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Jahreshauptversammlung der SPD

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 15. März 2016

In turbulenten Zeiten zeigte der Ortsverein der SPD Kontinuität bei seiner Jahreshaupt-versammlung im Seniorenclub am Kirchenplatz am Mittwoch, 9. März 2016. Ein Abend der Wahlen und der Diskussionen.

Einstimmig wurde Vorstand Peter König in geheimer Wahl wiedergewählt, die Stellvertreter Ingrid Bebehani und Werner Scheibel sowie Kassier Peter Schießl und Schriftführerin Eva Alger-Seemann. Als Beisitzer erkoren die Mitglieder Peter Bock, Eva Genseleiter, Barbara Lösch, Monika Malinowski und Andreas Zellner. Die Revisoren Ingrid Fäth, Horst Wiedemann und Christian Jobst bestätigten die Genossen und Genossinnen.

Zudem wählte der Ortsverband Delegierte für den Unterbezirk. Erfolgreich gingen aus der geheimen Listenwahl hervor in alphabetischer Reihenfolge: Ingrid Behbehani, Eva Genseleiter, Peter König, Monika Malinowski, Prof. Dr. Alfons Meindl sowie Dr. Günther Rödig.

JHV SPD bild

Der neu gewählte Vorstand des SPD Ortsvereins der Gemeinde Haar (v.l.n.r.): Eva Alger-Seemann (Schriftführerin), Gabriele Müller (Erste Bürgermeisterin), Eva Genseleiter (Beisitzerin), Peter Schießl (Kassier), Monika Malinowski (Beisitzerin), Andreas Zellner (Beisitzer) Werner Scheibel (Stellvertreter), Peter Bock (Beisitzer) und Peter König (Vorsitzender)

Peter König blickte eingangs auf die Veranstaltungen im Jahr 2015 / 2016 zurück und erinnerte an den Themenabend „Schulen in Haar" am 4. Februar des vergangenen Jahres, das Schafkopfturnier, das Ostereiersuchen im Schnee, an das Referat von Andreas Lotte zur Wohnungssituation in und um München und dem Höhepunkt des letzten Jahres: der Kaberettabend mit Han's Klaffl. Das zweite Halbjahr leitete ein Empfang der Ehrenamtlichen im Reichstag im August ein, gefolgt von der Radl-Tour mit Bürgermeisterin Müller und den Ehrungen zum Ende des letzten Jahres unter anderem von Max Mannheimer und die Ernennung zum Altbürgermeister sowie zum Ehrenbürger Haars von Helmut Dworzak.

Während der Stimmzettelauszählung der Delegiertenwahl referierte die jetzige Erste Bürgermeisterin der Gemeinde, Gabriele Müller, über die aktuellen Themen aus dem Rathaus. Sie ging auch auf die Unterschriftenaktion der CSU ein. Ihre Haltung dazu drückte sie unmissverständlich aus: „Wir haben eine repräsentative Demokratie. Die für eine Legislaturperiode gewählten Vertreter sind dafür da, fachkundig Entscheidungen zu treffen. Das ist die Basis unserer Demokratie. Wenn der Bürger das Gefühl hat, ein Thema gehe wirklich schief, dann kann ich ein Bürgerbegehren starten."

Im Anschluss diskutierten die Mitglieder über die kommunalen Brennpunkte hinaus auch über internationale und bundespolitische Punkte, die im Argen lägen. So sprach Prof. Dr. Peter Paul Gantzer das Flüchtlingsthema an. Professor Meindl beklagte, zu lange habe man tatenlos zugesehen und wundere sich nun über das Kommen der Flüchtenden. Er forderte auf, über die Ursachen nachzudenken. „Die SPD muss hier eine Lösung finden, jenseits des Humanitätsgedusels." Dr. Günther Rödig brachte seine Erfahrungen aus der Praxis ein, als Psychiater für Wohnungslose. „Ich wünsche mir eine Politik mit Gestaltungswillen", so Rödig.

Helmut Dworzak kritisierte Sigmar Gabriel und den Plan eines Solidarpakts und prangerte eine jahrelange Austeritätspolitik an. Die SPD habe den Neoliberalismus unterstützt und soziale Wohnungspolitik wie Bildung dabei an die Wand gefahren. Er bat die gerade gewählten Delegierten eindringlich auf: „Wählt's mir die, die sozialdemokratische Politik machen und nicht dem Neoliberalismus hinterherlaufen."

Für Sie berichtete Reinhild Karasek.

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