Peter Schießl, zwischen Katharina Dworzak (l.) und Thomas Fäth (r.) will es machen und ins Rathaus ziehen.
Haars SPD-Spitze zeigt Geschlossenheit und 100 Prozent Unterstützung
Er hat ein klares Ziel: „Wir wollen die SPD so stark wie möglich im Rathaus machen und ich möchte gerne Bürgermeister werden. Gemeinsam wollen wir unsere Chancen wahrnehmen“, kündigt Peter Schießl an. Für die anstehenden Kommunalwahl 2026 am achten März, dem Weltfrauentag, kann sich der 66-Jährige auf den Rückhalt von Haars SPD-Spitze Thomas Fäth (Fraktionssprecher), Katharina Dworzak (Stadträtin und dritte Bürgermeisterin) und Raul Würfl (Vorsitzender SPD Haar) verlassen. „Peter hat Generationen in Haar begleitet und ein unglaublich gutes Gefühl für Menschen. Wenn man mit Peter durch Haar geht, freuen sich die Menschen ihn zu sehen und fallen ihm sogar um den Hals“, weiß Katharina Dworzak: „Sie vertrauen Peter und tragen ihre Sorgen und Wünsche an ihr heran, weil sie wissen, dass er sich um ihre Belange kümmert.“
Einer zum Anfassen
Die Aussage verwundert nicht, denn der stellvertretende Fraktionssprecher, selbst Vater dreier Kinder und inzwischen dreifacher Großvater, lebt seit 1991 in Haar. Als ehemaliger Mittelschullehrer mit 40 Jahren Berufserfahrung, davon 27 Jahre in Haar, kennt er unzählige Haarer von Kindesbeinen an und hat sie jahrelang auf ihren Weg begleitet. „Ich glaube, dass ich ein absoluter Teamplayer bin und denke, dass ich mit den unterschiedlichsten Menschen zusammenarbeiten kann“, sagt Schießl. Er könne gut auf alle Menschen zugehen und sei ein sehr guter Zuhörer: „Aber ich bin dann auch jemand, der handelt, um die besprochenen Dinge voranzubringen.“
Klare Vision für Familien
Für Peter Schießl stehen vor allem die Belange von Eltern und Kindern im Vordergrund: „In den vergangenen sechs Jahren habe ich zunehmend festgestellt, dass wir unbedingt wieder anfangen müssen Familien zu entlasten.“ Unter anderem solle wieder jedes Kind einen Kita- oder Krippenplatz sicher bekommen, Eltern müssten planen können: „Das war ja ursprünglich so. Es kann nicht sein, dass 150 Kinder nicht versorgt werden.“ Außerdem gehe es ihm um die nachschulische Betreuung. „Wir haben jetzt vier verschiedene Anbieter in Haar. Es muss uns gelingen sie mit einem gemeinsamen Konzept zusammenzubringen.“ Vor allem sei ihm die finanzielle Machbarkeit wichtig. „Bisher haben wir immer die Gebühren um die Inflationsrate angehoben, in den vergangenen zwei Jahren sind wir davon abgewichen. Jedes Jahr fünf oder mehr Prozent Erhöhung ist ein Unding für viele Eltern.“ Dazu kämen erhöhte Eintrittspreise wie im Freibad, beanstandet Schießl: „Klar ist: Wir können Nahrungsmittel nicht billiger machen. Aber wir können in einem gewissen Rahmen dafür sorgen, Eintrittspreise für Familien mit Kindern wieder erschwinglich zu machen.“
Soziale Verträglichkeit und Nachhaltigkeit
Einher damit gehen aus Schießls Sicht bezahlbare Mieten: „Wir haben beispielsweise zwei große stadteigene Grundstücke ist in der Johann-Strauß-Straße und in Ottendichl. Die stehen leer, dort passiert nichts.“ 60 Wohnungen seien dort machbar, die die Stadt nach bestimmten Kriterien günstig vermieten könnte. Finanzierbar sei das über das kommunale Wohnungsbauunternehmen, ohne den Haushalt zu belasten, erklärt Schießl. „Und ich stehe dafür, die vom Stadtrat beschlossene Steigerung der Mieten wieder rückgängig zu machen. Alle drei Jahre sind demnach 15 Prozent möglich. Es kann nicht sein, dass eine Stadt sich wie ein stinknormaler Vermieter verhält.“
„Wir haben viele neue, tolle Leute an Bord, die aktiv mitarbeiten.
Ich bin überzeugt, dass hier etwas sehr Gutes wächst und gedeiht
und uns durch einen erfolgreichen Wahlkampf trägt.“
Peter Schießl (SPD)
Für ihn und Haars SPD sei es problematisch „lauter Millionenprojekte anzupacken, möglichst schnell und günstig“, worunter nicht nur die Qualität leide, sondern auch der Haushalt ins Wanken gerate. „Wir wollen hier eine klare Priorisierung, um sinnvoll und nachhaltig planen zu können. Generell Strukturen stärken, um gemeinsam im Interesse aller Haarer Lösungen entwickeln zu können. Wir wollen im Stadtrat transparent und offen miteinander diskutieren und ergebnisorientiert arbeiten.“
Gemeinsam in den Wahlkampf
Das Know-how bringe er mit, zeigt sich Schießl zuversichtlich. Immerhin sitze er seit knapp sechs Jahren im Stadtrat und arbeite mit. Außerdem habe er sehr genau mitbekommen, was es bedeute den Chefsessel im Rathaus innezuhaben: „Meine Frau Gabriele war davor sechs Jahre lang Bürgermeisterin. Ich konnte sehen, wie viel Arbeit das ist, aber und vor allem auch, wie viel Freude diese Arbeit bringen kann. Und diese Gestaltungsmöglichkeiten zu sehen und zu spüren, sind für mich Motivation und Ansporn anzutreten.“ Es sei jetzt der richtige Zeitpunkt: „Wir wollen Haar lebenswerter für den Einzelnen machen.“ In den Wahlkampf will der Ortsverband mit einem guten Programm für den Herbst starten, kündigt Peter Schießl an, der sich auf die Herausforderung sichtbar freut: „Wir haben viele neue, tolle Leute an Bord, die aktiv mitarbeiten. Ich bin überzeugt, dass hier etwas sehr Gutes wächst und gedeiht und uns durch einen erfolgreichen Wahlkampf trägt.“ Die offizielle Nominierung seiner Bürgermeisterkandidatur, müssen die Mitglieder auf Ihren nächsten Versammlung beschließen.
Für Sie berichtete Manuela Praxl.











