O-Tom´s Baseballcamp wieder zu Pfingsten

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Teamspirit vor Einzelkampf: Im O-Tom´s Baseballcamp lernen die Kinder weit mehr als das bloße Spiel

Kleine und große „Ballplayer“

Mit einem Strahlen im Gesicht hält der achtjährige Junge einen Baseball hoch und präsentiert ihn stolz seinem Freund: „Look! I have das Autogramm.“ Namen wie Drew Thomas, Alex Tufts, Sean Cowan und Zac Treece zieren den Ball. Andere Kinder kommen dazu, stecken ihre Köpfe zusammen und begutachten die knapp 150 Gramm schwere Lederkugel mit ihren typischen Nähten und stellen Vergleiche an mit den eigenen Autogrammen der Bundesligaspieler. Sie alle sind „Ballplayer“ und nehmen am Onkel Tom´s Baseballcamp des Baseballvereins Disciples teil. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Verlegung im Sommer findet es jetzt wieder Pfingsten statt. „Interessanterweise hatten wir dieses Jahr viele Quereinsteiger. Normalerweise ist das Camp eher für Vereinsspieler und es sind nur ganz vereinzelt Neulinge dabei“, erklärt Bundesligaspieler und Campleiter Simon Lechner: „In diesem Jahr war es eher „fifty fifty“. Es gab viele Kids die etwas Neues ausprobieren wollten, vielleicht ist das ja Corona geschuldet.“

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Mehr als nur ein Spiel

Drei Tage lang lernen die Kids von morgens bis zum späten Nachmittag nicht nur das Spiel, sondern auch den „Lifestyle“ rund um den US-amerikanischen Nationalsport kennen. „Das Camp steht nicht nur dafür, Spieler besser zu machen“, betont Lechner: „Natürlich wollen wir die Kids mit Hilfe der Bundesligaspieler besser machen, aber es geht nicht nur darum. Es geht uns ums Zwischenmenschliche, weg von „das sind die Bösen, denn die spielen im anderen Team“ hin zu „solange wir spielen sind wir Gegner, danach wieder Baseballfreunde.“ Darauf legen wir großen Wert. Egal, ob es die USA-Profis sind, Bundesligaspieler oder Spieler aus anderen Vereinen, am Ende des Tages sind wir alle Ballplayer und lieben denselben Sport.“ Ein Ballplayer sei „eben nicht nur einer, der weit werfen und hart schlagen kann“, sondern vor allem jemand, der seine „Mitspieler anfeuert, aufmuntert und unterstützt, auch, wenn ein Fehler passiert ist“.

„Wir können sehr schnell sprunghafte Fortschritte im Vergleich zum zweiwöchigen Training unterm Jahr sehen. Vor allem das Spielverständnis entwickelt sich deutlich sichtbar. Einige waren ja komplette Laien, die waren aber teilweise sogar besser als Vereinsspieler, echte Talente.“

Simon Lechner, Bundesligaspieler und Campleiter, München-Haar Disciples

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Training und Spiel im Wechsel

Jedes der „Kids“ erhält zu Beginn des Camps ein Cap, T-Shirt, Beutel und Ball, danach treffen sich alle mit Trainern und Betreuern am „Home-Plate“ auf dem „Baseball-Field“. Neben Technik und Tricks lernen die Nachwuchsspieler jede Menge Englisch. „Wir hatten vier Teams: die Yankees, Red Sox, die Cups und Twins in Anlehnung an ihre großen Vorbilder in den USA“, erzählt Lechner. Im Rotationsprinzip bringen die Coaches, meist Bundesligaspieler, „ihren Kids“ bestimmte Techniken im Schlagen, Werfen, Fangen bei, auch Spieltaktik gehört dazu. Zwischendurch gibt es zu Auflockerung ein sogenanntes „Riffle-Ball Game“. Dafür brauchen die Kinder keinen Handschuh, denn der Ball hat Löcher: „Da machen auch die Team- und Stationcoaches mit. Das ist für die Kids immer sehr cool, da sie mit ihren Idolen zusammen spielen dürfen.“ Nach einem gemeinsamen Mittagessen finden drei Spiele auf zwei Plätzen statt, dazwischen stärken sich die unermüdlichen 4- bis 12-Jährigen mit einer Snackpause: „Abschließend treffen wir uns dann noch einmal auf dem Homeplate und besprechen alles, was wir den Tag über gemacht haben“, sagt Lechner.

Ziel erreicht

Ein Highlight ist am zweiten Tag das „Homerun-Derby“ der Coaches. „Die Kids können dann hautnah sehen, wie weit wir schlagen können“, berichtet Lechner. Dabei konkurriert deren Augengröße öfter mit der des Baseballs. In einer Interviewrunde dürfen die „Kids“ den Bundesligaspielern mit Fragen auf den Zahn fühlen, vor allem persönliche Rekorde bezüglich der Schlagweite sind gefragt. Auch der Werdegang ist für die Campteilnehmer interessant. Drew Thomas erinnert sich an den Meistertitel mit seiner Highschool und den dafür erhaltenen Ring. Da stellt sich für einen jungen Baseballfan die Frage wie viel der wert sei. „Für den Umstand, dass es dieses Mal ein Mix aus blutigen Anfängern und Cracks handelte, muss ich sagen, dass sich die Teams über die drei Tage wirklich schön gefunden haben und einen Teamspirit entwickelt haben“, zieht Simon Lechner das Fazit. Das Dreitage-Konzept des Camps gehe gut auf und soll im nächsten Jahr zu Pfingsten wieder stattfinden „Wir können sehr schnell sprunghafte Fortschritte im Vergleich zum zweiwöchigen Training unterm Jahr sehen. Vor allem das Spielverständnis entwickelt sich deutlich sichtbar. Einige waren ja komplette Laien, die waren aber teilweise sogar besser als Vereinsspieler, echte Talente.“ Wie viele sich entschließen, weiter im Verein zu spielen, bleibt abzuwarten, so Simon Lechner. Bei einer Sache sind sich die „Kids“ zum Ende des Camps jedoch ganz sicher: Auf Simon Lechners Frage: „Was sind wir?“ schallt ihm ein lautes „Ballplayer!“ entgegen.

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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