Japanische Gäste zu Besuch in Haar und München

Kategorie: Schulen

Jetzt teilen:

Virtueller Start, persönlicher Austausch

Zehn Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte aus der japanischen Partnerschule Futaba Future School in Fukushima verbrachten vom 9. bis 13. Januar 2026 eine sehr bereichernde Zeit am Ernst-Mach-Gymnasium Haar und bei ihren deutschen Gastfamilien, den Familien ihrer Partnern aus den 10. Klassen.

Vorbereitung per „Virtual Homestay“
Nach einem ersten Kennenlernen online startete die Begegnung bereits in der ersten Weihnachtsferienwoche als sogenannter Virtual Homestay: Die japanischen Jugendlichen führten ihre deutschen Austauschpartner virtuell durch ihre Wohnungen, stellten Räume und Alltagsgegenstände vor und gaben so einen ersten, persönlichen Eindruck von ihrem Leben in Japan. Diese erste digitale Begegnung schuf Vertrautheit und erleichterte das spätere Zusammenleben.

Ankommen, kennenlernen, Alltag teilen
Beide Seiten nutzten die Zeit, um die jeweils andere Kultur kennenzulernen und Freundschaften zu knüpfen. Die Gastgeber berichteten, dass die japanischen Gäste anfangs höflich und zurückhaltend wirkten und etwas Zeit brauchten, um sich an die neue Umgebung und die Familien zu gewöhnen. Nachdem anfängliche Kommunikationsschwierigkeiten überwunden waren, wurden die Austauschpartner jedoch deutlich offener und zugänglicher. Gemeinsame Unternehmungen – von Stadterkundungen in München bis zu gemütlichen Abenden mit Kochen und Film – vertieften das gegenseitige Verständnis.

Werbung

Kultur und Kulinarik als Brücke
Besonders eindrücklich waren die vielen Gespräche über den Alltag in Japan und das gemeinsame Probieren der Lieblingssnacks der Gäste. Beim gemeinsamen Kochen und beim Austausch über Essgewohnheiten zeigten sich Unterschiede, aber auch große Neugier und Respekt füreinander. „Die vielen Gespräche über den Alltag in Japan sowie das gemeinsame Probieren der Lieblingssnacks unserer Austauschpartnerinnen und Austauschpartner werden wir nie vergessen“, fassten die Schüler ihre Eindrücke zusammen.

Feierlicher Abend in Haar
Ein Highlight der Woche war eine gemeinsame Feier in den Räumlichkeiten der Sankt-Bonifatius-Kirchengemeinde in Haar. Für das Buffet brachten die deutschen Schülerinnen und Schüler Speisen von zuhause mit; die japanischen Gäste bereiteten vor Ort Spezialitäten aus ihrer Heimat zu. Nach dem Essen wurde getanzt und gefeiert – ein gelungener, fröhlicher Abschluss eines ereignisreichen Abends.

Nachdenklicher Besuch und schwerer Abschied
Der letzte Austausch-Tag begann mit einem ernsten Programmpunkt: Die japanischen Gäste besuchten am Vormittag die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau. Die Erfahrung wirkte nach, und die Stimmung am Nachmittag war entsprechend gedrückt. Trotzdem versuchten alle, die verbleibende Zeit sinnvoll zu nutzen: Fotokabinen-Fotos, Souvenir-Shopping und ein letzter Spaziergang durch München rundeten den Besuch ab. Die Verabschiedung am Abend fiel beiden Seiten schwer; die Hoffnung, den Kontakt zu halten, war groß: „Wir hoffen sehr, dass wir auch in Zukunft weiterhin Kontakt halten werden.“ Für alle Beteiligten war es eine prägende Erfahrung – kulturell lehrreich und menschlich bereichernd.

Für Sie berichtete das Haarer Stadt Echo.

Jetzt teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Schulen

Aufregend: Der Start in den Ernst des Lebens

Schulen

Schulcampus mit Realschule und FOS auf den Weg gebracht

Schulen

Große Töne aus der Mittelschule

Schulen

Ernst-Mach-Gymnasium Haar erhält Otto-Wels-Preis für Demokratie

Neueste Meldungen:

Familie & Soziales

Münchner Ferienpass: Viel erleben für wenig Geld

Parteien

Grüne im kleinen Bürgersaal

Werbung

Ihre Printwerbung im Haarer Stadt-Echo

weitere Infos