Besonderes FAM Projekt unterstützt in schwierigen Lebenslagen

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Das FAM (Archivbild), Anlaufstelle für Haarer Familien, freut sich über neue Paten, die Familien im Alltag begleiten wollen.

Paten stärken mit Herz und Engagement Familien

Mama, kommst du?“ Larissa geht in die zweite Klasse und braucht die Hilfe ihre Mutter für ihre Hausaufgaben – jetzt. Einstweilen tost ihr fünfjähriger Bruder Karl mit einem Roller ohrenbetäubend laut durch die Wohnung, während deren alleinerziehende Mutter versucht, der knapp dreijährigen Lena einen Kaugummi aus dem Haar zu entfernen – schreiender Protest inklusive. Nahezu alle Eltern kennen dieses oder ein vergleichbares, nervenzehrendes Szenario. Kinder und Familie sind wunderbar, aber an manchen Stellen oder Phasen herausfordernd. Zusätzliche „red flags“ wie Trennung, finanzielle Sorgen oder Krankheit zu, bringen Eltern und Kinder an ihre Grenzen. Entlastung durch Großeltern oder andere Angehörige? Fehlanzeige! Oft sind sie entweder selbst zu beschäftigt oder leben zu weit weg.

Herzlich und hilfreich: Paten als Anker

Genau hier setzt das Konzept der Familienpaten des FAM an: Es handelt sich um ehrenamtliche Menschen, die neben ihrer Zeit auch ihre Erfahrung mitbringen und mit viel Herz Familien unterstützen: „Hier geht es nicht um „Babysitter“ zwischendurch, sondern um jemand, der Zeit mit der Familie verbringt und ihnen hilft Probleme zu lösen und ein Netzwerk aufzubauen“, verdeutlicht Wioletta Urbanska. Die stellvertretende Leiterin des FAM ist für die Koordination der Paten zuständig: „Unser Angebot ist niedrigschwellig, es geht nicht um professionelle Hilfe. Es geht vielmehr darum, ansprechbar zu sein, eben wie ein Familienmitglied.“ Entsprechend begleiten die Paten Familien in ihrem Alltag, haben ein Ohr für deren Sorgen und Nöte und geben praktische Tipps: „Wir haben auch zugezogene Familien aus dem Ausland, die Unterstützung bei behördlichen Dingen benötigen. Und es melden sich Alleinerziehende oder Familien, die Hilfe benötigen, weil sie sich gerade mit der Erziehung ein bisschen überfordert fühlen.“

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Die Chemie muss stimmen

Das Patenprojekt ist im FAM schon lange ein fester Bestandteil. „Aktuell haben wir sieben Paten, aber das reicht nicht. Wir haben ein paar Familien in der Warteschlange“, meint Wioletta Urbanska, die seit November den Bereich verantwortet: „Ich sehe, dass der Bedarf groß ist, daher suchen wir ganz dringend weitere Paten.“ Wioletta Urbanska möchte den wartenden Familien möglichst schnell einen Paten zur Seite stellen. „Wir suchen Menschen, die das machen wollen.“ Das sei eine erste Voraussetzung, betont die FAM-Mitarbeiterin. „Unsere Paten müssen lediglich Offenheit, Toleranz, Zuverlässigkeit und Empathie mitbringen und die Bereitschaft haben, etwas für andere ehrenamtlich ohne Bezahlung tun zu wollen.“ Jeder, der sich interessiere, könne sich im FAM melden: „Ich kläre dann den Rahmen und wir vereinbaren einen Termin mit der potenziellen Familie, damit sie sich kennenlernen können“, erklärt Wioletta. „Die Familie und der Pate sprechen dann die individuellen Bedarfe und Wünsche an. Wenn es passt und beide „ja“ sagen, kann es losgehen.“

Mehr als schnöder Mammon

Für Wioletta Urbanska steht fest: Der ehrenamtliche Einsatz ist unbezahlbar. Aber es gebe etwas, was Geld nicht leisten könne, ist die Projektbetreuerin überzeugt: „Wir haben Paten, die Familien seit Jahren betreuen. Da entstehen Freundschaften, genau genommen gehören die Paten dann zur Familie.“

»Wir haben Paten, die Familien seit Jahren betreuen. Da entstehen Freundschaften, genau genommen gehören die Paten dann zur Familie.«

Wioletta Urbanska, stellvertretende Leiterin FAM

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Für weitere Informationen steht Ihnen von Montag bis Donnerstag
Wioletta Urbanska im Familienzentrum zur Verfügung.
Die NBH freut sich über jede Anfrage!

Paten für Familien in Haar
im Familienzentrum der Nachbarschaftshilfe Haar e. V.

Salzgasse 2F
85540 Haar
089 – 46 20 44 39
familienzentrum@nbh-haar.de

In den Schulferien geschlossen

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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