Jagdfeldschule – Klasse 1a
Die Sache mit der großen Pause
Händchen haltend stehen sie in Zweierreihen, noch ein wenig aufgeregt, und hören auf das Kommando ihrer Lehrerin. Hier und da beugt sich ein ABCSchütze zur Seite und versucht mit großen Augen zu ergründen, warum sich die Klassenkameraden „sooo langsam“ in Bewegung setzen, während einigen ein noch größeres Lächeln ins Gesicht geschrieben steht, weil sie das Größte überhaupt mitschleppen: ihre Schultüte. Jede einzelne ist liebevoll dekoriert mit glitzernden Meerjungfrauen, furchtlosen Raubrittern, grandiosen Fußballspielern und zauberhaften Prinzessinnen. Servus Kita, grüß Gott Klassenzimmer! Für die Fünf- bis Siebenjährigen beginnt die abenteuerliche Reise ins Land der Buchstaben und Zahlen, Hausaufgaben und Schulhofgeschichten.
Viel wichtiger als Süßes und Spiele
Das erste Urteil der Neulinge in Sachen Schulleben an der St. Konrad-Schule fällt erstaunlich differenziert aus: „Ich mochte den Film von der kleinen Conny am liebsten“, stellt eines der Kinder fest. Ein weiteres ergänzt: „Ich fand es toll, dass wir eine Schultüte malen durften“. Die euphorische Anmerkung „Am besten fand ich, dass wir keine Pause hatten“ allerdings dürfte sich im Laufe des Schuljahres durch die Konfrontation mit der harten „Büffelrealität“ noch ändern. Bei manchen jedoch setzt die Erkenntnis direkt an Tag 1 ein: „Mir hat es gar nicht gefallen, dass wir keine Pause hatten.“ Nur in einem sind sich alle einig – in der Freude über den üppigen Inhalt ihrer Schultüten, wobei Gummibärchen und kleine Plastikfigurensets eines Systemspielzeugherstellers die Liste der Begeisterung anführen. Allerdings gibt es ein Erlebnis, das unangefochten bei allen an erster Stelle liegt: das gemeinsame Essen mit der Familie – den Mamas, Papas, Großeltern und in einem Fall sogar mit den Urgroßeltern – in Hotelrestaurants, in der Lieblingspizzeria oder selbst gemacht zu Hause.
Fazit nach den ersten Tagen
Damit sich das Loch im Bauch der Erstklässler nicht mit einem lauten Grummeln allzu hörbar Gehör verschaffen kann, setzt die Lehrerschaft vom ersten Tag an auf eine gemeinsame Brotzeit. So heißt es aus der 1c der Jagdfeld-Grundschule: „Aufregung macht hungrig und danach haben wir uns das ganze große Schulhaus angeschaut.“ Ihre Kollegin aus der 1d stimmt zu: „In den ersten Tagen gibt es viel Neues zu entdecken und viele neue Gesichter kennenzulernen. Wir haben Kennenlernspiele gemacht und zu spannenden Vorlesegeschichten gemütlich Brotzeit gemacht. So wird der Schulalltag von Tag zu Tag ein bisschen vertrauter. Wir sind nun gespannt auf all die kleinen und großen Abenteuer, die noch vor uns liegen!“ Auch für die Lehrerin der 1a ist es „schön zu erleben, wie die Kinder ihre neue Umgebung entdecken, sich kennenlernen und bereits erste Freundschaften schließen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Kindern zu wachsen, zu lernen und viele schöne Erinnerungen zu sammeln.“ Aus der 1e lautet die Bilanz der ersten „wunderbaren“ Woche: „Wir haben viel gelacht, viel Neues entdeckt – mal sehen, was noch so in uns steckt!“
Für Sie berichtete Manuela Praxl.

















