Ausbildungsmesse AuBiM in Haar

Kategorie: Veranstaltungen

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Bis zum Schluss führen die Schüler Gespräche mit potenziellen Arbeitgebern und nutzen ihre Chance möglichst viel aus erster Hand zu erfahren.

Jugendliche zeigen großes Interesse

Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ – der Satz gilt glücklicherweise nicht mehr. Betriebe und Unternehmen müssen sich heute der Herausforderung stellen, Nachwuchs für ihre Firma zu finden. Die Zeiten von massenhaften Bewerbern für einen Ausbildungslatz gehören längst der Vergangenheit an. Ausbildungsbetriebe müssen sich einiges einfallen lassen, um Bewerber für sich zu gewinnen, entsprechend können die Bewerber gewisse Anforderungen stellen. „Jugendliche bringen heute eine Haltung mit, gerade, wenn es um Wertschätzung geht“, sagt Alicia Frey, Leiterin im Amt für Innovation, Wirtschaftsförderung und zentrale Dienste in Haar, die auch zuständig für die Azubis in der Verwaltung ist. „Das Verhältnis Betrieb und Auszubildener muss in Balance sein. Ausbilder erwarten vom Azubi eine gewisse Wissbegierde, Motivation und Engagement, im Gegensatz geht es darum zu schauen, was man als Ausbildungsbetrieb bieten kann.“

Attraktiver Ausbildungsstandort
Gemeinsam mit Kollegen steht Frey mit rund 70 weiteren Ausstellern aus Handwerk, Handel, Industrie, IT, Gesundheit und sozialen Berufen auf der AuBiM in der Sporthalle am Höglweg, um Jugendlichen Rede und Antwort zu stehen. Die Ausbildungsmesse, organisiert von Freys Kollegin und Stellvertreterin Alexandra Szelag und der Wirtschaftsförderung, kommt an. Insgesamt führen Jugendliche mit potenziellen Vertretern und Vorgesetzten rund 1000 Gespräche an diesem Tag. In der Halle präsentieren sich Unternehmen wie attocube systems GmbH, Finanz Informatik Technologie Service GmbH & Co. KG, das kbo- Isar-Amper-Klinikum Region München, Oberbayerische Heimstätte, VTG GmbH, Airbus, Allianz, HZA München, Bundeswehr, Bundespolizeiakademie oder Canon Production Printing.

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Anforderungen der Situation deutlich angepasst

Arbeitgeber versuchen inzwischen den Bewerbungsprozess niedrigschwellig zu gestalten, weiß Frey. denn für viele Schüler stellen allzu streng formulierte Erfordernisse und Kriterien eine Hürde dar, die sie nicht bewältigen wollen oder können. „Manche Firmen fordern schon gar kein Bewerbungsanschreiben mehr, sondern lediglich den Lebenslauf, den die Schüler digital hochladen können“, so Frey. Künstliche Intelligenz (KI) sei zudem eine Form der Unterstützung, auf die kjünftige Arbeitnehmer bei der Erstellung von Bewerbungsdokumenten setzen können, genauso wie Vorbereitungskurse in den Schulen und nicht zuletzt die Eltern: „Sie sind nach wie vor wichtig, können beispielsweise noch einmal schauen, ob ihr Kind ordentlich aussieht und gewisse Formalien einhält.“ Firmen seien froh eine „gute Bewerberzahl zu bekommen.” Die steige mit einem einfach gestalteten Bewerbungsprozess. „Damit reagieren sie auch auf den derzeitigen angespannten Arbeitsmarkt“, meint Frey. Doch egal wie einfach der Einstieg ins Berufsleben gestaltet sein mag, gelten immer noch ein paar Regeln, betint Frey: „Neugier steht ganz oben, dazu Durchhaltevermögen, Offenheit, Freundlich- und respektvoller Umgang. Damit können Berufseinsteiger viel erreichen.“

»Manche Firmen fordern schon gar
kein Bewerbungsanschreiben mehr,
sondern lediglich den Lebenslauf, den die
Schüler digital hochladen können.«

Alicia Frey, Leiterin im Amt für Innovation, Wirtschaftsförderung

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Interessierte zu aktiven Bewerbern machen
„Uns war es ganz wichtig die Schüler zu motivieren und mit den Ausstellern ins Gespräch zu gehen“, erklärt Frey. Oft seien die Jugendlichen zurückhaltend, „huschen an den Ständen eher vorbei“, „Sie nehmen die Give-aways mit, so soll es aber nicht sein. Es geht darum sich proaktiv über Ausbildungsmöglichkeiten und konkrete Angebote zu informieren. Das wollten wir mit unserem Gewinnspiel erreichen.“ Es funktioniert denkbar einfach: Pro Gespräch erhalten die Jugendlichen einen Sticker von den Ausstellern. Fünf gesammelte ermächtigt zur Teilnahme an einem Gewinnspiel: „Sie können einen Städtetrip, ein Shooting für Bewerbungsbilder oder ein Coaching bei einem Bewerbungstrainer gewinnen“, erläutert Frey. Darüber hinaus nutzen 125 angehenden Bewerber die Möglichkeit vor Ort, bei Haars Stadtfotografin Janina Ruthenkolk perfekte Fotos für den anstehenden Prozess machen lassen. „Es kommen viele junge Menschen, die noch überhaupt keinen Plan haben“, bilanziert Frey: „Es gibt aber auch diejenigen, die eine klare Vorstellung im Kopf haben und ganz gezielt auf bestimmte Firmen zugehen, um sich zum Bewerbungsprozess zu informieren, was sie erwartet und wie sie es am besten anstellen. Das Feedback zur Ausbildungsmesse AuBiM ist wirklich gut.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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