Auftakt: Projekttag des Partizipationsprojekts an der Gronsdorfer Straße

Kategorie: Aktuelles

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Ob Groß oder Klein – bei der Flächengestaltung helfen alle mit

Der erste Schritt auf dem Weg in die richtige Richtung

56 große und 30 kleine Hände ergeben 86 Oberarm-Muckis. Die schaufeln, schleppen, schieben, hämmern und schneiden am ersten Projekttag der Flächengestaltung an der Gronsdorfer Straße, Ecke Katharina-Eberhard-Straße. Trotz der kühlen Temperaturen steht den Schuftenden ordentlich Schweiß auf die Stirn. Ihr gemeinsames Ziel: das Gelände in einen multifunktionalen Bürgerpark zu verwandeln. „Heute haben wir mit dem Wegebau durch das Gelände begonnen“, meint Katharina Dworzak, während sie Kies verteilt. Mit Nina Jaksch ist sie Initiatorin der Idee. Kurz innehaltend, blickt sie auf Nina Jaksch, die gerade Büsche mit der Heckenschere bearbeitet und lossprudelt: „Die Laufradstrecke ist eine richtige Rallyestrecke mit Kurven und geht sogar über einen Hügel, nicht so steil, dass jemand abhebt, aber es ist schon aufregend.“ Mit Kennermine zieht die junge Mutter lachend Bilanz: „Genug fürs Kind und so, dass die Mama sich die Augen nicht zuhalten muss.“

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Know-How

Der Beginn zur Umwandlung der Fläche läuft reibungslos, auch, weil das Technische Hilfswerk unter die beanspruchten Arme mit schwerem Gerät beim „Auskoffern“ greift: „Beziehungsweise hat das THW mit dem Minibagger 20 Zentimeter ausgehoben, der Radlader hat den Kies gebracht, den haben wir verteilt“, fasst die tatkräftige Dritte Bürgermeisterin zusammen. „Anschließend macht der die Rüttelplatte drauf.“  Nina Jaksch nickt und vervollständigt: „Darauf kommt ein Mineralgemisch, das auch noch einmal verfestigt wird. Der Mühlhauser vom Quetschwerk hat uns die 12 Tonnen Mineralgemisch geschenkt und gebracht.“ Beide Frauen brillieren, nach der intensiven Auseinandersetzung der anstehenden Arbeiten, mit Fachwissen, im Wechsel erklären sie: „Das ist eine 16 Millimeter Körnung, die verdichtet, wenn man drüber läuft. Sie ist fest genug, um auch mit kleinen Rädern drüberzufahren, gleichzeitig lässt es Wasser durch.”

„Die Laufradstrecke ist eine richtige Rallyestrecke mit Kurven und geht sogar über einen Hügel, nicht so steil, dass jemand abhebt, aber es ist schon aufregend.“ 

Nina Jaksch, Mitinitiatorin

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Gemeinsam packen wir das!

Das Konzept der Teilnahme durch Anwohner, Initiativen und Firmen geht auf, freuen sich die beiden. „In einem Nebengrundstück wurde ein Baum gefällt, der ist nun hier, den haben wir gleich eingebaut“, berichtet Katharina Dworzak und zählt begeistert die Mitmach-Bereitschaft auf. „Hand in Hand hat uns wunderbar mit Mittagessen versorgt, der Habeker Hof hatte Kartoffeln gespendet, vom Dümig kam Brot, Bürger haben uns Kuchen gebracht und beim Betreuten Wohnen durften wir den Speisesaal und die Toiletten benutzen.“ Auch die Bürgerstiftung unterstütze das Vorhaben finanziell, wenn es zu schwer ist: „Wir haben große Findlingssteine, die wiegen Tonnen. Eine Firma bringt sie. Das schaffen wir privat nicht“, ergänzt Nina Jaksch und stellt fest: „Wir suchen immer noch weitere Spender, die uns mit den benötigten Materialien helfen.“

Im Frühling geht´s weiter

Der erste Schritt des Projekts ist buchstäblich auf den richtigen Weg gebracht. Weitere Treffen mit Freiflächenplaner Herbert Österreicher stehen an, um die künftige Arbeitseinsätze zu besprechen. Der nächste Projekttag ist für März geplant. „Wir haben noch sechs Module vor uns, dazu brauchen wir immer Helfer“, stellt Nina Jaksch fest. Unter Anleitung sollen sie dann einen weiteren Weg um die Wiese, das Amphitheater und einen Pavillon bauen, Büsche pflanzen, ein Totholz-Labyrinth anlegen, Beete mit einer Trockenmauer anlegen und bepflanzen: „Es gibt so viel zu tun. Wenn wir einmal pro Vierteljahr einen Projekttag hinbekommen, sind wir zwei Jahre beschäftigt“, schätzt Nina Jaksch. Für die jüngsten Helfer sind das herrliche Aussichten. Mit roten Wangen und Feuereifer arbeiten die Knirpse nach Leibeskräften mit, und unterziehen ihre Kleidung einem echten Härtetest: „Die Kleinen müssen heute definitiv alle, am besten komplett mit Kleidung, in die Badewanne“, grinst ­Katharina Dworzak.

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Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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