Polizeibericht: Haar weitgehend sicher

Kategorie: Veranstaltungen

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Polizeihauptkommissar Stephan Jochim aus der Polizeiinspektion 27 berichtet zur Kriminalität in Haar.

Trotzdem Augen auf!

Im Vergleich zum Jahr 2023 verzeichnet die Kriminalitätsentwicklung im Jahr 2024 ein leichtes Plus von 2,4 Prozent, liegt aber mit 1148 Straftaten deutlich unter den 2016 erfassten Delikten (1257). Insgesamt weisen die Zahlen ein gleichbleibendes Niveau innerhalb der vergangenen zehn Jahre auf. Für das Jahr 2025 kann Polizeihauptkommissar Stephan Jochim aus der Polizeiinspektion 27 sogar einen rückläufigen Trend von knapp sechs Prozent zum Vergleichszeitraum 2024 feststellen. Insgesamt weise in Haar die Anzahl der Straftaten pro 1000 Einwohner seit Jahren eine Konstanz auf. Durch Haars städtische Struktur liegt sie, wie in der Vergangenheit, über dem Durchschnitt im Landkreis, erreicht aber nicht den Wert der Landesmetropole. In die Erfassung fließt auch, im Gegensatz zu anderen größenmäßig ähnlichen Kommunen, das Isar-Amper-Klinikum. „Es ist sehr erfreulich, dass die Haarer in ihrer Stadt statistisch gesehen heute ein deutlich sicheres Leben führen als noch vor zehn Jahren. In den Deliktskategorien lässt sich ein insgesamt konstantes Niveau erkennen, starke Schwankungen oder Veränderungen ergeben sich grundsätzlich nicht“, stellt Jochim fest.

Gewalttaten nicht durch Fremde
Zwar gebe es mehr Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, dies sei aber kein Grund, um sich Sorgen vor einem Angriff zu machen, so Jochim: „Oftmals handelt es sich um Beziehungstaten.“ Ähnlich verhalte es sich bei Körperverletzungen, die auch eher im persönlichen Umfeld durch häusliche Gewalt stattfinden. Besonders erfreulich sei die Bilanz zum Haarer Volksfest. Statt handfeste Auseinandersetzung unter oder wegen des Alkoholeinflusses, „war das eine friedliche Veranstaltung, wie man sie sich nur wünschen kann“, betont Jochim. Lediglich einen gestohlenen E-Roller verzeichnet die Polizei im Zusammenhang mit dem Volksfest, bilanziert Jochim. „Allerdings kam es in Haar, wie in anderen Kommunen, wieder zu einer Serie von Fahrraddiebstählen, bei denen hochwertige Fahrräder und E-Bikes aus Tiefgaragen, Fahrradkellern und Kellerabteilen entwendet wurden.“ Aber auch diese Zahl geht zurück, dennoch warnt die Polizei: „Wem sein Zweirad am Herzen liegt, sollte es gut sichern und sichtgeschützt verwahren. Tiefgaragenstellplätze sind grundsätzlich kein sicherer Aufbewahrungsort für ein Fahrrad, genauso kann ein einsehbares Kellerabteil zum Diebstahl einladen.“

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3280 Mal rückt die Polizei im Jahr 2024 aus. Das ist etwas weniger als im Jahr 2023. Bis Oktober 2025 sind es 2930 Einsätze, was ebenfalls einen Rückgang zum Vergleichszeitraum bedeutet. Häufigste Anlässe für die Einsätze sind Ruhestörung, Aufgaben im Zusammenhang mit dem Isar-Amper-Klinikum und Verkehrsunfälle mit Sachschaden (insgesamt 455, darunter 403 Unfälle mit Sachschaden und 52 Unfälle mit 48 leicht und acht schwer verletzten Personen): „Die sind leider um 11,5 Prozent im Vergleich zu 2023 gestiegen“, so Jochim und präzisiert: „137 Fälle von Unfallflucht wurden gemeldet, nur einmal wurde Alkoholeinfluss als Unfallursache festgestellt. Leider kam es auch zu einem Schulwegunfall, das sind drei weniger als 2023, Gott sei Dank gab es keine Unfalltote.“ Bis Oktober 2025 zählt die Polizei 362 Verkehrsunfälle, 41 mit Personenschaden und 113 Unfälle mit Unfallflucht. „34 alkoholisierte oder unter Drogeneinfluss stehende Fahrzeugführer haben wir aus dem Verkehr gezogen, ohne dass es zu einem Unfall gekommen war. Wir haben 476 Fahrer bei 32 polizeilichen Geschwindigkeitsmessungen mit erhöhter Geschwindigkeit ertappt.“.
Ortsrandlagen von Eglfing laden offenbar böswillige Diebe eher dazu ein, in Wohnungen einzubrechen, als zentrale Bereiche inmitten der Stadt, verdeutlicht Jochim. Zwar handle es sich um eine „verhältnismäßig“ niedrige Deliktzahl, dennoch appelliert der Hauptkommissar an die Haarer in der dunklen Jahreszeit bestenfalls nach dem Motto „Vorsicht ist besser als Nachsorge“ zu handeln: „Sichern Sie Ihr Zuhause! Seien Sie aufmerksam! Wenn etwas seltsames passiert, sich ein auffälliges Fahrzeug oder merkwürdige Personen in der Nachbarschaft herumtreiben, zögern sie nicht: Rufen Sie den Notruf 110 an! Wir kommen lieber zweimal umsonst als einmal zu spät!“

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Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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