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Freischwimmen mit Chris Boettcher im Bürgersaal Haar

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 27. November 2019

Freischwimmen mit Chris Boettcher im Bürgersaal Haar

Zum zweiten bzw. dritten Mal kam Chris Boettcher nun nach Haar. Mit seiner letzten Tour feierte er in Haar sogar Premiere. Nun kam er am 23. November mit seinem neuen Programm „Freischwimmer" in den Bürgersaal.

Unter den Gästen auch Stefan Beckenbauer vom Gronsdorfer Komödienbrettl, der gut einen Monat vor Boettcher auch im Bürgersaal auf der Bühne stand.
Mit dem neuen Programm sollen sich die Zuschauer von allem was einen belastet freischwimmen.

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Bekannt ist Boettcher durch seinen Wiesn-Hit „10 Meter geh", aber auch durch die Radio-Kult-Comedy Serien über Jogi Löw, Lothar & Franz und vielen anderen. Seine Hymne „In der Pubertät" ist der Internet-Hit nicht nur für gestresste Eltern, mit dem er auch am Abend im Haarer Bürgersaal die Zuhörer wieder zum Lachen brachte.

Chris Boettcher stellte fest, dass schon in einem Monat Heilig Abend ist. Deshalb hat er versucht im Jagdfeldzentrum und in den Riem Arcaden, ein Geschenk zu kaufen. Vielleicht sollte er doch lieber ein Lied, „Merci Chérie", für seine/n Liebsten singen.
Böttcher ruft seine Fans dazu auf, einfach nur ein bisschen Liebe zu schenken. Daraufhin stimmte er seine Fans mit Weihnachtsliedern, auf typische „Boettcher" Weise, auf den Abend ein. Ganz gleich ob „Es ist ein Rossmann entsprungen" oder „Morgen Kinder wird's was geben". Zu allen Liedern hatte er eine eigene Version parat.
Auch Florian Silbereisen ist bei Boettcher nicht sicher. Ab 1. Januar ändert sich beim Traumschiff einiges. Da braucht man nicht mehr auf Kreuzfahrt gehen, wenn der Flori Kapitän ist. Da ändert sich dann auch die Musik, die dann volkstümlicher wird.
Auch die Politik mit Trump, Erdogan, Urban und Putin durfte im Rundumschlag von Chris Boettcher nicht fehlen. Für die internationalen Politiker hatte der Comedian extra ein Wiesn-Hit-Medley vorbereitet. Ja ist denn schon wieder Wies´n?
Weiter nahm er sich Howard Carpendale, die Dieselfahrer und die von der Bundeswehr vor und die Nationalmannschaft kam auch nicht unbescholten davon.
Die Italiener mit Eros Ramazotti und Silvio Berlusconi ließ Boettcher auch nicht aus seinem neuen Programm weg und die Merkel, die hat sicher auch was am Laufen, vielleicht sogar mit Elyas M´Barek.
Ganz nebenbei stellte Boettcher auch fest, dass es in Haar keine Aufzüge gibt. (Ganz unrecht hat er da nicht, wenn man an die leidigen Aufzugprobleme bei der S-Bahn denkt.)
Ganz gleich ob „Bachelor", „Shoppingqueen", „Kochshows" oder „Tatort", auch das Fernsehprogramm steht auf dem Programm von „Freischwimmer".
Das „Dschungelcamp" würde sich Boettcher nur anschauen, wenn Ex-Fußballer wie Oliver Kahn, Lothar Matthäus, Jogi Löw und vielleicht sogar Boris Becker, den Boettcher dann doch eher bei DSDS sehen würde, teilnehmen würden. Es geht auch um Erotik mit Boris Becker und besoffene Schlümpfe und um seine Fans besser kennenzulernen, ließ er sie verschiedene Fragen beantworten und stellte fest, dass in Haar keiner alkoholisch lebt, einer wäre lieber bei Helene Fischer, andere wiederum schauen Rosamunde Pilcher und eine weitere wartet sogar auf einen Heiratsantrag von ihrem Liebsten. Auch Fans von FC Bayern befanden sich im Publikum, aber einen One-Night-Stand wollte dann doch keiner zugeben.
Für Boettcher genug, denn nun kannte er sein Publikum ein bisschen und konnte mit seinem Programm loslegen. Er stellte zu Beginn erstmal fest, dass viele Menschen unter Zwängen leiden. Udo Lindenberg ist von seinem Hut genervt und der neue Mann von Heidi Klum würde sich wünschen, dass sie manchmal stumm sei. Beim Frauenmarathon zählt nicht nur das beste Ergebnis sondern auch das Outfit. Bei Frauen muss immer alles stimmen.
Der Comedian forderte sein Publikum auf, sich von all dem Druck der sie belastet, freizuschwimmen.

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Ein Mensch ohne Smartphone fällte einem direkt auf, er ist ganz anders drauf. Der Mensch ohne Smartphone zeigt einem das wirkliche Leben und auf einmal ist dann die Brieftasche weg.

Auch der Klimawandel ist Thema des neuen Programms von Chris Boettcher. In Amerika wiederum herrscht kein Klimawandel. Die Amerikaner lassen zwar keine Touristen rein, dafür lieben sie Quentin Tarrantino und Stephen King. Schwarze Bürger werden vor der Polizei geschützt und dem Trump kommt man einfach nicht aus. Nun gibt es schon für die Kleinsten ein Vorschulmagazin über den amerikanischen Präsidenten, dessen bester Freund der Vladimir ist.
Die AFD macht sich Sorgen um die gute alte Bratwurst, weil es in Thüringen nur noch Döner gibt. Vielleicht auch noch den Watzmann umbenennen?
Boettcher macht sich über den letzten Satz auf dem Sterbebett Gedanken. Irgendwie sollte der Satz auch lustig sein.
Interessant sind auch die Klassentreffen und nach 2 Stunden wusste im Saal jeder, was ein „Heimscheißer" ist und mit großer deutscher Gelegenheitsliteratur nimmt er nicht zuletzt auch noch Andreas Gabalier aufs Korn.
Nach der Pause machte sich Boettcher nochmal Gedanken um die Riem Arcaden. Er war überrascht, was da alles für Läden sind: Zara, Deichmann, Tengelmann und Co.
Wenn man von echter Liebe spricht, muss man feststellen, dass man echte Liebe am ehesten bei Tieren findet.
Kosmetiktipps von Boettcher, für den es schon komische Dinge gibt, wenn er an die Bandbreite von Duschgels denkt und einen Monat vor Weihnachten darf man auch über Weihnachtsfeiern mit Alkohol, Sex, Drogen, Politiker und Gummipuppen singen.

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Mütter sind für Chris Boettcher was ganz besonderes, weshalb er auch ein Gedicht mit dem Titel „Muttertag" geschrieben hat. Das Gedicht ist zugleich eine Hymne über alle Mütter der Welt.

Dieter Bohlen, Terminator, Jogi Löw und Oli Kahn waren auch mal klein, genauso wie Horst Seehofer und Hubert Aiwanger und Jesus war kein Zimmermann sondern Banker, er finanzierte das Abendmahl mit Spendengeldern.

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Beim Engelskongress in Salzburg waren sie alle wieder da. Nicht nur der Erzengel Gabriel, sondern auch Einhörner, Drachen und viele mehr.

Nach dem Kuscheln will Boettcher von etwas schönem sprechen, z. B. von Scheidung. So stellte er auch fest, dass jede zweite Ehe geschieden wird, bei Matthäus sogar jede erste und der Maffay ist so cool, dass er sich sogar zum vierten Mal scheiden ließ, für eine 38 Jahre jüngere.
Gags zwischen Udo Lindenberg, Maffay und Grönemeyer ließen beim Publikum kein Auge trocken, seit er die drei kennt, hat auch Boettcher keine Angst mehr vorm Älterwerden.
Nicht zuletzt gab es für die Konzertbesucher auch Erziehungstipps und Tipps zum Sexualleben von Eltern, deren Kinder noch im Haus leben.
In Haar ist es so schön, man sieht nie ein Bockfotzengesicht. Haar ist eben auch nur ein Nest.
Mit dem Hansi Hinterseer und seinen Bergen endete der humorvolle Abend in dem wundervollen Gebäude der Barockbaukunst. Als Zugabe durften sich die Fans dann auch noch über eine musikalische Einlage mit Songs über Howard Carpendale freuen, bevor sich Chris Boettcher bzw. das „Georgische Balaleika Ensemble" vom Publikum verabschiedeten.
Das Publikum erlebte wieder einmal ein überraschend und bayerisch-freches, unglaublich vielseitiges und musikalisches Konzerthighlight im Haarer Bürgersaal.

Für Sie berichtete Petra Schönberger.

 

 

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