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Haar – Gesundheitsstandort mit Lebensqualität

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 28. Januar 2016

Themen, die im Jahr 2016 das Gemeindeleben bewegen werden

Gabriele Müller, Erste Bürgermeisterin von Haar, spricht zu Jahresbeginn über ihre Pläne und Wünsche für die Gemeinde mit dem Haarer Echo.

Haarer Echo: Sie haben auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde einen weltpolitischen Rückblick gegeben. Wie wirken sich denn diese Ereignisse auf die Gemeinde aus?

Gabriele Müller: Die Ereignisse auf der Welt lassen sich nicht mehr von unserem Leben trennen. Wenn die Grenzen in Ungarn dichtgemacht werden, merken wir das hier sofort. Oder, wenn die Grenzen in Ungarn offen sind, dann merken wir das hier auch sofort. Oder, die Bundesregierung beschließt, das Dublinabkommen wieder in Kraft treten zu lassen – das merke ich. Weil meine afghanischen Sprachschüler in München die Berechtigung verlieren, in den Kurs zu gehen. Die fahren wie jeden Tag nach München, sind dann aber mittags da, landen bei mir im Rathaus und sagen, man habe sie aus den Sprachkursen rausgeworfen. Diese engen Vernetzungen auf der Welt bewirken, dass Ereignisse in Haar sofort durchschlagen. Von daher habe ich diesen Rückblick auch so angelegt. Ein riesengroßes Thema sind einfach die Flüchtlinge. Es ist bei allem das beherrschende Thema. Und ich werbe dafür, dass wir aufnehmen, dass wir uns da der Aufgabe stellen.

Haarer Echo: Manchen Menschen haben Angst. Thema Bürgerwehr. Wie stehen Sie dazu?

Gabriele Müller: Ich finde das entsetzlich! Wir haben ein Grundgesetz und das Grundgesetz sieht eine klare Gewaltenteilung vor. Die ausübende Gewalt, die wir haben, die Polizei, muss verstärkt werden. Und das ist etwas, was ich durchaus auch verlange. Man muss die staatliche Gewalt stärken! Aber auf gar keinen Fall privat, überhaupt nicht! 

Haarer Echo: Manche Männer kaufen ihren Frauen jetzt Pfefferspray. Wie sehen Sie das?

Gabriele Müller: Also ich selber fühle mich nicht bedroht, auch wenn ich in größeren Menschenmengen bin. Ich merke aber auch, dass ich mich dabei ertappe zu überlegen, was macht meine Tochter jetzt, wo ist die jetzt unterwegs? Aber ich glaube, Ängste zu haben ist menschlich. Und es schützt uns vor vielem, wenn wir rechtzeitig Angst haben. Aber wir haben gleichzeitig auch einen Verstand! Und der Verstand ist eigentlich schon das geeignete Instrument, Gefahren realistischer abzuschätzen.

Haarer Echo: Kommen wir auf die Flüchtlinge zu sprechen. Wie sieht denn momentan die Situation aus?

Gabriele Müller: Aktuell haben wir in der Turnhalle 250 und in verschiedenen anderen Unterbringungsformen auch noch ca. 50, also knapp 300 Menschen. Die Traglufthalle wird wohl nächste Woche aufgeblasen. Und dann kann die Inneneinrichtung erfolgen. Der Bezug wird vielleicht schon Mitte Februar sein. Da sind 300 Betten drin. Die Herren aus der Turnhalle werden umziehen. Dann stehen die Häuser in der Brunnerstraße. Es erfolgt

der Innenausbau, so dass im März die Häuser bezogen werden können. 100 Menschen können dort unterkommen. Dann wird im Lauf des Jahres das Gebäude in der Hans-Pinsel-Straße umgebaut für ca. 170 Menschen. Aber die Traglufthalle steht nur für ein Jahr. Innerhalb dieses Jahres muss ich einfach einen Platz suchen, wo diese 250 bis 300 Menschen hin können.

Haarer Echo: Es wird ja viel darüber gesprochen, dass die Gemeinden, die Kommunen sich von der Politik alleingelassen fühlen. Denn wenn Flüchtlinge anerkannt werden, müssen sie ja integriert werden, müssen irgendwo wohnen? Wie denken Sie darüber?

Gabriele Müller: Also auch das ist ein Gefühl und da war mal wieder ein bisschen Verstand dabei. Ich glaube, dass die Flüchtlinge allein durch ihre Zahl die Finger auf Wunden in unserer Gesellschaft und Politik legen, die eigentlich vorher schon da waren. Die Wohnungsnot ist nicht von den Flüchtlingen ausgelöst worden. Das ist ein sehr altes Thema. Der gesamte Bereich des sozialen Wohnungsbaus wurde der freien Wirtschaft überlassen. Und die tut, was sie am besten kann – nämlich Preise hochtreiben. Die Stadt München hat schon lange das Problem, dass ein Busfahrer, ein Sachbearbeiter im Rathaus in der Stadt selbst gar nicht mehr wohnen kann. Und deswegen sind die Züge nach Mühldorf und Rosenheim so voll, weil die Leute alle draußen wohnen – das ist ein altes Problem. Jetzt legen die Flüchtlinge den Finger in die Wunde. Das ist jetzt genau wie mit der Polizei. Mit diesem Runtersparen der Polizeikräfte. Jetzt tuts weh. Vorher hat’s nicht wirklich weh getan.

Haarer Echo: Und wie gehen Sie das Thema Wohnen an?

Gabriele Müller: Wir haben zwar das Haarer Modell, aber natürlich können wir für den Speckgürtel München das Problem nicht lösen. Wir sind Zuzugsregion Nr. 1. Schon lange. Seit ich hier sitze, kommen Frauen zu mir und haben ihre Kinder dabei. Da sind traumatische Momente. Die kriegen keine Wohnung – ganz ohne Flüchtlinge. Da gab’s vorher keine Hilfe für die Kommunen. Jetzt gibt’s Wohnungsbauprogramme, jetzt geht was vorwärts. Das Regierungsförderungsprogramm klingt mir sehr vernünftig. Da werden wir uns schnell darum bewerben. Abgesehen davon haben wir immer schon mit dem Haarer Modell bei jedem größeren Bauunternehmen einen Teil der Wohnungen für den sozialen Wohnungsbau beansprucht. Wir haben den Jugendstilpark, da wird es ein ganzer Block mit ca. 45 Wohneinheiten sein. Wir haben in Eglfing von vornherein so gebaut, dass ein gewisser Prozentsatz sozialer Wohnungen dabei ist, denen man es von außen nicht ansieht. Eben auch, um diese Gettoisierung zu verhindern, die ja auch vorher schon ein Thema war, nicht erst seit den Flüchtlingen. Wir werden in der Herzogstandstraße Wohnungen entstehen lassen. Damit gehen wir gleich mal in dieses Regierungsförderungsprogramm. Für die Katharina-Eberhard-Straße haben wir die Pläne schon in der Tasche. Die Frage, wie kann man günstiger bauen, ist wichtig. Also wir schieben an und versuchen jetzt bei den Förderprogrammen die Nase vorn zu haben.

Haarer Echo: Man merkt schon, Sie sind sehr, sehr breit aufgestellt. Aber nicht erst seitdem die Flüchtlinge da sind, sondern ...

Gabriele Müller: ... eigentlich vorher schon. Und jetzt natürlich noch mehr, denn das stimmt schon: Theoretisch gehen diese 500 Menschen, die wir aufnehmen, in den Wohnungsmarkt.

Haarer Echo: Aber was, wenn das jetzt so weitergeht? Viele Kommunen werden keinen Wohnraum haben. Wird sich das dann in Obdachlosigkeit niederschlagen?

Gabriele Müller: Es wird sich in Obdachlosigkeit niederschlagen. Obdachlosigkeit heißt, die Kommune ist zuständig. Der klassische Obdachlose, den wir vor Augen haben, der Herr mit der Bierflasche unter der Brücke, der kriegt Konkurrenz. Ich habe heute schon Familien, um die sich die Gemeinde kümmern muss, die sitzen natürlich nicht am Bahnhof. Für die letzte Familie, die wir hatten, versuchten wir bis Mühldorf raus, Wohnungen zu finden. Und haben dann was gefunden, was wir jetzt natürlich bezahlen.

Haarer Echo: Kommen wir mal auf das Jahr 2016 zu sprechen. Wie sieht es mit der Kinderbetreuung aus?

Gabriele Müller: Im Bereich Kita können wir 100 Prozent des Bedarfs decken. Im Krippenbereich wie mit den Tagesmüttern kommen wir auch hin. Schwierigkeiten bekommen wir mit der Ganztagesbetreuung bei Schülern. Das hängt mit Zuzug zusammen und mit dem veränderten Bedarf der Familien. Die langen Betreuungszeiten, die im Kindergarten gewählt werden, möchten viele Eltern mit dem Schulstart fortsetzen. Da haben wir eine klare Steigerung an Bedarf von Jahr zu Jahr. Das ist schwierig. Wir werden in der Hans-Pinsel-Straße den oberen Stock, der jetzt noch als Kita genutzt wird, in einen Hort umwandeln. Die Kita wird umziehen. Mit unseren eigenen Liegenschaften haben wir eine Lösung gefunden: Einen Hort für 44 Plätze werden wir errichten. Damit kriegen wir noch einmal Luft für das Schuljahr 2016/2017. Und dann aber, dann wird es eng.

Deshalb müssen die Ganztagsklassen stärken. Der reguläre Ganztagsunterricht ist um 15:30 Uhr zu Ende. Freitags endet er bereits mittags. Und die Ferien sind nie betreut. Das geht nicht, das geht voll am Bedarf der Eltern vorbei. Unser Modell ist es, dass man bis 17:00 oder 18:00 Uhr hinzu buchen kann, je nach Bedarf, sowie am Freitagnachmittag und auch in den Ferien. Das ist das, was Familien brauchen. Die Konradschule hat das inzwischen. Die erste bis vierte Klasse ist komplett durch mit dieser Ganztagsklasse versorgt. Die Jagdfeldschule hat jetzt angefangen. Das muss man massiv ausbauen. Das heißt die Schulen brauchen mehr Platz. Es kommt Druck von zwei Seiten. Zum einen werden die Kinder mehr und zum anderen brauchen wir mehr Platz für die Ganztagesbetreuung. Deswegen brauche ich eine neue Grundschule.

Haarer Echo: Und die Realschule?

Gabriele Müller: Es ist eine finanzielle Herausforderung. Die Grundschulversorgung ist eine originäre Pflichtaufgabe der Gemeinde. Da kommen 25 bis 30 Millionen auf uns zu, die wir nicht haben und größtenteils über Darlehen finanzieren müssen. Und das heißt, unser wunderbarer Zustand, eine Verschuldung unter dem Landesdurchschnitt Bayerns zu haben, wird sich verändern. Das sind diese 25 bis 30 Millionen, die wir für die Grundschule in die Hand nehmen müssen. Der Wohnungsbau geht auch nicht umsonst. Auch wenn wir gute Konditionen kriegen und die Zinsen gut sind. Und so ein Realschulbau, da ist man auch mit 45 Millionen dabei.

Haarer Echo: Wie wollen Sie das denn stemmen?

Gabriele Müller: Das kann die Gemeinde nicht stemmen! Der neue Kreistagsbeschluss sieht vor, dass für einen Neubau 70 Prozent am Zweckverbandspartner Kommune hängen bleibt. Wir sind die einzige Kommune. Das heißt, die 70 Prozent müsste die Gemeinde aufbringen. Und ich sag ganz klar nein, das kann sie nicht. Eine Realschule ist keine kommunale Pflichtaufgabe, das ist eine Landkreisaufgabe. Die Priorität liegt bei mir deutlich auf der Grundschule. Weil es meine Pflichtaufgabe ist und die Familien gerade diese Ganztagsbetreuung dringend brauchen. Im Moment gehen 216 Schüler aus Haar auf die Realschule nach Vaterstetten. Dann gibt es noch ein paar, die nach Aschheim gehen, und ein paar, die nach München gehen. Aber mehr als 250 Realschüler haben wir selber nicht.

Haarer Echo: Wer also in eine Realschule gehen will, dem ist durchaus zuzumuten, nach Aschheim oder in eine andere Schulen zu fahren?

Gabriele Müller: Der Landkreis hat jetzt die tangentialen Buslinien verstärkt. Das geht ja jetzt super. Ich kann in Haar einsteigen und vier Stationen weiter bin ich in Aschheim in der Realschule. Oder ich steige in die S-Bahn und bin in zwei Stationen vor der Haustüre der Vaterstettener Realschule. Und Vaterstetten ist eine große Realschule, eine Schule mit 1.000 Schülern. Die kann mehr anbieten. Es gibt den Sprachenzweig und einen musischen Zweig. Weshalb ich denke, dass von den Schülern, die jetzt noch nach Vaterstetten gehen, gar nicht alle nach Haar wechseln würden, weil wir das in Haar als kleine Realschule nicht anbieten könnten. Man muss schon auch sehen, wie attraktiv Schulen sind.

Haarer Echo: Könnte der Kelch an Haar vorübergehen?

Gabriele Müller: Der Bedarf ist vom Kultusministerium sowohl für Realschule als auch für FOS/BOS festgestellt worden. Und dem muss jetzt dann irgendwann Rechnung getragen werden. Und wenn das hier in Haar nicht vorwärtsgeht, nehm ich an, dann muss man neu überlegen. Meine Aussage ist einfach: Das erdrückt Haar! Diese finanzielle Last wird uns an die Wand fahren. Wenn wir so viele Schulden haben – auch wenn die Zinsen niedrig sind, müssen sie bedient werden – heißt es, unseren Haushalt auf Jahrzehnte mit Rückzahlungen zu belasten. Und was mach ich dann, wenn im Jagdfeld-Bad die Badetechnik kaputt ist? Wir sind eine Gemeinde mit über 20.000 Einwohnern, die diesen Lebensstandard, den wir hier haben, gewohnt ist und diesen schätzt. Wir haben drei Bäder, drei Jugendzentren. Wir haben ein breites kulturelles und soziales Angebot. Das macht das Leben gut hier in Haar. Und das will ich erhalten. Und das für eine Nicht-Pflichtaufgabe aufs Spiel setzen? Da ist bei mir die Abwägung ganz klar. Nein, das mach ich nicht.

Haarer Echo: Und wie siehts mit FOS/BOS aus?

Gabriele Müller: Die hätte ich schon gern. Mit dem Klinik-Standort und dem neuen Gesundheitszweig sind wir der ideale Standort für FOS/BOS. Wir haben eine Krankenpflegeschule, wir haben mit MSD eine große Pharmafirma und auch kleinere, die nicht so berühmt sind. Ein Pflegeheim ist da, ein Seniorenheim wird neu gebaut. Wir sind vom Umfeld her für den Standort Gesundheit genau richtig. Das ist unser Merkmal. Das gilt es, ein bisschen mehr herauszuarbeiten. Wir sind die Kommune, die diesen Schwerpunkt inhaltlich ausfüllen kann. Was vielleicht auch in Richtung Gewerbe ein Markenzeichen werden könnte. Davon abgesehen zahlt die FOS/BOS ganz klar der Landkreis.

Haarer Echo: Haar als Gesundheitsstandort mit Klinik und entsprechenden Schulen?

Gabriele Müller: Ich glaube, das wäre für uns in Haar wichtig! Offensichtlich hat Haar, zumindest bei den Menschen, die aus der Region kommen, noch einen gewissen Ruf. Vielleicht kann man das auch nehmen und umdrehen. Die Klinik ist fachlich hoch qualifiziert. Wir haben eine  Stroke Unit, das heißt, hier werden Schlaganfallpatienten weit und breit bestens versorgt. Auch die neurologische Abteilung genießt fachlich einen superguten Ruf. Sie ist weithin anerkannt und das geht über die klassische psychiatrische Versorgung weit raus.

Haarer Echo: Thema Finanzen. Wie sieht es aktuell aus?

Gabriele Müller: Letztes Jahr im Herbst konnten wir schon sehen, dass unser Ansatz übererfüllt wird. Wir sind genau im Mittelwert. Die Einkommenssteuerzahlungen steigen leicht, was natürlich ist. Steigende Einwohnerzahlen bringen auch mehr Einkommenssteuer. Auch die Gewerbesteuer steigt leicht. In der Richard-Reitzner-Allee gibt es einen Teil, der noch nicht vermietet ist. Aber da sind große Maklerfirmen dran. Viel Leerstand haben wir nicht. Dann wird gerade der Verkaufsvertrag mit Attocube Systems AG Firma aufgesetzt. Das wird die nächsten Monate über die Bühne gehen. Da bekommen wir eine sehr, sehr spannende Firma nach Haar.

Haarer Echo: Was war so das Beste für Sie 2015?

Gabriele Müller: Es gab so viele schöne Punkte. Ich merke, dass ich bei der Bevölkerung angekommen bin. Ich muss sagen, es gab eine Zeit, da gab es für die Haarer zwei Bürgermeister. Da gabs den Herrn Dworzak und mich.

Haarer Echo: Und Sie fühlen sich damit auch wohl, weil Sie gerade so strahlen.

Gabriele Müller: Ich finde es sehr schön, Ansprechpartner für die Bürger zu sein. Dass die auf mich zukommen. Sei es, weil sie finden, dass der Mülleimer jetzt endlich an der richtigen Stelle ist. Oder mir sagen, der Kanaldeckel wackelt. Dass all diese Dinge immer zu mir kommen, egal wo ich mich bewege oder aufhalte.

Haarer Echo: In manchen Gemeinderatsitzungen ist der Ton etwas härter geworden. Wie gehen Sie damit um?

Gabriele Müller: Ich kann das für mich schon sehr sauber trennen. Diese Angriffe, die da laufen, die meinen nicht mich persönlich. Das ist das Amt, das von einer Person besetzt wird, die aus einem anderen Lager kommt. Und das hat mit mir als Mensch nichts zu tun. Das kann ich schon ... Und wenn ich wirklich für mich allein sein will, dann fahre ich inzwischen zum Joggen oder Spazierengehen Richtung Ebersberger Forst.

Haarer Echo: Was war 2015 das Wichtigste für Sie?

Gabriele Müller: Das sind schon die Flüchtlinge. Wobei ich bei allen Schwierigkeiten glaube, dass die Länder, die sich dieser Aufgabe stellen, im Rückblick – wenn man in 20 Jahren zurückschaut – diejenigen sein werden, die davon profitiert haben werden. Alleine die Altersstruktur. Ich denke, das kann für uns ein Ausweg sein aus der alternden Gesellschaft. Oder wenn es heißt, die Flüchtlinge sind zu teuer, man steckt zu viel Geld rein. Ja hallo? Da entstehen Arbeitsplätze! Das Geld bleibt eins zu eins hier. Da geht überhaupt kein Euro in irgendein Ausland. Das ist ein Konjunkturprogramm. Und die Wirtschaft sieht es ja auch so.

Haarer Echo: Was kommt 2016 auf die Bürger zu?

Gabriele Müller: Es wird losgehen mit Haar II. Die nötigen Unterlagen liegen nun alle vor. Die Finanzierungsbestätigungen sind da und wir können am Dienstag den Startschuss geben. Dann das Maria-Stadler-Haus. Da ist einfach viel Kleinarbeit zu leisten. Das wird nicht sehr spektakulär nach außen wirken, aber innen noch viel Arbeit verursachen. Für die Gemeinde, für unsere Bürger wirklich sehr, sehr unbequem wird die Zeit werden, falls wir tatsächlich den Bahnhof angehen. Und das wird für die Haarer eine unbequeme Zeit werden.

Haarer Echo: Was dürfen die Haarer 2016 von ihrer Bürgermeisterin erwarten?

Gabriele Müller: Der Seniorenfahrdienst werden wir einweihen können. Dann das Projekt »Wohnen für Hilfe«. Für die Unterstützung des Gewerbes am Ort haben wir uns ein paar Sachen überlegt, mit denen wir in den nächsten Monaten rausgehen werden. Um das ansässige Gewerbe ein bisschen zu unterstützen. Ansonsten können die Haarer nach wie vor davon ausgehen, dass ich mit voller Kraft hier sitze und mit viel Spaß.

interview 3Haarer Echo: Wir bedanken uns für das Gespräch.

Das Interview führten Heiko Schmidt und Reinhild Karasek.

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