Bürgerstiftung unterstützt kostenlosen Obstkorb an der Mittelschule

Kategorie: Schulen

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Markus Fauth, Rektor Mittelschule Haar, Yvonne Bauer Sekretärin und Ideengeberin, Jürgen Partenheimer, Vorstand Bürgerstiftung Haar.

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Lea, Luan und Bilal greifen gerne zu.

Eine einfache Idee weckt Appetit

Zweimal pro Woche beeilt sich Lea ganz besonders, wenn die große Pause ansteht. Nicht etwa, um mit ihren Freundinnen möglichst jede Sekunde der ersehnten Unterbrechung des Unterrichts auszukosten, sondern weil sie gerne einen Apfel, eine Birne oder eine Banane aus dem kostenlosen Obstkorb ergattern möchte, der vor dem Sekretariat der Mittelschule steht. „Ich lebe in einer WG und da gibt es kein so gutes Essen, nur manchmal“, erzählt die 12-Jährige. „Deshalb hole ich mir immer etwas von dem Obst, aber man muss sich echt beeilen.“ Auch Luan und Bilal (beide 12) greifen gerne und regelmäßig zu. Alle drei Schüler sind sich einig: „Das ist total super.“

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Alle dürfen zugreifen

Der Gedanke für die kleine Vitaminbombe zwischendurch, kommt von Schulsekretärin Yvonne Bauer, die sich für die konkrete Umsetzung an die Bürgerstiftung Haar wendet: „Sie hat ganz vorsichtig gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, hier eine kostenlose Obstverteilung anteilig zu finanzieren“, erinnert sich Vorstand Jürgen Partenheimer. „Wir waren alle so begeistert von der Idee und unterstützen das Projekt mit 1500 Euro. Wir denken, dass dieses Projekt eines der Ziele ist, die die Stiftung verfolgt.“ Das Angebot gelte für alle Schüler, betont Partenheimer: „Wir können nicht die Bedürftigkeit des Einzelnen überprüfen.“

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Ratzfatz alles leer

Rund 360 Schüler haben die Chance auf das frische Obst, das Yvonne Bauer vor der Ausgabe morgens frisch einkauft und liebevoll auf einem Stehtisch in einem Korb anrichtet: „Wir beschränken uns auf Äpfel, Birnen und Bananen. Es ist das Obst, das am meisten gegessen wird“, erläutert Yvonne Bauer. „Und nach drei, vier Minuten ist der Korb leer“, schätzt Rektor Markus Fauth lächelnd. „Es hat sich unter den Kindern herumgesprochen. Sie wollen schnell aus dem Unterricht raus, damit sie die Chance auf Obst haben.“ Viele seiner Schüler kommen morgens ohne Frühstück oder Pausenbrot in die Schule, sagt der erfahrene Schulleiter: „Dazu kommt, dass bei den meisten zuhause wenig Obst gegessen wird. Daher würden sie es auch selbst nicht kaufen. Wir haben das mal am Pausenstand ohne Erfolg angeboten. Wenn es aber quasi vor der Nase wunderschön und appetitlich drapiert angeboten wird, dann essen sie sehr gerne Obst.“ Fauth ist mit dem Satz kaum fertig, als von mehreren Schülerinnen freudige Ausrufe zu hören sind: „Schau mal, da liegt noch Obst, nimm´ dir auch etwas!“

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Wenn möglich, auch langfristig

Oft genug seien es die kleinen und einfachen Dinge, um Kindern etwas Gutes zu tun, stellt Jürgen Partenheimer fest. Der Vorstand der Bürgerstiftung gehört zu den Menschen, die nicht nur Hilfestellung leisten, sondern gerne den Kontakt zu den Empfängern pflegt, um vor Ort zu sehen, was damit passiert. „Wir bekommen schließlich das Geld von den Bürgern und fühlen uns selbstverständlich in der Verpflichtung, Rechenschaft abzulegen.“ Der einzelne Spender unterscheide sich im Denken „für was sie ihr Geld geben wollen”, weiß Partenheimer: „Die einen legen ihren Schwerpunkt auf soziale Themen, die anderen eher auf sportliche oder kulturelle. Aber das Projekt passt genau rein. Wenn wir das Geld haben, werden wir es sicherlich weiter unterstützen, damit die Kinder immer wieder einen Obstkorb zum Verzehren haben.“

„Ich lebe in einer WG und da gibt es kein so gutes Essen, nur manchmal. „Deshalb hole ich mir immer etwas von dem Obst, aber man muss sich echt beeilen.“

Lea, Schülerin.

„Wir waren alle so begeistert von der Idee und unterstützen das Projekt mit 1500 Euro. Wir denken, dass dieses Projekt eines der Ziele ist, die die Stiftung verfolgt.“

„Wir bekommen schließlich das Geld von den Bürgern und fühlen uns selbstverständlich in der Verpflichtung, Rechenschaft abzulegen.“

Jürgen Partenheimer, Vorstand der Bürgerstiftung Haar.

„Und nach drei, vier Minuten ist der Korb leer. Es hat sich unter den Kindern herumgesprochen. Sie wollen schnell aus dem Unterricht raus, damit sie die Chance auf Obst haben.“

Markus Fauth, Rektor Mittelschule Haar.

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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