Bild (v.l.): Lehrer Thomas Ritter, Dramaturgin Lara Frisch, Derya Türk-Nachbauer (Parl. Geschäftsführerin der SPD-Fraktion) und Carmen Wegge (ganz rechts) mit den Schülerinnen des Ernst-Mach-Gymnasiums Haar.
Preisverleihung in Berlin
Es ist eine besondere Ehre für die Gruppe des Theaterprojekts „Stimmen“ des Ernst-Mach-Gymnasiums. Die SPD-Bundestagsfraktion zeichnet die Gruppe am 25. Juni im Reichstagsgebäude in Berlin mit dem Otto-Wels- Preis für Demokratie aus. Die Würdigung erhalten 16 bis 20-Jährige, die sich mit Erinnerung, Demokratie und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen auseinandersetzen und sich gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung entgegenstellen. In der Mitteilung von Carmen Wegge (Betreuungsabgeordnete der SPD-Bundestagsfraktion für den Landkreis München) heißt es dazu: „Es war mir eine große Freude, Lucy Gräsel, Sara Keller und Helene Zwerenz im Bundestag zu begrüßen und mit ihnen über ihr Engagement in Haar zu reden. Junge Menschen wie sie sind essenziell für unsere Demokratie und unsere Gesellschaft, damit die Worte „Nie wieder“ mit Leben gefüllt werden. Genau deswegen gebührt ihnen auch der Otto-Wels- Preis.“
Weiter sieht Wegge in den „interessierten, jungen Menschen im Alter zwischen 12 und 27 Jahren, die sich unter Leitung des Lehrers Thomas Ritter im Rahmen des Theaterprojektes „STIMMEN“ intensiv, fundiert und kreativ mit den Schicksalen der Euthanasie-Opfer der NS-Diktatur auseinandersetzen“ vor allem auch „die Auseinandersetzung mit der konkreten Geschichte ihres eigenen Ortes Haar brachte den Schülerinnen und Schülern des Theaterprojektes große Anerkennung ein.“ Auch Stadtrat Peter Schießl (SPD) würdigt das Engagement: „Der Ort Haar spielte bei der Euthanasie der Nationalsozialisten bedauerlicherweise eine zentrale Rolle, 1940 wurden aus der Heil-und Pflegeanstalt Eglfing-Haar erstmals Patienten in eine Tötungsanstalt geschickt. Umso beeindruckender find ich es, dass die jungen Menschen aus unserer Gemeinde sich so aktiv mit der Vergangenheit auseinandersetzen, um daraus ihre Lehren für die Zukunft zu ziehen. Das ist gelebtes demokratisches und bürgerschaftliches Engagement in Haar, das für unsere Gesellschaft so wichtig ist.“
»Das ist gelebtes demokratisches
und bürgerschaftliches Engagement
in Haar, das für unsere Gesellschaft so
wichtig ist.«
Peter Schießl, Stadtrat
Für Sie berichtete Manuela Praxl.