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Naturkatastrophen, Elementarschäden, heftiger Regen

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 14. März 2014

Eigenheimerverein Haar e.V. klärt über die wichtigsten Vorkehrungen auf

(Text/Bild: rk) Naturkatastrophen passieren in fremden Ländern, wie Tsunamis in Asien oder Erdbeben auf Haiti. Ein Hochwasser hat Haar auch nicht zu befürchten, so wie es letztes Jahr die Städte an der Donau traf. Aber was ist mit Hagel, Schnee oder Regen?

 

 

Zur Frühjahrsversammlung lädt der Eigenheimerverein Haar e.V. am Donnerstagabend, 13. März 2014, in die Räume des Seniorenclubs in Haar. Auf der Tagesordnung steht ein Referat von Erwin Ries, Vizepräsident des Eigenheimerverbandes Bayern e.V. Thema: „Naturkatastrophen – (k)ein Desaster für Eigenheimer. Was man selbst zur Vorbeugung tun kann?“

Rudolf Künig, Vorsitzender des Haarer Ortsvereins, Peter Kiefer, Kassierer, geben ihren Tätigkeits- und Kassenbericht ab. Daraufhin meldet sich Bürgermeister Helmut Dworzak zu Wort. Er bedankt sich für 40 Jahre, die er den Verein hat begleiten dürfen, und betont die gute Zusammenarbeit zwischen Eigenheimerverein und Gemeinde zur Freude aller Anwesenden.

Es ist die Gemeinde, die für den Abwasserkanal sorgt, das ist jedem im Eigenheimerverein Haar klar. Aber was, wenn Wasser aus dem Abwasserkanal zurückdrückt und die eigenen Keller überflutet? Dann ist das die Sache des Anschlussnehmers, also des Grundstückseigentümers, wie Erwin Reis sagt. Und: Bei den immer stärker werdenden Regenfällen wird es nicht ausbleiben, dass die Abwasser im Kanalnetz immer öfter ansteigen. Die Abflüsse aber im Eigenheim, die im Keller liegen, befinden sich dann in der Regel unterhalb dieses Wasserspiegels. So kommt es, dass Abwasser in den Keller zurückfließen kann. Was tun?

Vorbeugend kann man Sicherungen einbauen und installieren, die dies verhindern. Erwin Ries demonstriert das in seinem Vortrag anhand eigener Beispiele aus Waldtrudering. Er zeigt Bilder von großen Hagelkörnern auf der eigenen Terrasse und einer regenüberfluteten Straße im Hochsommer. Er warnt vor Regenfällen, die auch in unseren Breiten immer heftiger werden.

Der Experte des bayerischen Eigenheimerverbandes empfiehlt den Grundstücksbesitzern und Eigentümern, einen Rückstauverschluss einzubauen, den man auch selbst warten kann. Er ist leicht zu putzen, im Fall kann auch der Installateur die Wartung übernehmen. Es ist sehr gut die Wartung dokumentieren zu lassen oder selbst dies zu tun, damit eine Versicherung im Fall auch für den Schaden aufkommt.

Die zweite Möglichkeit ist eine Hebeanlage, die bei Neubauten mittlerweile vorgeschrieben ist und im Bauplan berücksichtigt werden muss. Die Anlage sollte alle 6 Monate durchgespült werden.

Die Kosten für beide Versionen bewegen sich im Rahmen von 300 bis 700 Euro für einen Rückstauverschluss und 1000 bis 4000 Euro für eine automatische Hebeanlage. Die Investition lohnt sich, da dann in der Regel die Versicherung auch zahlt.

Eigenheimerverein Bild 1

(v.l.n.r.) Rudolf Künig (Vorsitzender des Eigenheimervereins Haar e.V.), Peter Kiefer (Kassierer des Eigenheimervereins Haar e.V.), Referent Erwin Ries (Vizepräsident des Eigenheimerverbandes Bayern e.V.), Christa Grabmeier (Schriftführerin des Eigenheimervereins Haar e.V.), Helmut Dworzak (Bürgermeister Gemeinde Haar) und Ulrich Kassner (Landesvorstand München-Land des Eigenheimerverbandes Bayern e.V.)

Ein Tipp des Referenten: Alle Öffnungen wie Kellerfenster mit einem Rand versehen und eine Stufe höher legen als die Umgebung, damit das Wasser nicht eindringen kann. Zudem bringt es hier Vorteile, wenn Grundstückseigentümer das Gelände um das Haus so anlegen, dass es vom Haus her abfällt.

Der Eigenheimerverband Bayern e.V. gibt derartige Tipps und Beratungen seinen Mitgliedern kostenlos. Wer sich eine Rechtsberatung schon einmal eingeholt hat, der weiß, wie lohnend das sein kann.

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