Wir müssen aber vorab sehen, ob die Stadtwerksgebäude sanierfähig sind“, wendet Bukowski ein. Dworzak und Schießl äußern sich nach der Versammlung kritisch „Die Wehr braucht fraglos ein funktionsfähiges Gebäude. Aber ein Stadtplaner mit Fachexpertise soll prüfen, ob Stadt- und Handwerke und die Wache auf dem bestehenden Gewerbegebiet sinnvoll und flächensparend untergebracht werden können. Wir sind davon überzeugt.“

Neuauflage der legendärer Blaulichtparty im Wonnemonat
Kein Reizthema hingegen sind die „soliden Finanzen“ des Vereins, fasst Anton Struger zusammen, bevor die Kameraden eine Wiederholung der erfolgreichen Blaulichtparty (erstmals anlässlich der 950 Jahr Feier) beschließen. Immerhin geht es um geschätzte 16 000 Euro für unter anderen die Live-Band Cagey Strings, Saalmiete und Werbung. Trotz Diskussion steht schließlich die 2.0 Version am 13. Mai fest.

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Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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