D´wuidn Goaßn feiern Zehnjähriges

Kategorie: Vereine

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So sieht Geburtstag aus: D´wiude Goaßn feiern mit ihren Gästen ihr zehnjähriges Vereinsjubiläum.

Dirndlschaft fester Bestandteil der Haarer Vereinslandschaft

Kaffeekränzchen, Käsesahne, Kirschlikör, dazu ausgiebige Klatschgespräche: Um Dirndlschaften – meist ein Verein von unverheirateten Frauen – ranken sich viele Klischees. Manche vermuten hinter den Zusammenschlüssen gar einen Geheimbund. Angehörige des weiblichen Geschlechts sollen in Stammtischsitzungen und auf Ausflügen tieferes Wissen um „Obatzdn-Rezepte“, „Breznknoten-Techniken“, „Schürzenschleifen 2.0 binden“ und Geschäftsadressen für den perfekt sitzenden Balconette-BH zur optimalen Zurschaustellung von „Hans und Franz“ austauschen. Ob das Haars „wuidn Goaßn“ so machen, bleibt ein Geheimnis. Nicht aber deren Geburtstag.

Nicht nur Ponyhof
Stolz feiern sie mit einer „Goaßmaß- Party“ im Bürgersaal das Datum: „Die Vereinsgründung war am 7. November 2015. Eine weitere Nadine und ich hatten es initiiert, damals sprossen Dirndlschaften überall. Wir waren sieben Mädels und sind sehr schnell auf 20 Mitlieder angewachsen. Inzwischen sind wir 40 mit passiven Mitgliedern“, erzählt Gründungsmitglied und die erste Vorsitzende des Vereins Nadine Metzger. Die Truppe junger Frauen muss sich vor den Anfängen zunächst mit „Behördenkram“ auseinandersetzen: „Wir waren ja erst 18 und eine Vereinsgründung war wirklich Neuland“, so Nadine und berichtet von den Aufs und Abs durch die Jahre: „Klar, gab es auch Unstimmigkeiten oder die schlimme Pandemiezeit. Aber eben auch schöne Erfolge wie heute oder unser Festwochenende vor drei Jahren. Das hat uns als Gruppe richtig zusammengeschweißt und es ist eine ganz großartige Dynamik entstanden. So etwas macht die schwierigen Phasen wett.“

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Nie wieder oben ohne
Im Gegensatz zu sonst meist üblichen Statuten in vergleichbaren Vereinen, dürfen bei d´wuidn Goaßn auch verheiratete Frauen mitmachen, erzählt Nadine: „Damals legten wir fest, dass wir es offen für alle machen wollten, daher ist heute unser jüngstes Mitglied 16 und unsere älteste 70 Jahre alt. Und wir freuen uns auf weitere Mädels.“ Von Beginn an will der Verein vor allem Tradition pflegen, gleichzeitig das Moderne kombinieren. „Wir hatten immer mal wieder mit Herausforderungen zu kämpfen und Lehrgeld gezahlt“, erinnert sich Nadine Metzger. So wolle der Verein nie wieder eine Veranstaltung unter freiem Himmel planen: „Einmal wollten wir eine „Weißbier-Open-Air“ veranstalten. Kurzfristig kam eine Unwetterwarnung. Es kamen nur 50 Gäste und im Endeffekt haben wir selbst gefeiert.“

Angekommen in der Gemeinschaft
Seit zehn Jahren steht Nadine Metzger dem Verein vor. Wie lange sie das Amt noch ausfüllen will, könne sie derzeit nicht beantworten: „Inzwischen sind wir eine Führungsspitze. Julia Simmel steht mir als Vize zur Seite und macht das ganz toll.“ Wie gut das Duo eingespielt ist, zeigt sich am Jubiläumsabend. Beide scheinen überall gleichzeitig zu sein und überzeugen sich vom reibungslosen Ablauf für ihre Gäste. Der geballten Mädelspower greift Bürgermeister Andreas Bukowski gerne unter die Arme und schenkt an der Bar aus. „Solche Vereine wie die wuidn Goaßn braucht es unbedingt. Sie beleben Haar mit verschiedenen Festivitäten, sei es das Weißbierfest oder heute zur Goaßmaßparty“, meint Bukowski, standesgemäß im „Goaßn-T-Shirt“ gekleidet: „Sie bewirten andere, ob das der Neujahrsempfang ist, beim Faschingstreiben oder Stadtfest und sind als fester Bestandteil unserer Stadt immer dabei. Damit helfen sie, dass es hier in Haar so lebendig ist, wie es ist. Daher unterstütze ich sie hier heute gerne, da kann ich etwas zurückgeben.“

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Gäste feiern die Goaßn
Unter den Gästen der ausgelassenen Geburtstagssause feiern auch die CSU-Stadträte Thomas Reichel, Andreas Rieder, Andrea Weber und Anke Sitter, die sich als Bobfahrerin gehörig in die Links- und Rechtskurven legt, während die SPD-Stadträtinnen Astrid Herrmann und Sarah Schottlaender zu ABBA bis Udo ausdauernd das Tanzbein schwingen. Beide loben das Jubiläumsfest: „D´wiude Goaßn bereichern die Vereinslandschaft. Es ist wirklich ein gelungenes Fest, was die Mädels aufgezogen haben. Die Band Harthauser Musi, die Goaßmaßn, die Stimmung passt. Es macht richtig Spaß.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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