Mit großer Begeisterung stürzen sich die Kinder auf das, was Osterhenne Astrid Herrmann legt.
Eier-Wahnsinn und Hasen-Alarm
„Wer glaubt denn noch an den Osterhasen?“ Das ist eine Frage, die so überflüssig erscheint wie der Eierwärmer fürs Überraschungsei, der Schokohase in einer finnischen Sauna oder das Hühneraugenpflaster für den Osterhasen. “Klar gibt es den!” Hier sind sich die vielen Kinder einig, die am Ostermontag vor dem DINO auf den Startschuss warten. „Das Ostereiersuchen ist ja bei vielen bereits ein fester Termin im Kalender“, meint “Osterhäsin” und Stadträtin Sarah Schottlaender (SPD) und lächelt verschmitzt: „Wir sind ganz fleißig beim Verstecken, das ist gar nicht so einfach, denn leider ist unser Suchgebiet ja wegen der Baustelle in diesem Jahr deutlich verändert.“ Einstweilen versucht Haars SPD-Vorstand Raul Würfl die nach Schokoeier hungernde Meute am Ausgangspunkt zurückzuhalten. Denn die steht höchst ungeduldig am Start, ausgerüstet mit Körbchen oder Taschen, um die spätere Beute abtransportieren zu können.
Beutezug am DINO
Während die Jüngsten noch ein wenig planlos von einem Bein auf das andere hopsen, scannen die Erfahreneren unter ihnen mit hochkonzentriertem Kennerblick das abgesteckte Areal ab, um sich die Stellen zu merken, wo sich gerade noch fleißige Hasen tummeln. Die springen schnell von einem Busch zum anderen und verteilen die „Must-haves“ des Tages. Auch der Nachwuchs, wie Teenagerhase Samuel, hoppelt mit und verteilt großzügig die Objekte der Begierde: „Für die Suche bin ich inzwischen zu alt, aber es macht riesig Spaß, Eier für die kleineren zu verstecken.“ Irgendwann hopst auch der letzte Langohr an den Rand des Feldes und gönnt sich ein kleines Verteiler-Päuschen. Für Raul Würfl der richtige Zeitpunkt den Countdown auszurufen: „10, 9, 8 … 1“ und schon stürmt die Kinderschar los, gefolgt von der dienenden „Trägerschaft“ Eltern, die inzwischen die Transportmittel wie Körbchen, hinterhertragen müssen. „Ich habe eins“, „Ich auch“ und „Hier ist eins“, tönt es freudig aufgeregt von allen Seiten.
Vorsicht, Osterhenne im Anflug
Mitten im Getümmel stakst eine „Henne“ (Stadträtin Astrid Herrmann, SPD) und legt zur großen Begeisterung der Kleinsten hier und dort ein Ei. Bald ist sie umringt von juchzenden Kindern, die sie bestürmen doch noch ein weiteres zu legen. Lachend folgt sie dem Wunsch der Kinder. Plumps, lässt sie das nächste fallen und kommentiert den Erfolg mit einem lauten „Gack, gack, gack, ga …“: „Ostern ist für mich ein Fest, dass mir richtig Freude macht“, meint Herrmann in einer wohlverdienten Legepause. Das Fest beginne für sie bereits mit dem Gründonnerstag: „Ein gemeinsame Mahl zu halten, Erinnerungen austauschen und genau zu schauen, was uns stärkt, um unser Leben zu meistern und dann Ostersonntag ganz früh aufzustehen, um zum Osterfeuer zu gehen, wenn alles noch dunkel ist.“
Da ist mein inneres Kind hellwach und freut sich am gemeinsamen Spiel. Dann bin ich Osterhenne, Freude und Schokolade dürfen an Ostern kein Ende haben, da setze ich alles dran, dass ich noch irgendwoher ein Osterei oder Schokihasen bekomme.
Astrid Herrmann, Stadträtin, SPD
Der lebende Beweis
Die Jagd nach dem bunten Ei oder auch das Gelbe vom Ei der Feiertage, erfüllt Herrmann mir „außergewöhnlicher Freude“: „Da ist mein inneres Kind hellwach und freut sich am gemeinsamen Spiel. Dann bin ich Osterhenne. Freude und Schokolade dürfen an Ostern kein Ende haben, da setze ich alles dran, dass ich noch irgendwoher ein Osterei oder Schokihasen bekomme.“ Ein Credo, das auch für Raul Würfl gilt. Der Hüne kniet mit vollem Körbchen vor Kindern ohne Ausbeute. „Siehst du“, sagt eine Mutter zu ihrem strahlenden Kind: „Den Osterhasen gibt´s!“
Für Sie berichtete Manuela Praxl.






















