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Gemeinderatssitzung vom 31.05.2016

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 01. Juni 2016

Haar bekommt eine Realschule – vielleicht

Eine Realschule in Haar wäre eine feine Sache, das steht außer Frage. Nach mittlerweile jahrelanger Diskussion hat der Haarer Gemeinderat nun einen Grundsatzbeschluss gefasst: Die Gemeinde hält sich die Option auf einen Schulcampus aus FOS/BOS und Realschule offen, möchte aber die nächsten sechs Monate für konkrete Planungen der Rahmenbedingungen nutzen.

Das Thema Realschule bewegt nicht nur die Gemeinderatsmitglieder, sondern auch die Haarer Bürgerinnen und Bürger, denn so viele Zuschauer wie bei der Maisitzung finden sich im Sitzungssaal sonst nicht ein. Bürgermeisterin Gabriele Müller gab allen Anwesenden einen Überblick über die Chronologie der Realschul-Diskussion. Diese reicht bereits bis ins Jahr 2011 zurück, als die Kreistagsfraktion der CSU erstmals eine Realschule für Haar beantragt, eine konkrete Absichtserklärung liegt im Jahr 2013 vor. Erstmals richtig in Schwung kommt die Diskussion, als die CSU-Fraktion die Schule als Wahlkampfthema für die Kommunalwahl 2014 aufgreift. Seitdem bleibt es eines der Lieblingsthemen der Christ-Sozialen, währen der SPD-Ortsverband sich in Zurückhaltung übt.

Eine Entscheidung ob „Realschule ja oder nein“ muss nun im Jahr 2016 her, als der Kreisausschuss im Mai einen Grundsatzbeschluss fordert und eine zeitliche Aufschiebung des Realschulbaus – den die Bürgermeisterin gerne erreicht hätte – fordert.

Eines vorweg: Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass man sich die Option auf den Schulcampus mit Realschule offen halten möchte – natürlich erst nach dem üblichen Schlagabtausch zwischen SPD und CSU. Der Beschluss bedeutet jedoch noch lange nicht, dass in Haar gleich die Bagger anrollen und der Grundstein für den Gebäudekomplex gelegt wird. Vielmehr wurde beschlossen, dass die bisher offenen brennenden Fragen des Bedarfs, des Standorts, der Kooperation mit der Stadt München und – besonders umfangreich – der Finanzierung geklärt werden. Dazu nimmt gibt sich die Gemeinde nun sechs Monate Zeit.

 

Einen ausführlichen Bericht können Sie in der nächsten Ausgabe des Haarer Echos am 17. Juni 2016 lesen.

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