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Chris Böttcher stellt neues Programm „Schluss mit frustig!" vor

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 24. Januar 2016

Premiere im Haarer Bürgerhaus
Chris Böttcher stellt neues Programm „Schluss mit frustig!" vor

Nachmittags konnte man Chris Böttcher noch beim Blutspendeaktionstag mit „Voxxclub" in München antreffen. Pünktlich zum Soundcheck traf er am späten Nachmittag in Haar ein, wo er am 21. Januar zum aller ersten Mal mit seiner neuen Show auf der Bühne stand. Eine echte Premiere war das im Bürgerhaus in Haar. Das ließen sich natürlich auch die Fans nicht entgehen, die in Scharen ins Bürgerhaus strömten.

Als Böttcher pünktlich um 20.00 Uhr auf die Bühne kam, stellte er fest, dass er sich freuen würde, mal wieder in Haar, in diesem wunderschönen Saal mit klein- und altbayerischer Barockbaukunst, zu sein. Genau das war der Grund, weshalb für ihn kein anderer Ort als Haar für die Premiere in Betracht kam. Er hat die Gemeinde sogar schon in seinem Programm mit aufgenommen und fing direkt mit einem Lied über Haar an, bei dem er das Publikum einlud, den Refrain mitzusingen.

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Ein weiterer Programmpunkt seiner neuen Show war die Karte der Glückseligkeit, mit der er den Besuchern auf humorvolle Art erklären wollte, dass es Leute gibt, denen es noch viel schlechter geht. Als Beispiel erzählte er vom „Schneider" von Frau Merkel, die natürlich in dem kabarettistischen Rundumschlag von Chris Böttcher nicht fehlen darf.

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Auch Helene Fischer, Heino und Rammstein wurden musikalisch aufs Korn genommen und die Politik mit Angela Merkel ist nach wie vor einer der Programmpunkte, neben dem „König aus Mallorca" aus dem der Künstler den „King von der Insel Mainau" machte.
Natürlich lässt ihn auch die Flüchtlingskrise nicht kalt, über die er sprechen muss.
Im Gepäck mit dabei hatte Böttcher auch die Vorfälle von der Silvesternacht in Köln, wozu die ARD mit der „Sendung mit der Maus" aufmerksam machte.
Das erste, was Flüchtlinge in Deutschland sehen, ist die Deutsche Bahn. Im Casting um die Suche nach dem „Supertyrann" kam er als Double von Dieter Bohlen, um die Musikwelt ein wenig aufzumischen.
Er betonte auch, dass Männer das richtige Geschlecht seien und genau darüber sang er in einer ganz speziellen Hymne, nur für Männer: „Den Kühlschrank und die Fernbedienung hat ein Mann doch fest im Griff". Im Vergleich zu Männern sind Frauen aber auch nicht schlecht. Schließlich haben sie Werte und glauben an die Liebe, was viele Männer wiederum ausnutzen würden, worauf es im Programm gleich weiterging mit den Schlagersängern, die natürlich auch nicht in seinem neuen Programm fehlen dürfen. Ob es nun Roy Black ist, der die Frauen im Glauben an die Liebe ausnutzt oder Peter Maffay, der ja nun eine neue Freundin aus dem Osten von Deutschland hat. Vielleicht erklingen die Songs von Maffay ja in Zukunft im ostdeutschen Dialekt. Böttcher gab aber auch perfekte Double für Lindenberg und Grönemeyer ab und ein „Toilettengespräch" in der Fußball-Arena zwischen Jogi Löw, Lothar Matthäus, Olli Kahn und Franz Beckenbauer brachte die Besucher im fast ausverkauften Bürgersaal so richtig zum Lachen. Daraufhin stellte der Kabarettist fest, dass es der Humor ist, der seinen Fans gefällt.

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Applaus gab es auch auf die Feststellung, dass den Männern früher die Marilyn Monroe gefiel und heute ist es Helene Fischer, die mit Florian Silbereisen zusammen ist.
Während die Brasilianer schön brav auf Telenovelas stehen, steht man bei uns in Deutschland auf Mord und Totschlag im Tatort. Wie gut Chris Böttcher über seine Fans informiert ist, er kennt sogar ihr Lieblings-Fernsehprogramm. Er wusste auch sofort, dass die gut 500 Besucher im Bürgersaal zu den Leuten zählen, die kein „Dschungelcamp" schauen und bevor es in eine kurze Erholungspause für die Lachmuskeln ging, präsentierte er einen Song von Andreas Gabalier für die Mütter.
Zum Ikea hatte Böttcher auch so einiges zu sagen, was er mit einem Song von Nino de Angelo „Jenseits von Schweden" und dem Refrain „...dann haben wir umsonst geschraubt" tat, bei dem er das Publikum wieder zum Mitsingen animierte.
An dem Abend ging es aber auch den Medien an den Kragen. Immer würde es heißen „Lügenpresse", aber dass nicht nur die Presse lügt, beweist eine Studie, die besagt, dass ein Mensch am Tag geschätzt bis zu 200mal lügen würde. Zum Thema Facebook erwähnte er noch, dass alle gelikt werden wollen. Das gefiel auch den Besuchern in Haar, die dies mit kräftigem Applaus „likten".
Er wusste auch eine Antwort zum Nachwuchs, denn das wir zu wenig Nachwuchs in Deutschland erwarten, würde an den politischen Vorbildern liegen, womit er neben Angela Merkel, Guido Westerwelle und Horst Seehofer auch den gesamten Bundestag und Stadtrat meinte. Fruchtbarkeitstipps könnte man sich von Ursula von der Leyen geben lassen, die damit, so Böttcher, Erfahrung hat.

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Kinder sind nicht nur wundervoll. Sie sind auch teuer und anstrengend. Früher waren es die Stones, heute ist es Rolf Zuckowski, aber auch die Kirche ist hinterher, was die Gebote angeht. Würde es nach Böttcher gehen, so braucht es für pubertierende Jungen und Mädchen nochmals jeweils 10 extra Gebote.
Der Klassiker von der Pubertät durfte an dem Abend auch nicht fehlen, aber auch die Fußballfans unter den Besuchern durften sich angesprochen fühlen, als Böttcher auf einmal von Robben, Messi, Ronaldo, Schweinsteiger und Co. sprach.
Sicher wusste auch jeder das die moderne Form einer Sex-Hotline der Chatroom sei oder das Böttcher ja eigentlich Fan von Howard Carpendale oder Hansi Hinterseer sei, der jetzt eine Seniorensekte gründete, bei der es „Doppelbock" gäbe.
Für zahlreiche Zugaben stand der Kabarettist natürlich gerne bereit. Chris Böttcher ist ein Kabarettist, der es schafft alle Altersgruppen zu unterhalten. Er ist aber auch einer, bei dem die Fans regelmäßig mitklatschen und Tränen lachten.

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Ein Abend, der trotz kabarettistischer Konkurrenz im nahegelegenen Kleinen Theater für volles Haus und eine gelungene Premiere des neuen Programms sorgte. Böttcher würde es so nennen: „Schöner als mit Peter Maffay, Andreas Gabalier und dem bayerischen Ministerpräsidenten kann ein Abend nicht enden und aus genau diesem Grund hat er sich seinen Wiesn-Hit "Zehn Meter geh" bis zum Ende des Abends aufgehoben.
Fast 2 ½ Stunden brachte Chris Böttcher sein Publikum zum Lachen und stand im Anschluss noch im Foyer für Erinnerungsfotos und Autogrammwünsche bereit.

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Für sie berichtete Petra Schönberger

 

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