Klare Kante
Bei „aller Heiterkeit gibt es auch einen Stimmungsdämpfer“, mahnt Haar junger SPD-Ortsvorsitzende Raul Würfl beim traditionellen Fischessen im voll besetzten kleinen Bürgersaal nach seiner Fastenpredigt und bezieht sich auf den Wahlkampf mit klaren Worten. „Viele wollen in Haar politisch mitmischen, das wollen wir auch. Andere Parteien wollen vielleicht andere Ideen umsetzen. Da sind wir auch oft nicht einer Meinung, das müssen wir auch nicht ein. Aber ich glaube, wir alle wollen am Ende was Gutes für Haar umsetzen. Und da gibt es andere, die wollen das Haar, das wir kennen, vernichten.“ Würfl sieht aktuell Werte, die „Haar ausmachen, wie Gemeinschaftlichkeit, Offenheit, Mitmenschlichkeit“ in Gefahr, da deren politischen Konzepte und Positionen „Hass, Gewalt und Mord rechtfertigen“: „“Da gibt es Leute, die Parolen benutzen, die nicht nur wie SS-Parolen klingen, sondern so gemeint sind.“ In einer Stadt wie Haar, die wisse wohin faschistisches Gedankengut führe, dürfe man sich nicht verstecken, fordert Würfl nachdrücklich: „Das sind wir denen schuldig, die damals ermordet wurden von den Vorbildern dieser gesellschaftlichen Brandstifter.“
Genüsslich kredenzt
Zuvor „fällt“ Würfl als Richter „Dr. iur. h.c. mult. R. C. Würfl“ Urteile über die „Vergehen“ anwesender (zu netter) Bürgermeisterkandidaten und verschiedener Stadträte, darunter Katharina Dworzak und deren Lieblingsbegriff „Stadtplanung“, offenbar geerbt vom ehemaligen Bürgermeister und Vater Helmut Dworzak und Astrid Herrmann, die stets sehr fröhlich sei. Würfl greift sich die Top-Themen des Stadtrats, wie das Ringen um die Finckwiese, den Rodelhügel an der Blumenstraße, Solaranlagen und die Papierhandtücher im Besonderen und Circular City im Allgemeinen heraus. Mit dem anschließenden Köstlichkeiten lassen, schmecken die zuvor servierten kleinen Spitzen seinen „Verurteilten“ hervorragend.
Für Sie berichtete Manuela Praxl.











