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Die Meinung der Haarer ist gefragt

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 02. April 2019

Erste Bürgerbeteiligung zum „Integrierten Mobilitätskonzept"

Bürgermeisterin Gabriele Müller hatte die Bürgerinnen und Bürger aus Haar in den Bürgersaal am 20. März 2019 eingeladen, sich aktiv am Mobilitätskonzept für Haar zu beteiligen. Als Experten vor der eigenen Haustür wollte die Verwaltungschefin die Meinung der Bürgerschaft einholen.

Zuvor war die verkehrliche Situation des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München erfasst und ausgewertet worden. Ergebnisse einer Verkehrszählung und eine Bürgerbefragung waren bereits in diese Analyse mit eingeflossen. Verwaltung und Fraktionsvertreter arbeiten in Lenkungskreisen mit dem Planungsverband zusammen. Das von ihnen erarbeitete Konzept war wenige Wochen zuvor im Gemeinderat den Gemeindevertretern vorgestellt worden.

Und nun sollten die Bewohner von Haar selbst auf den gleichen Wissensstand gebracht werden, weshalb als Erstes an diesem Abend Birgit Kastrup und Robert Ulzhöfer vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) in aller Ausführlichkeit die vorliegenden Ergebnisse erläuterten. Das erforderte Geduld bei den Teilnehmern, wofür sich Susanne Bauer vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München, die die Prozesssteuerung verantwortet, bedankte: „Vielen Dank für das sehr konzentrierte Zuhören!" Die Gelegenheit bei den Referenten des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München direkt nachzufragen, nutzte niemand. „Ich hoffe, es war viel Neues für Sie dabei und Sie haben es gut verstehen können", so Susanne Bauer. Sie betonte: „Denn dies ist die Grundlage für das konkrete Weiterarbeiten. Jetzt sind Sie gefragt!" Nun wurden die Anwesenden zur Stellungnahme aufgefordert. Leider war der Bürgersaal nicht gefüllt. Nur knapp 100 Teilnehmer nahmen die Chance wahr, sich aktiv einzubringen.

Im hinteren Teil des Bürgersaals waren Tische, Stellwände und Flipcharts aufgebaut. Karteikarten und Stifte lagen parat. Mit Klebepunkten sollten die Teilnehmer auf die Frage wie „Wie zufrieden sind Sie mit der Verkehrssituation?" ein erstes Meinungsbild abgeben. An einer Stellwand mit einer großen Karte vom Ortsgebiet wurden die Konfliktpunkte zwischen den unterschiedlichen Mobilitätsarten Fahren, Gehen, Fahrrad fahren abgefragt. Auf einer zweiten mit dem Ortsbild konnten die Teilnehmer Ergänzungen im Wegenetz für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer eintragen. Wo sind sie gewünscht? Verschiedene Ansprechpartner der Gemeindeverwaltung nahmen die näheren Erläuterungen entgegen, um sie dann auf dem Flipchart zu dokumentieren.

In einem zweiten Block ging es um die Ziele, die der Planungsverband in Zusammenarbeit mit dem Lenkungskreis formuliert hatte. Stimmen die Bürgerinnen und Bürger Haars mit diesen überein? Fehlen wichtige Aspekte? Das Meinungsbild, das sich an den Wänden widerspiegelte, sollte hier Klarheit verschaffen. Ergänzungen waren gleichfalls möglich.

Anfangs zögerlich verschafften sich die Mitwirkenden erst einmal einen Überblick. Dann wurde auf Karten geschrieben, an den Stellwänden Meinungsbilder abgegeben und auch am Rande diskutiert. Rund 45 Minuten hatten die Teilnehmer an diesem Abend Zeit dafür.

Die Zielsetzungen fanden eine breite Zustimmung, wie Susanne Bauer, die den Konzeptprozess steuert, abschließend festhielt. Das sei wichtig für die weitere Arbeit. Deutlich wurde ihrer Meinung nach, dass Konfliktpunkte im gesamten Gemeindegebiet vorhanden sind. Sie zeigte sich im Anschluss erfreut über die konkreten Vorschläge zur Wegeergänzung und all die zahlreichen Aspekte, die sich zusätzlich ergeben hätten. Abschließend forderte Bürgermeisterin Gabriele Müller die Bürger auf, auch wenn die Online-Befragung abgelaufen wäre, sich bei ihr zu melden.

Diese ersten Rückmeldungen werden zusammen mit den Resultaten der Online-Befragung die Grundlage für das weitere Vorgehen darstellen. Nach der Auswertungsphase geht es wieder in die Lenkungskreissitzungen, dann in den Gemeinderat. Die Ergebnisse und Protokolle sind jederzeit auf der Homepage der Gemeinde nachzulesen, damit für die Bürgerinnen und Bürger eine höchstmögliche Transparenz erreicht werde, so die Mitarbeiterin des Planungsverbands. Die Workshopergebnisse sind auch im Rathaus-Foyer einzusehen. Auf der gemeindlichen Internetseite können Interessierte noch bis zum 7. April 2019 an der Befragung teilnehmen.

Im Oktober wird die Bürgerschaft erneut zu den Vorschlägen, die dann konkret erarbeitet worden sind, befragt. Wieder mit einem Workshopabend und einer Online-Beteiligungsmöglichkeit.

Die Analyse, die präsentiert wurde, ist unter dem Stichwort „Ergebnisprotokoll Mobilitätskonzept" nachzulesen. Die Bürgermeinungen dieses Abends sind bereits im PDF Haar_LK2_20190207 integriert.

Für Sie berichtete Reinhild Karasek.

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mobilkonzept bild 2Bürgers Meinung ist gefragt beim Workshop der ersten Bürgerbeteiligung am Mittwoch, 20. März 2019, zum Integrierten Mobilitätskonzept, das die Gemeinde Haar in Abstimmung mit dem Planungsverband ÄußererWirtschaftsraum München entwickelt.

mobilkonzept bild 3

Wo liegt Konfliktpotenzial im Individualverkehr von Haar? In das Ortsbild konnten die Teilnehmer das eintragen. Dies könnte dann wiederum dem Lenkungskreis für das IntegrierteMobilitätskonzept der Gemeinde neue Aspekte aufzeigen.

 

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