Rappelvoll: Bei der Mitgliederversammlung im Café des Kleinen Theater Haars passt kaum noch eine Maus.
Viele Stimmen, eine Bühne: Theater, Kunst und Gemeinschaft
Das kleine Café im Kleinen Theater Haar ist bis zum letzten Platz gefüllt und platzt aus allen Nähten: „Ich freue mich wirklich sehr, wie viele Mitglieder des Freundeskreises heute den Weg hierher gefunden haben, das ist einfach ein Beweis für das große Interesse an diesem Theater“, begrüßt die Vorsitzende des Vereins, Ines Heukäufer, die Anwesenden. Auch Intendant Matthias Riedel- Rüppel freut sich über den Andrang des 2016 gegründeten Vereins: „Bei der Gründungsversammlung waren wir noch deutlich weniger Menschen. Das ist einfach ein gutes Zeichen, wenn heute noch Menschen und Unterstützer der ersten Stunde hier sind.“
Jeder zählt: Persönliche Begrüßung mit Handschlag, individuelle Meinung im Gespräch
Riedel-Rüppel blickt noch einmal auf die unterschiedlichen Situationen und Herausforderungen in den vergangenen rund zehn Jahren zurück: „Es gab Fluktuation, als ich hier anfing und es war wirklich nicht einfach.“ Der Theaterleiter spricht die finanziellen Probleme der Vergangenheit an und die Pandemie mit ihren direkten und indirekten Auswirkungen: „Inzwischen haben wir aber einen Ort, der nicht nur ein Platz für die Kultur ist, sondern der Begegnung. Die Stadt Haar hat hier etwas, was weit über ein Theater hinausgeht.“ Aus seiner Sicht ergebe es „einfach Sinn“ sich als Chef eines Theaters an den Eingang zu stellen und mit den Gästen zu sprechen: „Unter anderem auch deshalb, weil man nirgends so ungefiltert die Meinung gesagt bekommt.“ Besonders angetan zeigt sich Riedel-Rüppel über das rege Interesse seitens verschiedener Amtsträger: „Ob Bürgermeister, Stadt- oder Bezirksräte oder die Vizepräsidentin von Oberbayern: es sind alle da! Das heißt, wir erhalten ganz viel Stärke von der politischen Ebene. Das finde ich sehr schön.“
Gemeinsam Probleme meistern
Bürgermeister Andreas Bukowski, bekennender Fan der Institution, stimmt zu: „Die Zeiten waren nicht leicht, aber wir haben alle Schwierigkeiten gut hinbekommen, auch durch das Engagement und den Zusammenhalt hier im Verein.“ Das sei längst nicht überall der Fall, betont der Rathauschef, aber im Freundeskreis sichtbar durch den „bunten Strauß der Veranstaltungen“: „Die wären nicht möglich, wenn Mitglieder lediglich einen Betrag bezahlen würden. Hier bringen sie sich wirklich ein. Das ist viel Arbeit und nicht selbstverständlich“ betont Bukowski.
»Inzwischen haben wir aber einen Ort, der nicht nur ein Platz für die Kultur ist, sondern der Begegnung. Die Stadt Haar hat hier etwas, was weit über ein Theater hinausgeht.«
Matthias Riedel-Rüppel, Intendant.
Stärke durch Engagement
In einer Rückschau verdeutlicht Ines Heukäufer die Leistungen der Mitglieder, die ihren Verein im vergangenen Jahr mit einem Förderbeitrag von 12 300 Euro unterstützen. Die fließen vor allem in die Beschaffung verschiedener Hilfsmittel wie eine Hebebühne oder Biertische und die Technik für das Sommer Open Air. Das alles sei aber ohne die „Manpower“ durch den Verein nicht möglich, betont Heukäufer: „Ohne die Mitglieder, die bei verschiedenen Aktionen beim Auf- und Abbau oder im Service helfen, geht so etwas nicht“. Der Verein ist umtriebig und nimmt an vielen Veranstaltungen teil, beispielsweise an der Künstlermeile oder an Festumzügen, wie zur Stadtgründung. Dazu organisiert der Verein den Feierabend am Haarer Anger oder den Winterzauber. Für 2026 stehen die Feste wie der Feierabend am Haarer Anger und der Winterzauber wieder fest auf dem Programm: „Wir wollen das Theater weiter durch personelle Hilfe unterstützen und wir freuen uns über neue Mitglieder, die bei uns mitmachen wollen“, sagt Ines Heukäufer.
Für Sie berichtete Manuela Praxl.



























