Stadtratssitzung vom 24.02.2026

Kategorie: Stadtrat

Jetzt teilen:

he-haar-rathaus-2021

Trotz Kritik einiger Haarer am Bürgerworkshop Finckwiese, es habe sich eher um „Werbeshow“ des Investors gehandelt als tatsächlich mitgestalten zu können, kommt Bürgermeister Andreas Bukowski zu einem positiven Fazit der Veranstaltung. Es gebe wichtige Impulse für den Verkehr, die Nutzungskonzepte für die Gewerbeflächen und die Gestaltung der Grünzüge.  Ein Bericht folge, sobald die Ergebnisfolien dem Rat vorliegen.

An der Waldluststraße auf der Postwiese ist eine neue Packstation für mehrere Anbieter wie DHL, Hermes und weitere geplant. Das Ziel: kürzere Abholwege in Haar. Künftig soll der neue Anlaufpunkt, Zeit und zusätzliche Wege für alle ersparen.

Nach einer Prüfung rät das Bauamt von einer provisorischen Ampel auf Höhe des Route 66 ab. Jetzt soll eine weitere herausfinden, ob eine direkte Ampelquerung ohne Insel möglich ist.

Werbung

Die Verantwortlichen haben die Sanierung der B304 nun fest für Mitte September 2026 zugesagt. Für Auto- und Motorradfahrer heißt es dann „runter vom Gas“, denn es gilt das innstädtische Tempo 50. In diesem Zusammenhang fordern die Grünen farbige Markierungen für die Radfurten entlang der Straße einen durchgehenden neuen Belag für die Radwege.

My Radl kommt Ende April nach Haar. Das neue Mietradsystem bietet 60 moderne neue Räder an Standorten im Klinikbereich und am Sportpark. Noch ungeklärt ist die Aufteilung der Stellplätze zwischen Scooter und Rädern.

Die Schließung der Kita im kbo-Klinikum hat keine großen Auswirkungen, die meisten Kinder haben bereits einen neuen Betreuungsplatz. Ein Großteil der betroffenen Kinder wohnt nicht in Haar.

Für Diskussionsstoff sorgt vor einigen Wochen die Ankündigung der Stadtverwaltung, künftig eine kostenlose juristische Erstberatung für einkommensschwache Bürger anbieten zu wollen. Peter-Paul Gantzer (SPD) hakte mit Fragen zur Organisation und Haftung nach. Inzwischen liegen detaillierte Antworten vor. Die Beratung erfolgt durch den ehrenamtlich tätigen Rechtsanwalt Stephan Spaett von der Kanzlei Jacobi Jung Spaett. Für den reibungslosen Ablauf ohne bürokratische Hürden, müssen sich Bürger melden. Sie erhalten einen Termin, die Stadt vermittelt den Bedarf an Anwalt. Eine Beratung findet im Besprechungsraum im Erdgeschoss des Haus C statt.  Die Stadt behält sich vor, das Angebot zu erweitern, sollte sich ein längerfristiger Trend entwickeln.

Der Gemeinderat Haar pusht die lokale Energiewende: Im vergangenen Jahr lässt Haar untersuchen ob die Dächer von Gymnasium und Grundschule für PV-Anlagen geeignet sind. Dahinter steckt die Idee Schulen, Sporthallen und das Hallenbad zu einem gemeinsamen Stromverbrauchersystem zu verknüpfen und den sauberen Strom für den Eigenverbrauch zu nutzen. Allerdings durchkreuzt ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Haars Pläne. Die rechtlichen Details dazu sind komplex und geben vor, das Gymnasium aus der Stromversorgung des restlichen Netzes zu trennen. Inzwischen liegen neue Pläne vor, die eine Ersparnis von jährlich rund 26.000 Euro aufzeigen. Die Nachfrage des Fraktionsvorsitzenden Mike Seckinger (Grüne) bringt weitere Klarheit: Künftig übernehmen die Haarer Gemeindewerke als „Kontraktor“ sowohl die Errichtung als auch den Betrieb des neuen Quartierskonzepts. Damit bleibt die energetische Infrastruktur in kommunaler Hand. Für den Krisenfall eines längeren „Blackouts“ soll die Stadt überprüfen, ob sich das Schulzentrum als sogenannter „Leuchtturm“ oder Anlaufstelle für die Strom- und Wärmeversorgung eignet. Übereinstimmung herrscht im Gremium beim Beschluss eines zentralen juristischen Vertrags, der den Fortgang der Geothermie-Projekte in der Region sichert. Alle beteiligten Kommunen der Fördergesellschaft Geothermie-München-Ost GmbH & Co. KG sind damit offiziell mit der Daseinsvorsorge betraut und übernimmt formal die Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger zuverlässig mit Wärmeenergie zu versorgen. Der rechtlich zwingend notwendige Schritt ist Voraussetzung, um Fördermittel beantragen zu können.

Die Debatte um einen Stadtwald im Südteil der Finckwiese geht in die nächste Runde. Nach Beratung des Antrags der gleichnamigen Bürgerinitiative, will das Gremium die Idee im kommenden Bebauungsplan überprüfen, um sie bewerten zu können. Bürgermeister Andreas Bukowski begrüßt das Projekt zwar, will aber mit anderen Eigentümern über mögliche alternative Flächen sprechen. Die endgültige Entscheidung über einen möglichen Wald fällt erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Werbung

Das geplante Neubaugebiet Quartiers Nr. 5 am Riemer Park (München-Riem), sorgt bei machen Stadträten für Zündstoff. Es ist vor allem die Höhe der Gebäude (bis zu 14 Stockwerken) die bei vielen Mandatsträgern auf wenig Gegenliebe sorgt. Martin Metzger (UBH) kann sich noch erinnern, „dass das als Lichtluftschneise geplant war, aber wenn ich das ansehe, wird das versiegelt.“ Auch Peter-Paul Gantzer (SPD), der sich sogar direkt an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wendet, befürchtet eine Ghettoisierung, wenn die Bebauung ohne Anschluss an bestehende Bebauung erfolge. Das verwundert Gerlinde Stießberger (CSU): „Normalerweise ist doch die SPD für Hochhäuser? Woher der Schwenk?“ Gantzer kontert: „Ein Hochhaus wie wir es hier in Haar gebaut haben, ist eingebunden. Das steht nicht auf dem nackten Feld. Das, was dort geplant ist, entspricht dem genauen Gegenteil, davor warnen alle Architektur-Experten. Das ist mitten in der Prärie und da sollen plötzlich 7000 Einwohner und 3000 Arbeitsplätzen hin.“ Peter Siemsen (FDP) zieht nach: „Ich sehe den 5. Bauabschnitt auch sehr kritisch, bin von einer strukturierenden und nachhaltigen ausgegangen.“ Dietrich Keymer (CSU) stimmt Gantzer und Siemsen zu: „Die Planung zeigt sehr genau die Probleme in der wir sind und die auf uns zukommen.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

Jetzt teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

he-haar-rathaus-2024
Stadtrat

Stadtratssitzung vom 28. Oktober 25

Stadtrat

STADTRATSSITZUNG VOM 30.09.2025

PolitikStadtrat

Aus dem Stadtrat vom 29.07.2025

Stadtrat

Stadtratssitzung vom 24. Juni 2025

Neueste Meldungen:

Kultur & Bildung

Klares Zeichen: Film und Gesprächsrunde zu Rassismus im Kleinen Theater Haar

Kultur & Bildung

kbo-Klinikum erweitert Ausstellung

Werbung

Haarer-Echo-Nachrichten-und-Aktuelles-aus-Haar-Gronsdorf-Salmdorf-Ottendichl-Online-Werbung

Ihre Online-Werbung auf haarer-stadt-echo.de

weitere Infos