Max Lukas, kbo-Abteilungsleiter und Projektmanager und Madlen Schwaiger, kbo- Qualitätsmanagerin freuen sich über den Erfolg des ersten Nachhaltigkeitstags am kbo.
Grün ist das neue Weiß
Der Jutebeutel – vom belächelten Symbol der Anti-Atom- und Ökobewegung zum angesagten Lifestyle- Produkt, sogar im Luxussegment großer Modehäuser wie Chanel oder Balenciaga. Genauso selbstverständlich: Solaranlagen auf Fabrikdächern. Nachhaltigkeit in allen Bereichen ist längst kein verschrobener Weltverbesserer- Trend mehr, sondern eine globale Notwendigkeit. Auch das Isar-Amper-Klinikum widmet sich dem Thema, erzählt kbo- Qualitätsmanagerin Madlen Schwaiger: „Mit unserem ersten Nachhaltigkeitstag auf dem Gelände haben wir unseren Mitarbeitern Themenbereiche vorgestellt. Außerdem haben wir uns mit der Frage auseinandergesetzt, wo wir nachhaltiger werden können. Es ging um unsere Verbräuche und wo wir Einsparpotenziale sehen.“
Praxisnahe Tipps – von Abfall bis Vollkorn
Über mehrere Stunden konnten die Angestellten des Klinikums an verschiedenen Info- Anlaufstellen Hintergründe, Tipps und Tricks zu Abfall und dessen Vermeidung, Energiemanagement oder Mobilität erfahren: „Da ging es um Tipps zum energiesparenden Fahren, ein externer Anbieter stellte seine Fahrräder zum Ausprobieren zur Verfügung. Wir hatten auch einen Stand der Arbeitstherapie, die unterschiedliche Materialien upcyclen und die Produkte verkaufen und es gab ein nachhaltiges Gericht aus der Küche“, erläutert Schwaiger. Bei den Lebensmitteln spiele die Auswahl der Lieferanten eine erhebliche Rolle, weniger Fleisch reduziere den CO2-Verbrauch: „Dementsprechend gab es heute keinen Schweinsbraten, sondern Vollkornnudeln“, meint Schwaiger.
»Es war ein guter Start, aber da legen wir,
salopp formuliert, nochmal einen drauf.
Luft nach oben ist ja immer.«
Max Lukas, kbo-Abteilungsleiter und Projektmanager.
Strategischer Beitrag zur Generationengerechtigkeit
Das Thema Nachhaltigkeit und Enkelfähigkeit sei seit einiger Zeit wesentlicher Bestandteil des kbo, betont Abteilungsleiter und Projektmanager Max Lukas: „Es ist für uns Teil der Unternehmensphilosophie und Strategie, wir wollen unseren Beitrag leisten. Gerade als Krankenhaus sind wir ein hoher Energieverbraucher. Daher versuchen wir mit gewissen Maßnahmen dazu beizutragen, an verschiedenen Stellen unseren CO2-Abdruck zu verringern.“
Vorreiter im Alltag
Laut Bayerischer Krankenhausgesellschaft (BKG) findet in diesem Ausmaß das erste Mal in einer Einrichtung ein informativer Nachhaltigkeitstag statt, sagt Lukas. Die Klinik habe ohnehin bereits viele Maßnahmen umgesetzt und das Energiemanagementsystem für den objektiven Nachweis zertifizieren lassen: „Bei einigen Themen sind wir gut unterwegs. In den nächsten Jahren wollen wir genau hinschauen, was wir noch verbessern können“, stellt Lukas fest. In einer Zeit, in der Experten verstärkt Gesundheitspolitik diskutieren, sei es wichtig, den Fokus auf Nachhaltigkeit nicht zu verlieren. Das beginne im Alltag. Es gehe insbesondere darum, scheinbare Nebensächlichkeiten zu beachten. Darunter fallen richtiges Lüften oder das Licht nicht unnötig brennen zu lassen: „Wir wollen die Mitarbeitenden gezielt sensibilisieren. Jeder einzelne kann dazu einen positiven Beitrag leisten.“
Gerne mehr!
Ein erstes Feedback nach der Veranstaltung spreche für den Erfolg des Konzepts, so Schwaiger: „Die Leute, die hier waren, haben sehr positiv reagiert. Vorhin habe ich auf dem Gelände zwei Kolleginnen angetroffen, die sich angeregt über Mülltrennung unterhalten haben, das finde ich sehr ermutigend.“ Auch Schwaigers Kollege Lukas findet den Auftakt des Format gelungen: „Es war ein guter Start, aber da legen wir, salopp formuliert, nochmal einen drauf. Luft nach oben ist ja immer. Die Dinge, die wir hier aufbereitet haben, wollen wir digital zur Verfügung stellen und beispielsweise auf Versammlungen oder in anderen Gremien zusammengefasst vorstellen.“
Für Sie berichtete Manuela Praxl.










