Bürgervereinigung Ottendichl feiert

Kategorie: Aktuelles

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Irxenschmalz, Böllerschützen und Bandltanz: Der Maibaum steht

Wenn rund 50 stramme Burschen verschiedener Alterskategorien, bayerisch-stilecht in Lederhos´n und Haferlschuh, ein gigantisches “Prachtstangerl” mit purer Muskelkraft aufrichten, dann zieht das im Dorf die Massen zum Ort des Geschehens.“Bei 1000 habe ich aufgehört zu zählen. 800 Portionen Ochsen und 400 Portionen Schupfnudeln waren weg wie nix “, resümiert Alexander Gremm, Vorsitzender der Bürgervereinigung Ottendichl augenzwinkernd das Großereignis für den Verein.

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Safety first und Tradition kein Widerspruch

Es sind kräftige Hände, gestählte Bizepse und vereinzelt auch knackige „Sixpacks“, die stemmen und setzen die Schwaiberl stöhnend um, wenn die Kommandos von Richtmeister Michael „Michi“ Brandmeier durch das Megaphon ertönen. Lediglich ein Seil der Freiwilligen Feuerwehr Haar, hält den tonnenschweren Baum: „Es ist wichtig, dass man jemanden mit Erfahrung und Schneid hat, das zu machen und dass wir den Maibaum entsprechend sichern, damit nichts passieren kann“, so Gremm. Schrittweise wächst unter jubelndem Applaus des Publikums und dem fröhlichen Maibaum-Lied der Kindergartenkinder das stattliche, 28 Meter hohe und heiß begehrte Exemplar schubweise in den Himmel. Gewidmet ist der Baum dem verstorbenen Rudi Hanika, einem Urgestein und viel geschätzten Mann aus Ottendichl, erklärt Gremm. Was dann insgesamt gar nicht so lange währt (der Akt dauert lediglich 90 Minuten) ist endlich gut! Denn ein Mai ohne Baum, ist wie Volksfest ohne Bier! Für die Böllerschützen ist der letzte Hub der richtige Zeitpunkt unüberhörbar zu verkünden: Das Symbol für Wachstum, Fruchtbarkeit und Standhaftigkeit steht, bevor D´Ammertaler ihren Bandltanz beginnen.

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Objekt der Begierde

Wie es sich gehört, versuchen im Vorfeld gleich mehrere Vereine an den Baum zu kommen: „Ich muss es zugeben. Eigentlich ist unser Baum gut klaubar, weil der liegt so, dass man ihn ´rausziehen kann. Bereits in der ersten Woche hat es Vaterstetten/Baldham versucht. Allerdings haben sie ihre Autos mit dem Ebersberger Kennzeichen am Zelt zu auffällig geparkt. Die sind ganz verzweifelt, weil wir bis in die Morgenstunden am Baum gesessen sind. Vor lauter Verzweiflung haben sie dann den Moosacher Baum geklaut“, erzählt Gremm lachend. Auch den Burschen aus Garching gelingt der Baumklau nicht: „Die waren eines Nachts mit 35 Mann und schwerem Gerät da. Ein paar wachende Nachbarn haben es vereitelt. Die haben die Burschen gehört und sie dann auf ein Bier eingeladen.“ Was als Angriff beginnt, endet schließlich in einer neuen Freundschaft: Die Garchinger kommen samt Mädels zu mehreren Feierlichkeiten der Bürgervereinigung während des Wachmonats.

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Es fehlen die Worte

Rückblickend gehen Alexander Gremm die Superlative für die Wochen aus. „Es war gigantisch, bombastisch und überwältigend. Uns hat es einfach wahnsinnig gefreut, wie gut jede unserer Veranstaltungen besucht war. Bombastisch war auch die Harthauser Musi. Zuerst haben sie ganz gediegene Blasmusik gespielt und später die Hütte gerockt – Oktoberfeststimmung ist gar nichts dagegen“, schwärmt Gremm und bedankt sich. „Unübertroffen großartig ist die Arbeit unserer über hundert Helfer aus dem Ort. Ohne die geht es nicht, so etwas auf die Beine zu stellen.“ Auch Bürgermeister Andreas Bukowski, der beim Aufstellen selbst mit Hand anlegt, ist rundum begeistert: „Das schlage ich gleich mal im Gemeinderat fürs nächste Jahr beim Haarer Maibaum vor. Quasi als Workshop „Teambildende Maßnahmen“, denn da müssen alle zusammenhelfen.“

“Bei 1000 habe ich aufgehört zu zählen. 800 Portionen Ochsen und 400 Portionen Schupfnudeln waren weg wie nix “

Alexander Gremm, Vorsitzender der Bürgervereinigung Ottendichl.

„Unübertroffen großartig ist die Arbeit unserer über hundert Helfer aus dem Ort. Ohne die geht es nicht, so etwas auf die Beine zu stellen.“

Alexander Gremm, Vorsitzender der Bürgervereinigung Ottendichl.

„Das schlage ich gleich mal im Gemeinderat fürs nächste Jahr beim Haarer Maibaum vor. Quasi als Workshop „Teambildende Maßnahmen, denn da müssen alle zusammenhelfen“.

Andreas Bukowski, Bürgermeister.

Für Sie berichtete Manuela Praxl. 

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