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Barockes und Romantisches

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 08. Oktober 2016

Herbstkonzert des Ensembles Haar

Ein harmonischer Abend für die klassischen Musikfreunde in Haar. Das Ensemble Haar hatte im Ahrntal eine Probewoche eingelegt und war mit Musik im Gepäck zurückgekehrt. Das Ergebnis gab es am Sonntagabend, 25. September 2016, ab 19.00 Uhr im Bürgersaal zu hören.

Auf dem Programm des Herbstkonzertes standen als Komponisten Antonio Vivaldi, Antonin Dvorak und Josef Suk mit einem Cellokonzert und zwei Violinkonzerten. Im Ahrntal, der Partnergemeinde Haars in Südtirol, hatten die Streicher das den Konzertabend einstudiert und auch schon einmal aufgeführt. Nun kamen die Haarer in den Genuss.

Gleich zwei Solistinnen unterstützten das Ensemble Haar: an der Violine Heidi Schmid und am Violoncello Magdalena Sallaberger. Beide Musikerinnen waren bereits beim Herbstkonzert 2015 dabei, deshalb in Haar dem Publikum nicht unbekannt. Unter der bewährt feinfühligen Orchesterleitung von Winfried Grabe genossen die Freunde der klassischen Musik einen Abend ausgewählten Stücken des Barocks und der Romantik, die fein aufeinander abgestimmt waren in ihrer Reihenfolge.

Ensemble Haar Herbstkonzert bild 1

Winfried Grabe dirigierte das Ensemble Haar e.V. zum Herbstkonzert im Bürgersaal Haar

Das Orchester spielte von Antonio Vivaldi ein Cellokonzert in C-Moll, das die Zuhörer mit Magdalena Sallaberger am Cello begeistert aufnahmen. Gleichermaßen erfreute Heidi Schmid mit ihren Soloparts des gleichen Komponisten das Publikum. Die beiden Violinkonzerte in drei Sätzen in G-Dur und Es-Dur rahmten das Cellokonzert ein. Vivaldi, der zu den Violinvirtuosen und als Komponist zu den Großen seiner Zeit gehörte, musste noch zu Lebzeiten miterleben, wie sich der Musikgeschmack veränderte. Er starb unbeachtet 1741 in Wien. 100 Jahre später wurde derjenige geboren, der mit seinen kleinen romantischen Stücken die Barockmusik an diesem Abend auflockern sollte: Antonin Dvorzak. Die zwei Kompositionen aus Opus 75, Nr. 1 und Nr. 3, hat Winfried Grabe selbst für das Streichorchester arrangiert.

Der zweite Teil des Abends war dem Komponisten Josef Suk gewidmet, der spätere Schwiegersohn von Antonin Dvorzak. Die vier Sätze – Andante, Allegro, Adagio und dann wieder Allegro – seiner Streicherserenade op. 6 in Es-Dur fanden bei den Zuhörern im Haarer Bürgersaal an diesem Abend eine sehr große Zustimmung. Antonin Dvorzak selbst hatte Josef Suk zu dieser Komposition angeregt.

Der italienische Barock zusammen mit der böhmischen Romantik – gegensätzlicher ist es kaum möglich, doch es war emotional, abwechslungsreich und äußerst harmonisch und entspannend. Gut aufeinander abgestimmt.

So kann ein herrlicher Sommertag Ende September ausklingen. Während es draußen schon dunkel wurde und der Biergarten sich vor dem Bürgersaal leerte, nahm die Harmonie von Musik, Musikern und Dirigent die Zuhörer ein.

Für Sie berichtete Reinhild Karasek.

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