Eindrucksvolle Aufführung der c-Moll-Messe am Palmsonntag
Am 29. März 2026 brachte die Chorvereinigung Haar anlässlich des Palmsonntags die “Messe in c-Moll“ von Wolfgang Amadeus Mozart im Gesellschaftshaus zur Aufführung. Alle 45 Chormitglieder standen gemeinsam auf der Bühne und gestalteten ein eindrucksvolles musikalisches Erlebnis.
„Die Chorvereinigung Haar ist ein großer klassischer Chor und freischaffender Verein“, erklärte die Vorsitzende Claudia Koller. Es gebe nur noch wenige Ensembles, die sich an kirchliche Aufführungen in dieser Form heranwagen, betonte sie weiter. Unterstützt wurde der Chor von einem Orchester sowie mehreren Solistinnen und Solisten, die gemeinsam für einen vollen und ausgewogenen Klang sorgten.
Die Chorvereinigung probt einmal wöchentlich und widmet sich seit vielen Jahren dem großen oratorischen Repertoire – von barocken Passionen über klassische Messen bis hin zu zeitgenössischen Werken. Mit der Aufführung der c-Moll-Messe erfüllten sich die Sängerinnen und Sänger nun einen lang gehegten Herzenswunsch.
Die musikalische Leitung lag in den Händen von Michael Clemens Frey aus Unterföhring, der seit über 40 Jahren Chöre in und um München dirigiert und seine Begeisterung für die Chormusik mit großer Leidenschaft vermittelt. Unter seiner Führung gelang eine ebenso präzise wie ausdrucksstarke Interpretation des Werkes.
Mozarts c-Moll-Messe entstand in seinen frühen Wiener Jahren, blieb jedoch unvollendet und zählt zu den bedeutendsten Fragmenten der Musikgeschichte. Das Werk vereint barocke Tradition mit dramatischer Ausdruckskraft. So fehlt unter anderem das „Agnus Dei“ vollständig. In der Aufführung am 29.03.2026 wurde dieser Teil durch ein Werk von Samuel Barber ersetzt. Dirigent Frey hatte hierfür selbst eine stimmige Ergänzung für zwei Männerstimmen ausgearbeitet. „Damit wird der Bruch “hörbar” geschlossen, ohne den Anspruch zu erheben, Mozart zu imitieren“, erläuterte Frey.
Die Aufführung der c-Moll-Messe erwies sich als eine klanglich dichte, ergreifende und zugleich fein ausbalancierte Darbietung. Der kraftvolle Chorgesang, das harmonische Zusammenspiel mit Orchester und Solisten sowie die sensible musikalische Leitung machten das Konzert zu einem besonderen kulturellen Höhepunkt in Haar.
Für Sie berichtete Yvonne Baum.








