Der Verzicht auf den Laubbläser

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Mitglieder der Ortsverbände SPD und Grüne befreien den Waldfriedhof vom Laub

SPD, Grüne und der Rathauschef machen es vor

Zentimeterdick liegt das Laub auf den Gräbern und Grasflächen des Waldfriedhofs. Obwohl es für einige ein sehr stimmiges Bild gerade zwischen und auf den Ruhestätten gibt, stören sich viele daran und können damit nichts anfangen. Sie bevorzugen es ordentlich, übersichtlich und sauber. Bevor der Winter Einzug hält und Schnee fällt, ist es also höchste Zeit, um aufzuräumen! Der vielerorts zur Arbeitserleichterung eingesetzte, geräuschintensive Laubbläser bleibt in Haar still. In der Gemeinde arbeiten sich etwa 25 Freiwillige, der Ortsverbände SPD und Grüne und Bürgermeister Andreas Bukowski, Meter für Meter mit bloßer Muskelkraft und passendem Gartengerät, durch die abgestorbenen Blättermassen, kleine Ästchen und sonstige Pflanzenteile. Frei nach der Devise: „Zusammen geht‘s leichter und mehr”, rechen sie, was die Oberarme hergeben: „Vor einem Jahr haben die SPD gemeinsam mit den Grünen die Aktion initiiert“, meint Mark Brassinga, Vorsitzender des Ortsverbands SPD. Auf seiner Stirn schimmern, wie bei den anderen Laubrechern auch, deutlich sichtbar die Schweißperlen: „Das ist einfach eine gute Sache. In diesem Jahr hat uns der Bauhof angesprochen, ob wir wieder mit anpacken, dieses Mal am Friedhof. Wir haben sofort zugesagt.“

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Zukunftsmodell?

Überall stapeln sich nach kurzer Zeit Haufen, die auf eine Mitfahrmöglichkeit in einer der zahlreichen Schubkarren warten, die das Laub nach und nach entsorgen. Allen Helfern am Rechen macht es trotz der Anstrengung riesigen Spaß: „Ich habe noch nie einen Laubbläser gebraucht und ich finde es vor allem nervig, wenn die Hausmeister mit diesen extrem lauten Teilen unterwegs sind“, sagt Brassinga, gibt aber zu: „Klar erleichtert der Einsatz die Arbeit auf riesigen Flächen. Das geht schon ziemlich in die Arme, wenn du dann rechen musst und es nicht gewohnt bist.“ Aber der Lärmpegel, mit bis zu 115 Dezibel durch die elektrischen oder mit Verbrennungsmotor betriebenen Geräte, sei enorm: „Und man muss klar festhalten: Aus Naturschutzgründen dürften wir sowieso keine Berechtigung mehr dafür haben“, betont Brassinga. „Sie schaden der Biodiversität und machen Böden kaputt.“ Ob das Laubrechen eine Sache der Mitglieder der Ortsverbände bleiben soll, ist noch nicht klar, sagt Mark Brassinga: „Bisher haben wir uns noch keine Gedanken dazu gemacht, daraus eine Art Bürgeraktion zu machen. Aber wer beim nächsten Mal mithelfen will und im Bauhof fragt, ist gern gesehen, jeder Muskel zählt!“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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