Auftakt zum Festwochenende in Salmdorf

Kategorie: Veranstaltungen

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Organisatoren Dirndlschaft d’wuidn Goaßn und D´Salmdorfer v.l.nr.: Ingo Gugisch, Theresa Schmoldt, Annalisa Knott, Martin Metzger, Nadine Metzger und Peter König

Historische Metzger-Wallfahrt

Es sind riesige und schmerzhafte Blasen an den Füßen: Nadine Metzger, Vorstand der Dirndlschaft d’wuidn Goaßn und Gemeinderätin, kann sich nach 13 Kilometern kaum noch auf den Beinen halten und nur humpelnd bewegen. „Ich hatte schon vorher Probleme.“ Etwa drei Stunden dauert die historische Metzger-Wallfahrt der rund 70 Teilnehmer, von der Münchner Marienkirche zur der Kirche Mariä Himmelfahrt in Salmdorf. „Sie führt über die Prinzregentenstraße stadtauswärts nach Haar. Auf halber Strecke gab es eine Brotzeit der Metzgerei Schlammerl, deren Vertreter mitgelaufen sind“, erzählt Peter König, vom Verein d´Salmdorfer. „Da gibt es eine Verbindung nach Haar, der Herr Schlammerl hat einst eine Metzgertochter aus Haar geheiratet.“

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Nach circa 60 Jahren Pause geht es weiter

Anlässlich der 1000 Jahr-Feier 2015 erinnert sich Ingo Gubisch (d´Salmdorfer) an die historische Metzger-Wallfahrt und haucht ihr wieder Leben ein. Damals beschließt der Verein, alle fünf Jahre ein Fest mit Wallfahrt zu wiederholen. Pandemiebedingt verschiebt sich das Vorhaben auf 2022. Gemeinsam mit der Dirndlschaft d’wuidn Goaßn, dem Pfarrverband Haar, der Gemeinde Haar und der Metzger-Innung organisieren d´Salmdorfer die Wallfahrt, der sich neben Profis, der älteste Fußgänger ist immerhin 82 Jahre alt und bekennender Pilger-Fan, auch junge Familien mit ihrem Nachwuchs anschließen.

„Jetzt freuen wir uns wahnsinnig auf unser Salmdorfer Festwochenende vom achten bis zehnten Juli mit tollem Programm und vor allem auf viele Besucher.“

das Organisatoren-Team der Dirndlschaft d’wuidn Goaßn und D´Salmdorfer

Ein Blick in die Geschichte

In den Anfängen vor über 200 Jahren zieht es die Wallfahrer zum Münchner Marienhof. Dort steht eine kostbare Pieta in der einstigen Gruftkirche. 1803, nach der Säkularisation, bringen die Metzger das unersetzbare Kunstwerk in die Kirche nach Salmdorf in Sicherheit. Fortan pilgern die Metzger in die kleine Kirche vor den Toren Münchens. Peter König beschreibt die älteste Pieta Südbayerns aus dem Jahr 1340, als die Darstellung einer „zutiefst traurigen Mutter, die ihr totes Kind in den Armen hält“. In den 1950-er Jahren schläft der Brauch durch die Startbahnerweiterung des alten Riemer Flughafens ein, der Weg zum Bittgottesdienst ist abgeschnitten.

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Nach der Wallfahrt ist vor dem Festwochenende

Mit zwei Jahren Verspätung ist zur Neuauflage der Wallfahrt die kleine Kirche Mariä Himmelfahrt in Salmdorf zu einem abschließenden Gottesdienst bis auf den letzten Platz besetzt. Martin Metzger (Vorstand d´Salmdorfer) und andere müssen das Geschehen, mangels Sitzgelegenheit, stehend verfolgen. Das zieht noch einmal mächtig in Füße, bevor es anschließend noch einmal ein paar Meter weiter, ins T-Bone Steakhouse geht und sich die müden Glieder beim Essen erholen dürfen. „Jetzt freuen wir uns wahnsinnig auf unser Salmdorfer Festwochenende vom achten bis zehnten Juli mit tollem Programm und vor allem auf viele Besucher“, sind sich die Organisatoren einig und prosten sich zu.

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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