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Was ist eine ortsübliche Vergleichsmiete?

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 27. Juni 2018

Haarer SPD lädt zur Diskussion mit Rechtsberaterin des Mietervereins München

Ein brisantes Thema hatte am Donnerstagabend, 21. Juni 2018, die Haarer SPD auf dem Programm. Mit Dorothea Modler informierte die Rechtsberaterin des Mietvereins München e.V.zum Thema „Mieten und Wohnen in Haar".

Mieterhöhungen sind im Ballungsraum München – also auch für Haar – ein Problem. Das Bevölkerungswachstum spiegelt einen Zuzug wider, der eng mit attraktiven Arbeitsplatzangeboten, auch im Hochpreissegment verknüpft ist. Immer weniger können sich die steigenden Mieten leisten.

Peter König, Vorsitzender der Haarer SPD, zeigte eingangs auf, dass die Einwohnerzahl von Haar in den letzten neun Jahren im Zeitraum von 2007 bis 2016 um 10 Prozent angestiegen ist. „Man geht davon aus, dass in den Großraum München in den nächsten 15 bis 20 Jahren ca. 400.000 Menschen zuziehen", so der SPD-Vorsitzende. Auf Basis eines Stichwortvergleichs der Parteiprogramme von SPD und CSU unterstrich er, wie sehr sich die SPD des Themas Mieten und Wohnen annimmt.

Wie dringlich es ist, bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können, erlebe sie in ihrer täglichen Arbeit, so Bürgermeisterin Gabriele Müller. Die Nachfrage ist hoch, vor allem sei das Problem in der Mittelschicht angekommen. Ein Ranking, wer eine gemeindliche Wohnung bekommen solle, löse dies nicht. Doch nicht nur das Mieten, auch das Bauen würde immer teurer, selbst für die Gemeinde als Bauträger. Bei Bauprojekten wendet die Gemeinde SoBoN (Geförderte Eigentumswohnungen aus der Sozialgerechten Bodennutzung) an, das ihnen einprozentuales Belegungsrecht nach sozialen Gesichtspunkten zusichert. Des Weiteren wurde ein kommunales Wohnungsbauunternehmen gegründet, das derzeit drei Wohnprojekten in Angriff nimmt. Der Freistaat unterstützt die Finanzierung mit dem Wohnungsbauförderungsgesetz. Das hieß Gabriele Müller ausdrücklich gut.

Doch an diesem Abend standen vorrangig die aktuellen Probleme auf Mieterseite im Vordergrund. Denn zum Beispiel im Jagdfeld entfällt nun nach und nach die Mietpreisbindung für die Sozialwohnungen. Dorothea Modler vom Mietverein München ging ausführlich auf die schwierigen Themen ein. In erster Linie sind hier Mieterhöhungen zu nennen. Nach der Bindungsfrist oder generell nach drei Jahren kann der Vermieter die Miete um 15 Prozent erhöhen. Ein weiteres dringliches Thema sind Eigenbedarfs-Kündigungen.

Peter König schloss mit einem leidenschaftlichen Aufruf die Veranstaltung: „Wenn wir etwas ändern wollen, dann muss man diejenigen stärken, die etwas ändern wollen!"

Welche Kriterien für eine ortsübliche Vergleichsmiete maßgeblich sind, wie Sie am besten eine Mietminderung bei längeren Modernisierungsmaßnahmen geltend machen, lesen Sie in der nächsten Printausgabe des Haarer Echos.

Für Sie berichtete Reinhild Karasek.

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Mietfragen diskutierte Dorothea Modler, Rechtsberaterin des Mieterverein München e.V. auf Einladung der Haarer SPD am Donnerstag, 21. Juni 2018.

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Die Wohnsituation in Haar und die Maßnahmen der Gemeinde stellte Gabriele Müller, Erste Bürgermeisterin, am Diskussionsabend der Haarer SPD „Mieten und Wohnen in Haar“am Donnerstag, 21. Juni 2018, vor.

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Leidenschaftlich stellte Peter König, Ortsvorsitzender der Haarer SPD, am Diskussionsabend zum Thema „Mieten und Wohnen in Haar“ das soziale Engagement seiner Partei dar.

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