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Neubau der Grundschule am Jagdfeldring

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 22. Mai 2016

Bürgermeisterin Gabriele Müller informierte über den gemeindlichen Beschluss

Viele Fragen von interessierten Müttern, Eltern und Anwohner hatten die Erste Bürgermeisterin Gabriele Müller sowie die Schulleiterinnen erwartet. Deshalb lud die Bürgermeisterin zu einer Informationsveranstaltung am Montag, 9. Mai 2016, in den Bürgersaal der Gemeinde ein.

Als Schulleiterinnen waren da: Gabriele Langner vom EMG, Christa Beyer von der Mittelschule, Andrea Zran und Susanne Graz von der Grundschule St. Konrad, Juliane Dworzak von der Grundschule am Jagdfeldring. Das Interesse am Informationsabend hielt sich jedoch sehr in Grenzen. „Es ist offensichtlich doch nicht der große Aufreger, so wie es in den sozialen Medien wie Facebook zu lesen war", bemerkte die Bürgermeisterin. Doch auch im kleinen Kreis entsprang eine lebhafte, kontroverse Diskussion.

Gabriele Müller begründete mit Statistiken und einer ausführlichen Darstellung der möglichen Schulstandorte, weshalb sich der Gemeinderat für den Neubau am Jagdfeldring entschlossen hatte. Sie informierte über die Kosten sowie die Zeitschiene in ihrem Vortrag. Entscheidend wäre ihrer Meinung nach jedoch das pädagogische Konzept und hierfür wiederum die Platzfrage, die beim Neubau der Grundschule berücksichtigt werden sollte.

Wie das pädagogische Konzept aussieht, legte Juliane Dworzak dar. „Wir haben Platz für Differenzierungen und Fachräume." Das neue Konzept enthält eine Dreifach-Turnhalle. Eine Mensa – derzeit wird die Mensa im EMG genutzt – und Räume für die Nachmittagsbetreuung sind wichtig für den Bedarf der Kinder-Ganztagsbetreuung im Grundschulalter. Das sogenannte Lernhauskonzept sieht Klassenräume mit einer Größe von 66 qm vor, einen dazugehörenden Gruppenraum und einen Inklusionsraum. Die Wände zwischen den Klassenzimmern sind zu öffnen, so dass nach Bedarf auch Lerngruppen klassenübergreifend gebildet werden können. Schulleiterin Dworzak betonte die großzügige Planung zugunsten des Bewegungsdrangs der Kinder in diesem Alter. Durch den Stelzenbau wird beispielsweise ein überdachter Schulhof geschaffen, der es auch bei schlechtem Wetter ermöglicht, die Kinder ins Freie zu lassen. Das Dach der Turnhalle wird ebenfalls begehbar sein als Ausweitung des Pausenhofs. Eine Tiefgarage soll die Autostellplatzfrage lösen.

Grundschule bild2

Juliane Dworzak, Rektorin der Grundschule am Jagdfeldring, erläuterte das bauliche und damit verbundene pädagogische Konzept des Neubaus am Jagdfeldring.

Zur Lärmbelästigung während der Bauzeiten räumte die Bürgermeisterin ein, dass drei Jahre mit einer Beeinträchtigung zu rechnen sein wird. Ein gangbarer Weg, wie der Umbau der Konradschule bereits gezeigt hätte. Ein Lärmgutachten sei nicht in Auftrag gegeben. Es werde nicht in den laufenden Betrieb eingegriffen und auch die Bauzufahrten würden die Kinder nicht gefährden. Bereits bestehende Lärmschutzdecken in der Grundschule am Jagdfeldring können zudem zur akustischen Dämmung beitragen.

Die Verkehrsanbindung für Schüler ist ebenfalls ein Thema. Die Kinder aus den Ortsteilen könnten mit dem Bus fahren und ohne Autokontakt zur Schule gelangen. Dafür werden wiederum mehr Busse gebraucht werden, das bestätigte die Bürgermeisterin.

Einwänden hinsichtlich der Schülerzahl begegnete sie mit einem Schreiben von Simone Fleischmann, ehemalige Rektorin des großen Schulzentrums in Poing, heute Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes. Die Vorteile lägen in einem breiteren Angebot, ein größeres Lehrer-Kollegium ergebe mehr Kompetenzen, ein sogenanntes Teamteaching würde ermöglicht. Teamteaching bedeutet, dass verschiedene Jahrgangsstufen zusammen in Leistungsgruppen aufgeteilt werden. Mit einer großen Schülerzahl könnte die Schule auch mehr Förderpersonal bekommen, wie Schulpsychologen und Beratungslehrer.

In der Diskussion kam erneut die Standortfrage zur Sprache, so dass Gabriele Müller nochmals klarstellte: „Der Hammer ist gefallen." Es zeigte sich, dass nicht alle Bedenken an diesem Abend vonseiten der Bürgermeisterin ausgeräumt werden konnten.

Für Sie berichtete Reinhild Karasek.

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