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Die Sternsinger sind in diesem Jahr „für Kinder mit Behinderung" unterwegs

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 05. Januar 2019

Die Sternsinger sind in diesem Jahr „für Kinder mit Behinderung" unterwegs

Seit 3. Januar 2019 sind die Sternsinger wieder auf den Straßen von Haar unterwegs. Insgesamt sind es in diesem Jahr 20 Jungen und Mädchen, die in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige im Gemeindegebiet unter dem Motto „Wir gehören zusammen – In Peru und weltweit" bis zum 6. Januar von Tür zu Tür ziehen werden. Das Beispielland in diesem Jahr ist Peru. Inhaltlich dreht sich alles um das Thema „Kinder mit Behinderung", die in diesem Jahr im Fokus der Sternsingeraktion stehen.

Allein im letzten Jahr, bei der 60. Aktion, hatten die Sternsinger insgesamt rund 48,8 Millionen Euro gesammelt. Es waren geschätzt 300.000 Mädchen und Buben sowie 90.000 Begleitende, die sich in 10.148 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten beteiligt haben. Träger der bundesweiten Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Ausgesendet wurden die Sternsinger in Haar nach einem kurzen Gottesdienst in der Nikolauskirche, wo sie gesegnet wurden.

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Schon Jesus hat sich den Kranken und Behinderten zugewandt, hieß es in der kurzen Predigt.

Der Blick von anderen ist für Kinder mit Behinderung, aber auch für Familienangehörige, ganz gleich ob Eltern oder Geschwister, verletzend. Schließlich haben sie genauso das Recht auf eine vernünftige Bildung und Freizeitbeschäftigung wie nicht Behinderte.
Bevor man das Wort „Behindert" verwendet, sollte man erst einmal darüber nachdenken, denn auch Menschen mit Behinderung sind Menschen, die Gefühle haben und auf Hilfe angewiesen sind.
Mit dem Satz „Wir sind alle Kinder Gottes, ganz gleich ob mit oder ohne Behinderung" und dem Lied „Halte zu mir guter Gott" ging es weiter ins Haarer Rathaus, wo zwei Gruppen der Sternsinger bereits von der 2. Bürgermeisterin Katharina Dworzak erwartet wurden.

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Peru ist das Beispielland der 61. Aktion Dreikönigssingen. In einem Zentrum im Armenviertel der peruanischen Hauptstadt Lima wird deutlich, wie Kindern mit Behinderung und ihren Familien geholfen wird und welche Herausforderungen im Alltag ihr Leben erschweren. „Yancana Huasy" ist der langjährige Projektpartner der Sternsinger, der sich vor Ort für die Mädchen und Jungen einsetzt und eine bessere Inklusion von Menschen mit Behinderung in die peruanische Gesellschaft fordert.

165 Millionen Mädchen und Jungen weltweit haben nach Schätzungen der Vereinten Nationen eine Behinderung. Besonders viele Kinder mit Behinderung leben aber in Entwicklungs- und Schwellenländern, von denen die meisten in großer Armut leben. Ihren Bedürfnissen entsprechend betreut und gefördert werden nur wenige von ihnen. Neun von zehn Kindern mit Behinderung besuchen nach Angaben der vereinten Nationen keine Schule. In vielen Ländern werden sie sogar als Last oder Schande empfunden. Sie leiden oft sogar unter Gewalt oder werden von ihren teils überforderten Eltern versteckt und vernachlässigt. Die Sterblichkeitsrate von Kindern mit Behinderung unter fünf Jahren liegt 80% höher als die von Kindern ohne Behinderung.
Auch in der Gemeinde Haar lebt ein Großteil von Kindern mit Behinderung, die z. B. nicht auf eine normale Schule gehen und dadurch keinen Anschluss zum Spielen finden können. Das Thema ist also auch in Haar enorm wichtig, damit Kinder mit Behinderung besser integriert und akzeptiert werden können, denn ganz gleich ob körperlich, seelisch, psychisch oder geistig – das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion trifft es auf den Punkt: „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!"

Für Sie berichtete Petra Schönberger.

 

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