Neu: Waldbadepfad des Kbo-Klinikums

Kategorie: Aktuelles

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V.l.n.r.
Klemens Ajayi , Thea Heubach, Markus Estermann, Annette Beer, Christine Ernst-Geyer, Johannes Thalmeier, Stinne Fronius, Henner Lüttecke, Mirko Bialas

Heilkraft Natur

Der Weg führt in den Wald. In dieser Jahreszeit ist er bereits ziemlich licht. Nach nur wenigen Metern ist nichts mehr zu sehen außer Bäume, Äste, Sträucher und Blätter auf dem Boden. Durchatmen, innehalten, zu sich kommen: Natur streichelt die Seele. Eine Erkenntnis, die nicht erst seit ein paar Jahren immer mehr Anhänger gewinnt. Gerade deshalb setzen sich medizinische Einrichtungen vermehrt mit dem so genannten „Waldbaden“ und seiner Wirkung auseinander. Nach längerer Planung ist der neue Waldbadepfad für alle, die sich ganz bewusst eine kleine Auszeit vom Alltag gönnen möchten, auf dem Gelände des kbo-Klinikums zugänglich.

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Der Weg ist das Ziel

Es handelt sich um einen 700 Meter langen Pfad mit zehn Stationen für freiwillige Übungen, den Entspannungssuchende angrenzend am Klinikum finden. Wer sich darauf einlässt, kann unter anderem den Stressabbau fördern, das Immunsystem fitter machen, positiv auf Blutdruck oder Lungenerkrankungen einwirken oder die Konzentrationsfähigkeit verbessern. Dafür sorgen verschiedene Faktoren, wie die vielen Grüntöne oder waldtypische Geräusche. Studien an Probanden belegen die Wirksamkeit von Waldbaden. Nur ein Tag im Wald, so belegen es medizinische Untersuchungen, bewirkt eine Steigerung der natürlichen Killerzellen von 40 Prozent. Wer sich langfristig etwas Gutes tun möchte, sollte sich monatlich rund zwei Tage ein ausgedehntes Bad im Wald gönnen.

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Eintauchen in die Waldatmosphäre

24/7 ist der hinter Haus 9 beginnende Pfad für Interessierte geöffnet. Die Route führt entlang Haus 58 über den Friedhof bis zum Schlittenberg. Höchstwahrscheinlich sind es die Chinesen, die vor rund 2500 Jahren das Potential der Natur erkennen. Seit den 1980-er Jahren gilt Waldbaden in Japan als wichtige Komponente für ein gesundes Leben. Sie sprechen von „Shinrin Yoku“. Das steht frei übersetzt für das „Eintauchen in die Waldatmosphäre“. Es geht darum, den Wald bewusst mit allen Sinnen wahrzunehmen. Im Land der aufgehenden Sonne beschäftigen sich die Universitäten sogar in der Forschung mit den Auswirkungen. Als gesichert gelten die Erkenntnisse der tieferen Atmung und verbesserten Puls- und Blutdruckwerten nach dem Waldbaden. Entsprechend verordnen japanische Mediziner eine Waldtherapie bei verschiedenen Erkrankungen.

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Einfach und effektiv

Ein weiteres Plus: außer gutes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung ist nichts anderes nötig, um sich den Frischekick für Körper, Seele und Geist zu holen. Einfach laufen, loslassen und eintauchen in die Waldatmosphäre.

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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