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Haar macht sich stark für den Erhalt der Artenvielfalt

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 04. Februar 2019

Haar macht sich stark für den Erhalt der Artenvielfalt

Am 31. Januar fiel der Startschuss zum Volksbegehren der Artenvielfalt „Rettet die Bienen". Vom Bayerischen Staatsministerium des Innern wurde das Volksbegehren zur Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes zugunsten der Artenvielfalt und der Naturschönheit in Bayern zugelassen. Bereits am ersten Tag versammelten sich lange Schlangen vor den Rathäusern. Es waren etwa 150000 Menschen, die sich bereits am ersten Tag in die Unterschriftenlisten eingetragen haben.

Das Volksbegehren wird von zahlreichen Prominenten unterstützt. Darunter auch Nina Eichinger, Michaela May und Hannes Ringlstetter. Letzterer tritt mit seinem aktuellen Programm im März im Kleinen Theater auf.

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Das Volksbegehren ist die größte Infoaktion der Münchner Naturschutzgeschichte. Bis zum 13. Februar muss es gelingen, gut 90000 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger zu mobilisieren, in das Rathaus bzw. die Eintragungsstellen in den Stadtvierteln zu ziehen und sich für das Volksbegehren einzutragen.

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Dieses Volksbegehren ist eine historische Chance und kann den jahrelangen Stillstand bei zentralen Naturschutzthemen beenden.

Bei dem Volksbegehren geht es vor allem darum, in ganz Bayern einen Biotopnetzverbund zu schaffen und das Ausbringen von Pestiziden einzudämmen, um nicht nur den Bienen, Schmetterlingen und Vögeln, sondern dem gesamten Artenreichtum bessere Überlebenschancen zu verschaffen. Sie sollen z. B. an den Gewässern Uferrandstreifen verpflichtend geschützt werden. In mehreren Artikeln soll das Naturschutzgesetz so verbessert werden, dass die Lebensgrundlagen gesichert werden und damit den gefährdeten Arten geholfen wird. Es soll aber auch für den Ausbau der biologischen Landwirtschaft gesetzlich festgelegte Ziele geben.
Die Initiatoren legen großen Wert darauf, dass es nicht um eine Initiative gegen die Landwirtschaft geht, denn die bäuerlich arbeitenden Familienbetriebe sind vielmehr die Leidtragenden einer verfehlten Agrarpolitik, die sie in ein System des „Wachsen oder Weichen" drängt und zu einem gigantischen Höfesterben geführt hat.

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In Haar herrscht bei dem heiß diskutierten Thema ums Volksbegehren „Rettet die Bienen" sogar Einstimmigkeit zwischen den lokalen Parteien in Haar. Alle sind sich einig, dass man endlich etwas gegen den dramatischen Artenverlust tun muss.

In den nächsten zwei Wochen, also bis zum 13. Februar werden die Vertreter des Volksbegehren mit parteiübergreifender Besetzung die Bürgerinnen und Bürger an Infoständen zum Volksbegehren beraten.

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Ebenfalls werden die Schülerinnen und Schüler vom Ernst-Mach-Gymnasium mit Aktionen auf das Volksbegehren aufmerksam machen.

Eintragen können sich alle stimmberechtigten Deutschen, die seit mindestens 3 Monaten in Bayern gemeldet und im Haarer Wählerverzeichnis eingetragen sind. Die Unterschriftenliste liegt im Rathaus zu den folgenden Eintragungszeiten aus:
Montag, Dienstag, Donnerstag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr, 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr, Freitag von 7.30 Uhr bis 12.00 Uhr.
Am Mittwoch, 6. Februar von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie am Mittwoch, 13. Februar von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 13.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Zum Endspurt öffnet das Rathaus zum Eintragen in die Liste auch nochmal am Samstag, 9. Februar von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Für Sie berichtete Petra Schönberger.

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