Vlnr: Mit viel Kreativität aufs Narren-Stockerl und dann ab nach Berlin: Christine Jelic (FU Haar), Manuela Lange und Yvonne Müller (3. Platz) Alois Rath und Bürgermeister Andreas Bukowski, Olivia und Bernhard Lehner (2. Platz) und Sika Elhag (1. Platz)
Konfetti versus Rosenblätter? Es gibt Momente, da geht beides. Es ist die ultimative Happiness-Fusion, die für den emotionalen Ausnahmezustand unter mehr als 500 fast, ganz oder gewillt verliebten Närrinnen und Narren im Bürgersaal sorgt. Sogar die kommunale Politprominenz unterschiedlicher Parteien, lässt den Kampf um die Plätze im nächsten Stadtrat sein und schwoft gemeinsam übers Parkett. Die Laune ist vorne, wie hinten, oben und unten gut, so viel steht fest. Manch einer weiß nach dem Genuss verschiedener promillehaltiger Getränke zu vorgerückter Stunde nicht mehr so genau, ob es Tränen der Rührung sind, weil „alle so lieb sind“ oder doch eher Schweißperlen, wegen der kunstvoll drapierten Zweithaare, die für einen gewaltigen Hitzestau im Oberstübchen sorgen.
Romantischer Charme und subtile Sexiness
Wer in diesem Jahr in Sachen Faschings-Fashion vorne mitspielen will, setzt auf Originalität. Die heiße Politesse oder der scharfe Security-Chef scheinen zu pausieren, auch übergroße Schwingen an den Augen zeigen sich flügellahm. Dafür mischen sich auffällig viele Hochwürden unter die Menge, einer so das Gerücht, soll sogar echt sein! Viele feiern „von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ als Valentino oder Valentina „in red“ mit viel Herz, andere setzen auf Ritterlichkeit, wie Rathauschef Andreas Bukowski. Als galanter Burgherr gewährt er den Gästen, darunter auch Freikartengewinner Magdalena und Martin Hellinger, höchstselbst am Tor fröhlich und formvollendet Einlass, viele direkt mit Handschlag. Manche Kostümideen setzen offenbar auf einen besonderen Auflösungseffekt durch Hitze, zumindest führen sie ein intensives Eigenleben. Nach massentauglichen Mitwipp-Songs der legendären und mitreißenden „089 Band“ und Alois Raths (CSU-Ortsgeschäftsführer) gesungener Aufforderung „Rote Lippen soll man küssen“, kapituliert auch das wasserfesteste Make-up. So mutiert manch schöner Schwan im Laufe des Abends zur Vogelscheuche – egal: Spaß macht´s trotzdem. Als konditionsreicher Tänzer gesichtet: Bürgermeisterkandidat Peter Schießl. Angesichts seiner taktsicheren Fähigkeiten warten tanzwillige Damen geduldig auf ihre Chance, um mit dem heiß begehrten, eine flotte Sohle aufs Parkett legen zu können.
Farbpinsel und Heißkleber vor Plastik aus Fernost
Nach rund 2,5 Stunden bewegungsintensiver Aktion auf der Tanzfläche, steuert die närrische Gesellschaft auf den besonderen Höhepunkt des Abends zu. Es gilt: Wer blau ist, gerne selbst Hand anlegt oder sich gut anfasst, gewinnt! Als Gewinn für das beste Kostüm winken den ersten drei Plätzen jeweils zwei Tickets für eine Berlinreise (gestiftet von der CSU München Land). Sika Elhag aus Haar überzeugt als Aladins Flaschengeist Dschinni die Jury und sichert sich den ersten Platz. Die Heim-Basteleinheiten und die Liebe zum Detail zahlen sich auch für Olivia und Bernhard Lehner aus Haar aus. Als höchst lebendige 3D-Lemuren (Film Madagaskar) folgt das Paar auf dem zweiten Platz, vor Manuela Lange und Yvonne Müller, die als niedliche und kuschelige Flauschi-Schafe begeistern. „Das Orga-Team hat seit Monaten alles sehr engagiert vorbereitet. Möglich machen es auch unsere Sponsoren wie die Metzgerei Liebold, Dinkelking oder Schuh Geiger, dazu das top Catering von Christian Winkelhofer“, bilanziert Organisations- Chef Alois Rath abschließend: „Umso schöner ist es, dass es wieder einmal unseren Gästen so gut gefallen hat und beste Stimmung war.“
Für Sie berichtete Manuela Praxl.


































































































