Neue Bioabfall-Verordnung

Kategorie: Aktuelles

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Was kompostiert denn da?

Was gehört in den Biomüll? Kein Plastik. Logisch. Aber was ist mit kompostierbarem Bioplastik, wie es zum Beispiel als Biomülltüte oder als Kaffeekapsel angeboten wird? Nein, das auch nicht!

Papier oder Bioplastik?
Im Supermarkt liegen die zwei Mülltüten-Varianten für den Bioabfall meist direkt nebeneinander im Regal. Und ja: Mit der Bioplastik-Variante bleibt die Tonne normalerweise sauberer, die Papiertüten weichen nämlich schnell mal durch. Was soll also das Problem sein?

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Biokunststoff zerfällt zu langsam Es sind ja kompostierbare Tüten. Diese Abbaufähigkeit lassen sich die Anbieter meist zertifizieren. Dazu muss das eingesetzte Bioplastik nach drei Monaten zu 90 Prozent verrottet sein. Unter Laborbedingungen funktioniert das auch. Aber in den Kompostieranlagen bauen sich solche Kunststoffe langsamer und nicht vollständig ab – und können so die Umwelt verschmutzen.

Mühsames Sortieren
Denn wenn sich zwischen Karottenschalen und Gartenabfällen auch Plastikreste befinden, dann kontaminiert das die Komposterde. Viele Kunststoffe zerfallen in kleinste Mikroplastikpartikel, die mit der Komposterde wieder in die Umwelt gelangen. Deshalb müssen vielerorts Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe mühsam und per Hand jede einzelne Plastiktüte oder auch Bio-Kaffeekapsel und Bio-Einmal-Besteck herausfischen. Das soll sich nun aber ändern.

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Konkrete Grenzwerte

Seit 1. Mai 2025 gelten konkrete Grenzwerte für den Biomüll: Maximal zwei Prozent Kunststoffe dürfen ab jetzt noch im Biomüll sein. Diese Verordnung ist die letzte Stufe einer dreistufigen neuen Bio-Abfallver- ordnung, die die Bundesländer 2022 aufgrund einer EU-Verordnung beschlossen haben. Sie wendet sich zwar vor allem an die Entsorgerfirmen, aber natürlich sind auch Verbraucher gefordert, ihren Beitrag zu leisten.

Und es gibt auch sonst Organisches, das im Biomüll nicht optimal entsorgt ist.

Was soll nicht in den Biomüll?

• Äste und Baumschnitt

• Tierstreu und Kleintiermist

• Knochen, Muschelschalen

• ungekochtes Fleisch & Fisch

• Speisefette und -öle

 

Ein Tipp: Gegen Madenbildung in der Tonne hilft es, die Abfälle in den heißen Monaten in Zeitungspapier zu wickeln.

 

Für Sie berichtete das Haarer Stadt Echo.

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