Es läuft auf dem Haarer Volksfest

Kategorie: Veranstaltungen

Jetzt teilen:

O´zapft is´- Haar genießt von Minute 1 das bunte Treiben auf dem Volksfest.

O´zapft is´

In Haar ist das Volksfest eine heiße Angelegenheit. Wie die Jahre zuvor kocht das Zelt schon vor dem Anstich. Den nimmt Bürgermeister Andreas Bukowski selbst in die Hand. Zwei Schläge mit dem Schlegel: „O´zapft is´!“ Stadträtin Ulrike Girardet (Bündnis 90/ Grüne) kommentiert trocken: „Zum Glück ging es dieses Jahr ohne Bierdusche ab“, bevor sie verschmitzt ihren Sitznachbarn in der ersten Reihe zuprostet. Stadtrat Peter Schießl (SPD) reagiert kurz und knackig: „A hoibs Hendl, a Brezn und jetzt a Maß.“ Die braucht es dringend, sind sich alle einig. Trotz 30 Grad vor und ein paar mehr im Zelt, sitzt Bukowskis schweißtreibende Trachtenweste perfekt: „Ich bin´s gewohnt, außerdem kann ich jetzt ein kühle Maß trinken“, winkt der Rathauschef lachend ab. Der Auftakt nach Maß gefällt Festwirt Robert Schmidt: „Es passt alles, das Bier läuft einwandfrei. Es sind viele gut gelaunte Gäste da. Mehr kannst du dir als Wirt kaum wünschen.“

Volksfest-Fieber: Beste Stimmung und große Emotionen
„Die Leute nehmen das Volksfest sehr gut an. Das Zelt ist schon jetzt an einigen Abenden ausgebucht“, bilanziert Bukowski. Seit Kindheitstagen ist er ein Fan von Volksfesten: „Familie, Fahrgeschäfte, Lose kaufen, Dosenwerfen – das war einfach schön.“ Baureferent Andreas Gründl (CSU) erinnert sich an die Schiffschaukel: „Zu schaukeln, bis es mir schlecht wurde, war das Schönste“, grinst er: „Als gebürtiger Niederbayer weiß ich zu feiern und habe mich jahrelang nach einem Volksfest gesehnt. Da es jetzt auch hier eins gibt, fühle ich mich mehr zuhause als je zuvor.“ Friederike Steinberger, stellvertretende Bezirkstagspräsidentin (CSU) schwärmt: „Ich liebe es. Das Geld in meiner Familie war knapp. Aber meine Eltern sind mit mir, meinen beiden Geschwistern und dem Opa jedes Jahr einmal auf die Wiesn gegangen.“ Fürs Wiesnhendl reichte es nicht, erzählt Steinberger: „Aber meine Mama hat immer eins zuhause gebraten und verkündet: „Das ist unser Wiesnhendl“. Auf der Wiesn durften wir dann Karussell fahren.“

Werbung

Gemütlichkeit statt Massenansturm: Warum kleine Volksfeste punkten
Einige bekunden, wie sehr sie kleinere Volksfeste der großen Wiesn vorziehen: „Das sehr einfach“, so Bukowski: „Die Stimmung und Musik sind gleich, es ist leichter zu erreichen. Hier muss sich niemand um den Tisch prügeln, es ist gemütlicher.“ In einer Stadt wie Haar mit viel Fluktuation und Zuzug sei es leicht im Bierzelt zusammenzukommen: „Eine bessere Plattform sich kennenzulernen und Spaß zu haben und vielleicht die Grundlage für Freundschaften zu schaffen, gibt es kaum.“ Landtagsabgeordneter Maximilian Böltl (CSU) sieht es ähnlich: „Es ist perfekt Feedback aus der Bevölkerung zu bekommen. Man kann eintauchen in Vorschläge oder Anliegen, aber auch Kritik.“ Seine Faszination fürs Volksfest verursachten Blechblasinstrumente: „Ich stand gerne bei der Blasmusik und wollte Trompete lernen, aber meine Mutter bestand auf Klavier.“ Kurioserweise zeigt sich hier eine Gemeinsamkeit mit Grünen- Stadträtin Claudia Koller. Sie enthüllt ihre „absolute „Volksfesttauglichkeit“: „Aus meiner Jugend in einer Musikkapelle weiß ich, wieviel Spaß man im Bierzelt haben kann.“

Dirndl oder not to Dirndl: Style-Check im Festzelt
Trotz des Frisuren-feindlichen Wetters, sitzen bei den Damen die Haare, einige Männer verstecken erste tropfnasse Strähnen gekonnt unterm Hut. Viele tragen Dirndl und Lederhose: „Ein Dirndl ist fantastisch, damit sieht Frau immer hübsch aus“, schwärmt Stadträtin Anke Sitter (CSU): „Wenn sie mag, kann sie ihre Kurven betonen. Kurz: Wenn du nicht weißt, was du anziehen kannst: Ein Dirndl geht immer.“ Für Bukowski sei traditionelle Kleidung keine Plicht: „Aber sich in Schale zu schmeißen, gehört bei vielen dazu. Das ist schön und gehört zu Bayern. Letztlich ist es unwichtig, denn es geht um den Spaß.“ So sieht es auch der Fraktionsvorsitzende der SPD, Raul Würfl: „Ich mag authentisch bleiben, daher komme ich in Jeans und T-Shirt. Das passt zu mir. Es hat mit Respekt vor der Tradition zu tun, denn Lederhose und Dirndl sind keine Verkleidung. Wenn es jemand gerne lebt, ist es großartig.“ Bukowski hofft nun auf eine ähnliche Bilanz in Punkto Sicherheit wie in den letzten Jahren: „Es gab keine unangenehmen Vorfälle. Logisch trinkt der eine oder andere ein bissal zu viel, aber da passt man aufeinander auf. Es war bisher immer friedlich, hier feiern alle gemeinsam, so soll es bleiben!“

Werbung

Weitere Stimmen zum ersten Tag:
Peter Siemsen, Stadtrat (FDP): „Volkfeste machen Spaß, bringen Menschen zusammen und lassen die Sorgen des Alltags vergessen. Das ist gerade in der heutigen Zeit tiefgreifender Umbrüche wichtig. Gesellschaftlicher Wandel gelingt nur miteinander und braucht Ankerpunkte.“
Ulrich Leiner, Stadtrat (Grüne): „Ich bin gern auf dem Haarer Volksfest. Es ist bunt, vielfältig und alle sind herzlich willkommen – genau wie unsere junge Stadt: weltoffen und tolerant.“
Sarah Schottländer, Stadträtin (SPD): „Ich mag das Volksfest vor allem wegen der Menschen. Zusammensitzen und ins Gespräch zu kommen, gemeinsam Spaß haben. Das macht es für mich aus.“
Nadine Metzger, Stadträtin (UBH): „Mich begeistert seit jeher der Mix aus Geselligkeit, Genuss und gemeinsam das Leben zu feiern.“
Claudia Koller, Stadträtin (Grüne): „Ein Volksfest verbindet, das sieht man auch in Haar.“
Raul Würfl, Fraktionsvorsitzender SPD: „Schön fände ich, wenn wir uns noch mehr auf Familien und Senioren fokussieren. um zu zeigen, dass es sich um ein Fest für alle Menschen handelt.“
Roland Keuschnigg, Hofbräu München: „Klar liebe ich das Bier und ohne Frage Tracht. Die Lebensfreude, die man erlebt, auch hier in Haar, ist einfach super.“

Party- und Oktoberfestband Take five rockt!

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

Jetzt teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Veranstaltungen

Bruthitze, Backhendl und Bier – Haar feiert sein Volksfest und ziagt o

Veranstaltungen

So heiß rockt Haar

Veranstaltungen

Haar bittet zu Tisch: Hunderte strömen zum White Dinner

Veranstaltungen

Hopfen, Hitze & Humor: 15 Jahre d‘Salmdorfer und T-Bone Steakhouse im Glutofen

Neueste Meldungen:

Schulen

Stabwechsel: Nicola Gujot übernimmt Vorsitz des Fördervereins

Stadtrat

Stadtratsitzung vom 23.06.26

Werbung

Ihre Printwerbung im Haarer Stadt-Echo

weitere Infos