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Bildungspatenschaft lebt weiter

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 17. Januar 2016

Abiturienten übergeben Projekt an Vertreter der Jesuskirche Haar

Im Rahmen einer kleinen Feier übergaben am Freitag, 15. Januar 2016, in der Bibliothek des Ernst-Mach-Gymnasiums Schülerinnen und Schüler des P-Seminars »Entwicklungszusammenarbeit« ihr Projekt an Vertreter der Jesuskirche. So kann die Bildungspatenschaft für Kinder in Ilembula, die die Abiturientinnen und Abiturienten ins Leben gerufen haben, weiter bestehen.

Sie stehen kurz vor dem Abitur und haben sich in ihrem P-Seminar hart für ein nachhaltiges und langfristiges Projekt engagiert. Aber wie soll das weitergeführt werden, wenn die Initiatoren, die Schülerinnen und Schüler des EMG, nach dem Abitur die Schule verlassen, ihre eigenen Wege gehen und sich in alle Winde verstreuen? Auch daran haben die P-Seminaler gedacht.

Was lag da näher, als die Bildungspatenschaft in die vertrauensvollen Hände zu legen, die von Anfang an dabei waren? Die Ehepaare Helga und Jochen Döring sowie Gabriele und Klaus Rückert engagieren sich schon seit vielen Jahren im Namen der Jesuskirche Haar für die Partnergemeinde Ilembula in Tansania. Sie standen den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des P-Seminars – nicht nur bei diesem Projekt – immer zur Seite und unterstützten sie. Symbolisch nahmen die beiden Ehepaar nun am Freitag, 15. Januar 2016, in der Bibliothek des EMG eine Giraffe entgegen und freuten sich im Namen der afrikanischen Schüler über die Bildungsinitiative.

P-Seminar Bildungspatenschaft bild1

Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Entwicklungszusammenarbeit“ übergeben mit ihrer Lehrerin Veronika Müller (rechts) ihr Projekt, eine langfristige Bildungspatenschaft für die Kinder in Ilembula, den Vertretern der Jesuskirche Haar: Klaus Rückert, Gabriele Rückert, Helga Döring und Jochen Döring (v.l.n.r.) 

In einer Präsentation fasste Timm Schärfke nochmals die Projektarbeit der 13 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zusammen und zu welchem Ergebnis sie bis heute gekommen sind: Sie haben für insgesamt 4.110 Euro Bildungspatenschaften abschließen können. Das Besondere an diesem 5. P-Seminar war es, dass langfristig Bildung finanziert werden sollte. Bildung stärke das Selbstbewusstsein, kläre auf und sei der Schlüssel zur Eigenständigkeit, fasste Timm Schärfke zusammen. “Das ist Hilfe zur Selbsthilfe und das wollen wir anstoßen.“ Das Ziel war ein dauerhafter Fonds. Im Namen aller Schülerinnen und Schüler dankte er den privaten und gewerblichen Spendern.

Lehrerin Veronika Müller stellte nochmals heraus, wie hoch das erzielte Ergebnis zu bewerten sei. Denn schließlich handle es sich nicht um einmalige Spenden im Gegensatz zu den vorhergehenden vier P-Seminaren, die sie geleitet hatte.

Auch Jochen Döring bedankte sich herzlich für das Engagement, gerade weil es so schwierig wäre, Menschen für ein langfristiges Engagement zu motivieren.

Aber es hat geklappt und die Bildungspatenschaft kann weiterleben zur Freude der Kinder in Ilembula.

Für Sie berichtete Reinhild Karasek.

 

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