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20 Jahre Pfarrkirche St. Konrad - Wenn die ganze Kirche schwingt und klatscht

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 08. Mai 2017

Das kann nur bedeuten, dass die Haarer Gospelfriends auf der Bühne stehen. „Sing, o sing!“ lautete das Motto des Abends zu dem am Sonntag, dem 7. Mai, der Gospelchor anlässlich seines 20-jährigen Bestehens in die Pfarrkirche St. Konrad in Haar einlud.

Mit neun Mitgliedern begann der Chor. Heute treten die rund 36 gospelbegeisterten Sängerinnen und Sänger der Haarer Gospelfriends seit nunmehr 16 Jahren unter der Leitung von Christa Maria Hell regelmäßig zusammen auf. Mit Ihrem abwechslungsreichen Repertoire an besinnlichen bis mitreißenden Gospels und Spirituals gelten sie in Haar schon als „Geheimtipp“. Wenn sie nicht gerade bei Gottesdiensten auftreten, geben sie Konzerte oder singen auf Hochzeiten, Taufen, Weihnachtsfeiern und sonstigen Anlässen. Seit 2002 waren das immerhin bereits 116 gemeinsame Auftritte, was sieben bis acht Mal im Jahr entspricht. Auf die Highlights, den Bayerischen Chorwettbewerb 2009 vom Bayerischen Rundfunk und den Chorwettbewerb am Gardasee 2013, ist die Gruppe besonders stolz.

Bei allem Fleiß den die singbegeisterten Frauen und Männer in Ihre Arbeit legen, steht immer der Spaß an erster Stelle. Und das war beim Jubiläumskonzert auch zu hören und zu sehen.

Voll bis zur letzten Reihe war die St. Konrad Kirche in Haar beim Auftritt der Gospelfriends. Im Publikum waren neben ehemaligen Sängern des Chors, auch Kurat und ehemaliger Pfarrverbandsleiter von Haar Hans Schweiger, und Haars Pfarrer Albert Schamberger, der den Abend mit den Worten eröffnete: „Jetzt lassen wir uns erfreuen von den schönen Klängen!“

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Die Haarer Gospelfriends beim Auftritt am 7. Mai anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens in der Pfarrkirche St. Konrad unter der Leitung von Christa Maria Hell.

Und dann ging´s auch schon los. Wie schon in den letzten 10 Jahren in Begleitung von Ulrike Weidenhiller-Schmitz am Klavier.

Das Programm des gut einstündigen Auftritts unter der Leitung von Christa Maria Hell war vielfältig. In einigen Liedern, die aus dem älteren Teil der Heiligen Schrift stammten, sollten die Zuhörer mitgerissen werden, in anderen sollte die Musik aufs innerste der Seele rühren. „Lassen Sie sich mitnehmen auf eine Reise der Vertonung der Bibelworte“, so die Chorleiterin.

Mit Liedern wie „The Lord bless you“, „The Lord is my shepard“, „You raise me up“ oder „Hear my prayer“, um nur einige zu nennen, gelang es Christa Maria Hell als Dirigentin und Solistin, sowohl den Chor als auch sich selbst wunderbar zu inszenieren. Mal schnipsend oder klatschend, mal mit dramatischen Gesten oder zum Mitklatschen und Mitsingen auffordernd, begeisterten sie und Ihre Gesangsgruppe die Zuhörer.

Nach jedem Song wurden die Sängerinnen und Sänger durchgemischt. Der Positionswechsel, besonders die Texas-Aufstellung, bei der alle Chormitgliedern bunt gemischt singen, bewirkte ein besonderes Klangerlebnis, je nachdem wo die jeweilige Stimme eben klingen sollte.

Besonderes Highlight des Abends war das afro-amerikanische Solo als Zugabe von Christa Maria Hell mit Trommelbegleitung am Ende des Konzerts. Die gute Nachricht des Gospelgesangs (wörtlich übersetzt) kam an diesem Abend an. Am Ende schwang die ganze Kirche, auch Pfarrer Albert Schamberger wippte mit. Und so waren Jubelrufe und lauter Beifall natürlich nicht überraschend.

Wer Lust hat bei den Gospelfriends mitzusingen, ist jederzeit recht herzlich eingeladen. Besonders Männerstimmen werden gesucht. Infos gibt es unter: www.gospelfriends-haar.de.

Für Sie berichtete Karin Otto.

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