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Haarer Bürger interessieren sich für Vogelkunde

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 14. März 2017

Haarer Bürger interessieren sich für Vogelkunde
„Nistkastengruppe in Haar gegründet"

Die Gemeinde Haar lud am 26. Februar Haarer Bürger zu einer Vogelschutz-Aktion in den Waldfriedhof nach Haar ein. Zusammen mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) wurden die interessierten und aufmerksamen Bürger, die zahlreich erschienen sind, über die unterschiedlichen Vogelarten aufgeklärt.

Dr. Eva Schneider, Verantwortliche vom LBV, kam an dem besagten Vormittag nach Haar und gab eine kleine Vogelkunde für alle Interessierten. Sie erklärte anhand von Stofftieren um welche Vogelart es sich handelt, was z. B. Luftalarm bedeutet und wie schädlich die Laubbläser für die Vögel sind. Deshalb werden die Bürger aufgerufen, auf Laubbläser zu verzichten. Vorbild hierfür ist der Starnberger Bauhof, denn dort wird auf den Einsatz von Laubbläsern verzichtet. Leider kann man diese nicht verbieten, so Haars Umweltreferent Michael von Ferrari, aber dennoch an die Vernunft der Bürger appellieren, auf die Benutzung dieser Geräte zu verzichten.
Die Aktion wurde im Haarer Waldfriedhof durchgeführt, weil dort ein alter, wertvoller Baumbestand vorhanden ist und man auch die verschiedenen Vogelstimmen hören kann, die Frau Dr. Schneider erklärte, genauso wie sie die unterschiedlichen Nester präsentierte. Wenn z. B. ein Amselnest erfolgreich gebrütet ist, so sollte man dies nicht einfach wegnehmen, sondern an Ort und Stelle liegenlassen.

Nistkasten 2 online 17
Die Bürger wurden auch informiert, dass man während der Brutzeit keine Vogelstimmen, z. B. vom i-phone, abspielen soll.
Wer sich für die Natur interessiert, der sollte unbedingt mal einen Spaziergang durch Haar machen, denn alleine im Waldfriedhof können zahlreiche Vogelstimmen, angefangen vom Kleiber, der Amsel, die übrigens zu einem der häufigsten Singvögel zählt, bis hin zu der Meise und dem Grünfink, vernommen werden.
Es wurden auch zahlreiche Fragen von den interessierten Bürgern gestellt, die von Eva Schneider fachkundig beantwortet wurden.
Zum Abschluss der kleinen Vogelkunde wurden an dem Sonntag noch 12 Nistkästen für Singvögel und 2 für Fledermäuse im Waldfriedhof aufgehängt. Diese Nistkästen sind inzwischen notwendig geworden, weil es immer weniger Bäume mit Hohlräumen zum Brüten gibt. Da solche Bäume auf Grund von Verkehrssicherungspflicht heute in den meisten Fällen gefällt werden, ist die „Wohnungsnot" von vielen Vogel- und Fledermausarten groß. Durch das Aufhängen von Nistkästen, die natürlich regelmäßig kontrolliert und im Herbst gereinigt werden, soll den fliegenden Nachbarn ein Platz zum Brüten geboten werden.

Nistkasten 1 online 17

Für Sie berichtete Petra Schönberger.

 

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