Karussell der Nachhaltigkeit dreht sich weiter

Kategorie: Veranstaltungen

Jetzt teilen:

Shoppen total, ohne einen Funken Reue: Kleidertausch ist en vogue!

Tausche klassischen Fehlkauf gegen neues Lieblingsteil

Meist sind es eher Frauen, die beim Blick in den Kleiderschrank „wirklich nichts“ zum Anziehen finden, obwohl dort Bekleidung für mindestes sechs Personen in vier Größen für gefühlte sieben Saisons hängt. Diverse Teile sind entweder „vielleicht irgendwann“ wieder passend oder acht Wochen nach dem Erwerb „so gestern“ oder können dem strengen Kontrollblick der inneren Modepolizei nicht standhalten. Zwar ächzen die Schrauben und Nägel des kastenförmigen Herzstücks jeder Fashionista gewaltig unter der Last der Stoffmengen, die sich in viel zu wenig Raum zwängen, doch die in Windeseile wechselnden Trends verlangen nun einmal ihr Recht. Spätestens seit selbsternannter Influencer einschlägiger Social-Media-Kanäle sehen sich viele Trendbewusste gezwungen, ihrer Garderobe beinahe wöchentlich ein „Upgrade“ verpassen zu müssen. Doch wohin mit den Teilen, deren Verfallsdatum längst nicht abgelaufen ist, die aber jegliche Zuneigung verloren haben?

Tausch- statt Kaufrausch
In Haar bietet das Umweltamt zum Start ins Modejahr zum zweiten Mal eine Lösung für das Dilemma. Frei nach dem Motto „Sharing is Caring“ setzt es erneut auf eine Kleidertauschparty mit denkbar einfachem Konzept: „Interessierte können einen Abend zuvor gebrauchte Kleidung abgeben, vorausgesetzt sie ist in einwandfreien Zustand, ohne Flecken“, erklärt Haars Klimaschutzmanagerin Hannah Link. „Dafür gibt es einen Zettel. Auf der Party dürfen sich Tauschwillige genauso viele Stücke wieder mit nachhause nehmen.“ Die Neuauflage des Events mit euphorisierenden Beats und einer Prosecco Bar im Foyer, übertrifft die gelungene Premierenveranstaltung. Mehr als 400 (meist) Frauen stürzen sich begeistert auf das nach Größen säuberlich sortierte Angebot an den langen Tischen und Kleiderständern. Nicht alle nutzen die provisorischen Umkleidekabinen und lassen die Hüllen mittendrin fallen. „Das Kleid sieht mega aus“, versichert Anna ihrer Freundin, mit der sie sich den Platz vor einem der Spiegel inmitten des Gewühls teilt. „Also ich will das andere auch noch probieren“, antwortet Lena: „Und dann trinken wir etwas.“

Werbung

Wegwerf-Mode produziert in kürzester Zeit
Das Nachhaltigkeitskonzept „Kleidertausch“ bietet eine kleine, einfache Antwort auf die immer schneller produzierende (Ultra-) Fast-Fashion- Industrie, die pro Jahr bis zu 52 Kollektionen herausbringt und sogenannte Mikro-Saisons kreiert. Das bedeutet: jede Woche neue ultimative „Musthaves“ oder bis zu 180 Milliarden Kleidungsstücke, die jährlich auf den Markt schwappen, die durchschnittlich weniger als zweimal den Körper des Besitzers zieren. Zwischen 30 und 50 Prozent der Neuware schafft es gar nicht über die Ladentheke und fristet ein kurzes Leben als Ladenhüter. Obendrein stammen die Textilien oft aus asiatischen Ländern, deren Gesetze im Arbeits- oder Umweltbereich, wenn überhaupt vorhanden, mit deutschen nicht vergleichbar sind.

Haar goes second life
In Haar kommt die Idee riesig an – viele Frauen schleppen ihre neuen Lieblingsteile fröhlich mit nachhause oder müssen sich gar wegen der Last vom Partner abholen lassen. „Was übrigbleibt, spenden wir an den Second Life Laden vom kbo in der Max-Isserlin Straße. Allgemein ist er eine gute Anlaufstelle für Second Hand Klamotten“, meint Hannah Link und verkündet das Beste zum Schluss: „Das nächste Tauschevent ist in Planung, nur das Datum steht noch nicht fest.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

Jetzt teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Veranstaltungen

Gasthof zur Post

Veranstaltungen

Die Schäffler zum Jahresjubiläum in der Stadt Haar

Veranstaltungen

Maschkera Haar geht Happy Vibes

Veranstaltungen

Neujahresempfang der Stadt – Zwei Macher geehrt

Neueste Meldungen:

Politik

Traditionelles Fischessen der Haarer SPD

Vereine

BONI feiert Neujahrsemfang

Werbung

Ihre Printwerbung im Haarer Stadt-Echo

weitere Infos