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Haar gewann das Triple

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 21. August 2016

Haarer traten für den Klimaschutz erfolgreich in die Pedale

An der Aktion STADTRADELN, zum dritten Mal vom Landkreis München ausgerufen, beteiligten sich insgesamt 22 Kommunen zeitgleich vom 25. Juni bis zum 15. Juli 2016. Und Haar schnitt hervorragend im Gemeinde-Vergleich ab. Das wurde denn auch mit einem Abschlussfest am Donnerstag, 28. Juli 2016, im Kleinen Bürgersaal gefeiert.

 

 

Gleich von Anfang an hatte die Gemeinde sich der Aktion des Landkreises München angeschlossen und nahm folglich zum dritten Mal teil. Allerdings wurde dieses Jahr erst zum zweiten Mal gefeiert in einem Rahmen von Vortrag, Preisverleihung und geselligem Beisammensein.

Beeindruckend für die gekommenen Radlfans war der Erlebnisbericht von Verena Goess, die 2015 vom 14. bis zum 22. November am „Formosa900" teilgenommen hatte. Formosa, so war die Insel Taiwan früher von den Portugiesen genannt worden. Das Ereignis ist eine jährlich stattfindende Radumrundung Taiwans, 900 Kilometer in 9 Tagen. Verena Goess war eine von drei deutschen Radbotschaftern, die sich über eine Bewerbung beim Tourismusbüro Taiwan dafür qualifiziert hatten. Gesponsert wurde die Tour vom weltweit größten Fahrradhersteller, der aus Taiwan kommt und dort seinen Hauptsitz hat. Ein Team war international besetzt, neben England, USA und anderen asiatischen Ländern mit drei Deutschen, darunter Verena Goess.

Besonders toll, abgesehen vom Radfahren, war das Essen für die Teilnehmerin Goess, denn zwei Mal am Tag wurde richtig groß aufgetischt, wie sie schmunzelnd erzählte. Auch der Nachtmarkt in der Hauptstadt Taipeh hatte es ihr diesbezüglich angetan. Das Land und die Menschen beeindruckten die Radfahrerin hinsichtlich Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Sicherheit.

Die Anforderungen der Tour waren ganz unterschiedlich, so berichtete Verena Goess. Es ging quer durch Städte mitten im dichten Straßenverkehr, sogar durch die Hauptstadt Taipeh, durch eindrucksvolle hügelige, grüne Landschaften mit Reisfeldern, manchmal mit Gegenwind, Steigungen und Abfahrten bei Temperaturen konstant über 30 Grad Celsius. Auf den Tourbus wurden die Stationen des Tages angeschrieben, was auch auf die anwesenden Haarer belustigend wirkte.

Ein Video unterstrich die positiven Eindrücke, die Verena Goess vermittelte. Sie kommentierte die Bilder, ging auf die Fragen ein. Eine wunderbare, entspannte Einstimmung auf den Hauptteil des Abends, bei dem dann die gemessenen Zahlen bzw. Kilometer und die Fakten dominierten.

 

Stadtradeln bild  3

Ehrung für die Gewinner (v.l.n.r.): Elisabeth Seidl, Radtouren-Führer Rudi Muschler, Benedikt Seidl, Carsten Huerter , Ruth Langenbacher, Bürgermeisterin Gabriele Müller, Maximilian Seidl, Umweltreferent Michael von Ferrari und Juliane Weyde

„Ein bisschen trockene Statistik kann ich euch nicht ersparen", so leitete Michael von Ferrari, Leiter der Abteilung Umwelt und Abfallwirtschaft der Gemeinde Haar, den zweiten Teil ein. Er zeigte auf, wie positiv sich die bundesweite Aktion entwickelte. Kommunal gesehen kann Haar beim STADTRADELN in drei Kategorien den ersten Platz belegen: Das EMG ging in der Teamwertung als Sieger hervor mit knapp 43.000 Kilometern und auch in der Gemeindewertung radelte Haar die meisten Kilometer herunter. Hinsichtlich der geleisteten Kilometer pro Einwohner gewann Haar ebenso (siehe Kasten).

Michael von Ferrari hob die fahrradaktiven Parlamentarier von Haar hervor, die viele Kilometer zusammenbrachten und auf dem zweiten Platz nach Ottobrunn landeten.

Unter den Teilnehmern in Haar fand eine Verlosung statt, die Gutscheine überreichte an diesem Abend Bürgermeisterin Gabriele Müller. Sie ehrte auch diejenigen, die in der Schätzung des Gewinnspiels siegten. Es ging darum, wie viele Male die Haarer die Länge des Äquators zurücklegen würden. Das Ergebnis: Die Haarer radelten genau 2,55 Mal um die Welt. Geschätzt hat Familie Seidl am besten. Drei Geschwister lagen mit ihrem Ergebnis nur knapp neben dem realen Wert. 3,05 schätzte Benedikt, gefolgt von seinem Bruder Maximilian, der mit 2,75 Umrundungen schon näher lag. Schwester Elisabeth verfehlte den exakten Wert gerade mal um 0,04 mit ihrer Schätzung von 2,59 Mal. Die ganze Familie ist knapp 2.000 Kilometer mit dem Rad gefahren. „Gut geradelt und sehr gut geschätzt", kommentierte Gabriele Müller und leitete anschließend zum gemütlichen Teil über.

Für Sie berichtete Reinhild Karasek.

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