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Weihnachten mit den Geschichten vom „Michel"

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 27. Dezember 2018

Weihnachten mit den Geschichten vom „Michel"

Wer kennt sie nicht, die berühmte Autorin Astrid Lindgren. Zahlreiche Kinderbücher stammen aus ihrer Feder: Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter, Wir Kinder von Bullerbü und natürlich die Geschichten vom „Michel aus Lönneberga".

Um genau den ging es an dem Nachmittag des 23. Dezember im Kleinen Theater in Haar. Zahlreiche Familien kamen ins Theatercafe um den Erzählungen von Peter Syr zu lauschen und näheres über den „Michel" und über Schweden zu erfahren.
Peter Syr erzählte den kleinen und großen Fans von Astrid Lindgren die Geheimnisse des Michel, er erzählte über die Untaten, aber auch darüber, wie es dazu kam, dass der Michel geschnitzt hat. Michel wurde ja bekanntlich immer im Schuppen eingesperrt bzw. hat sich selber darin eingesperrt und immer als er im Schuppen saß, hat er geschnitzt. So kam eine beachtliche Sammlung an kleinen Holzmännchen zusammen. Solche Figuren aus dem „Michelland", also aus Schweden, brachte der Künstler mit nach Haar. Die Kinder durften sie anschauen, aber auch anfassen.

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Es war auch nicht irgendeine Lesung. Vielmehr war es eine freie Erzählung mit Filmeinspielern. Syr präsentierte anhand von kleinen Videos wie der „Michel" gelebt hat und wie die Geschichten zustande gekommen sind. Er gab auch einen kleinen Einblick in das Land, in dem „Michel" gelebt hat und über die schwedischen Traditionen, wie z. B. dem „Mitsommerfest". Einen kleinen Schwedischkurs gab es auch, denn die kleinen lernten von Syr was „Grüß Gott" auf schwedisch heißt. „Hej" riefen die zahlreichen kleinen und großen Zuhörer aus dem Publikum.

Viele der kleinen Besucher, darunter auch eine Familie, die dänisch spricht, wussten das Astrid Lindgren aus Schweden kommt. Aus Schweden kamen aber nicht nur die Autorin und die Geschichten des „Michel" sondern auch viele schöne Tiere, wie z. B. Wölfe und Elche, leben in Schweden. Das ist aber noch lange nicht alles, denn Schweden hat auch eine ganz tolle Königin.
Neben all den lehrreichen Präsentationen wurde die Bilderlesung natürlich auch von beeindruckenden und einfühlsamen Aufnahmen von Schweden und dem „Smaland" abgerundet.
Die kleinen und großen Besucher erfuhren auch etwas über die Zeit, in der „Michel" gelebt hat. Diese konnte man ganz einfach errechnen, denn der Komet „Halley" erscheint nur alle 76 Jahre. Zuletzt im Jahr´86 und wenn man zurückrechnet, wann der Komet davor erschienen ist, weiß man, dass der Michel im Jahr 1910 gelebt hat. Der Komet ist aber auch aus einem anderen Grund bekannt, denn es wird behauptet, dass es der „Stern von Bethlehem" ist.
Schon damals ging es um Flucht, denn die armen Leute, die sich ein Leben in Schweden nicht mehr leisten konnten, flohen nach Amerika.
Zu Weihnachten wird das „Luciafest", benannt nach der Heiligen Lucia, am 13. Dezember gefeiert. Weihnachten heißt auf schwedisch „jul".
Es war eine informative, humorvolle, aber auch beeindruckende, lebendig erzählte Bilderlesung mit schwedischen Originalliedern aus den Geschichten vom „Michel aus Lönneberga", der ja ursprünglich in Schweden „Emil aus Lönneberga" hieß und einer kleinen Einstimmung auf Weihnachten in Haar mit dem traditionellen deutschen Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht", mit dem die Lesung nach gut 90 Minuten zu Ende ging.
Diejenigen, die noch immer nicht alles über Astrid Lindgren wissen, können sich die ergreifende und einfühlsame Biografie über die Autorin bald auf DVD kaufen. Durch die Biografie kommen Details zum Vorschein, die manch einer sicherlich noch nicht gewusst hat. So schrieb sie z. B. ihre Geschichten aus eigenen Kindheitserinnerungen. Eine sehr authentisch und berührend erzählte Geschichte über die Kinderbuchautorin, deren Geschichten bis heute die Kindheit von Millionen Menschen weltweit geprägt haben.

Für Sie berichtete Petra Schönberger.

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