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Belastende Vorwürfe gegen Maria-Stadler-Haus sind vom Tisch

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 26. Januar 2015

Belastende Vorwürfe gegen Maria-Stadler-Haus sind vom Tisch

Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingestellt

(Text/Foto: ps) Nachdem ein Mitarbeiter im Herbst 2014 schwere Vorwürfe gegen das Maria-Stadler-Haus in Haar erhoben hatte und diese an die Öffentlichkeit gab, erstattete die Geschäftsführung Anzeige gegen Unbekannt.

Zu den Vorwürfen zählten schwere Körperverletzung von Pflegeheimbewohnern und Mobbing gegen Mitarbeiter. Für Bürgermeisterin Gabriele Müller, die auch Aufsichtsratsvorsitzende ist, und die Hausleitung waren dies ungeheuerliche Vorwürfe. Um Schaden vom Haus, vor allem aber von Bewohnern und Pflegekräften abzuwenden, gingen Träger und Hausleitung proaktiv den Schritt zur Staatsanwaltschaft, um von neutraler Stelle für eine lückenlose Aufklärung zu sorgen.

Das Ergebnis der Ermittlungen liegt nun vor: An den Vorwürfen gegen das Seniorenheim ist nichts dran. Der Zeuge konnte weder schriftliche Belege vorlegen, noch war er bei der mündlichen Vernehmung im Stande, die Vorfälle näher zu konkretisieren. Die Staatsanwaltschaft München I sah daher keinerlei Anhaltspunkte für weitere Untersuchungen und stellte das Verfahren ein.

Für das Maria-Stadler-Haus, einer hundertprozentigen Tochter der Gemeinde Haar, kommt die Entscheidung der Staatsanwaltschaft einem Freispruch erster Klasse gleich. Bürgermeisterin Gabriele Müller und Geschäftsführer Michael Settgast sehen sich bestätigt: „Der Schritt war richtig. Wir waren uns von Beginn an sicher, dass es in unserem offenen Haus keine solchen Vorkommnisse gegeben hat. Jetzt haben wir die Gewissheit, dass es so ist."

Der gute Ruf des Hauses ist wiederhergestellt. Und den verdankt das Heim nicht nur der Lage „mitten im Ort" und der Architektur, sondern auch dem offenen Konzept mit Palliativ-Care-Kräften und zahlreichen ehrenamtlichen Diensten sowie der engen Anbindung an die Gemeinde, die im Aufsichtsrat mit drei Gemeinderäten vertreten ist. „Da die meisten unserer Bewohner aus Haar sind, kommt auch viel Besuch", sagt Pflegeleiter Peter Reitberger. Vierzig Ehrenamtliche helfen täglich beim Mittagessen, Betreuerinnen des Hospizkreises gehen aus und ebenso die örtlichen Hausärzte und Therapeuten. Die Rathaus-Chefin selbst ist wöchentlich mehrmals zu Geburtstagsbesuchen im Haus.

Über die Beweggründe, des genannten Mitarbeiters, der nicht mehr im Haus beschäftigt ist, will man im Maria-Stadler-Haus nicht spekulieren. Wichtig sei, so Geschäftsführer Michael Settgast, dass wieder Ruhe im Haus einkehre. „Für unsere Bewohner und ihre Angehörigen sind die letzten Monate eine besonders belastende Zeit gewesen", sagt Hausleiter Klaus Stierstorfer. „Wir haben viele Gespräche geführt und dabei auch viel Zuspruch für unsere Arbeit bekommen." Auch zukünftig werde man immer im Interesse des Hauses handeln zum Schutz der Bewohner, ihrer Angehörigen und der Mitarbeiter.

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