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Absage von Klaus Maria Brandauer

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 27. April 2015

Arno Waschk gab stattdessen ein Klavierkonzert

(Text/Fotos: rk) Kurzfristig hat am Samstagmittag Klaus Maria Brandauer seine szenische Lesung „Faust … ein gefesselter Prometheus?!“ absagen müssen. Sie sollte am Sonntagabend, 26. April 2015, im Bürgersaal der Gemeinde Haar stattfinden. Jetzt war große Improvisationskunst von den Verantwortlichen des Kulturvereins Haar gefragt.

Und sie haben es hervorragend gelöst. Am Flügel hätte Arno Waschk den Schauspieler Klaus Maria Brandauer mit Stücken klassischer Komponisten begleitet. Der Klavierpartner von Brandauer setzte sich nun spontan mit Theresa Heil, Vorstand Kulturverein Haar e.V., zusammen. Sie organisierten kurzerhand einen Klavierabend. Einen Klavierabend, den viele Haarer sich gern anhörten, statt den Weltstar auf der Bühne zu erleben.

Der Haarer Musiker und Komponist spielte von Wolfgang Amadeus Mozart die Sonate in F-Dur, Köchelverzeichnis 332, sowie „Jeux d’eau“ von Maurice Ravel und „Vers la flamme“ von Alexander Scriabin. Nach der Pause kamen die Zuhörer in den Genuss der Goldberg Variationen von Johann Sebastian Bach. In der Pause konnten die Kunstliebhaber zudem noch die Gemälde-Ausstellung des Haarer Künstlers Detlef Henke auf der Galerie bewundern.

Brandauer Bild 6

Arno Waschk, Musiker und Komponist aus Haar, gab am Sonntagabend, 26. April 2015, aufgrund der kurzfristigen Absage von Klaus Maria Brandauer ein Klavierkonzert - zur Freude der Karteninhaber

Der ebenso aus Haar stammende Arno Waschk hatte den Kontakt mit dem österreichischen Weltstar in die Wege geleitet. Doch eine Termin-Doppelbelegung seitens des Schauspielers vereitelte nun den Auftritt. Klaus Maria Brandauer nahm am selben Sonntagabend ein Engagement in Bern wahr – mit dem gleichen Stück als musikalische Lesung mit Daniel Hope an der Violine. „Wahrscheinlich erhält er in Bern ein Honorar“, meinte noch Theresa Heil augenzwinkernd, denn die Lesung im Bürgersaal hatte sein Haarer Klavierpartner ohne Honorierung vereinbaren können.

Es sei allerdings nicht das erste Mal, dass ihm so etwas passiere, räumte Brandauer in einem Grußwort ein, das er von Arno Waschk zu Beginn ausrichten ließ. In seiner nun 50-jähirgen Bühnenkarriere wäre es das zweite Mal. Brandauer bedauerte es zu tiefst und will mit den Organisatoren möglichst noch dieses Jahr einen Nachhol-Termin finden.

Doch das könnte schwierig werden, wie auch Marianne Heidegger, Vorstand Kulturverein Haar e.V., zugeben muss. Denn es bedarf ja nicht nur der Terminabsprache mit Brandauer und Waschk, sondern auch die Räumlichkeiten müssen neu angemietet werden. Zur Erleichterung von Marianne Heidegger zeigten die Kartenbesitzer - der Bürgersaal war bis auf den letzten Platz ausverkauft - das allergrößte Verständnis. Etwa nur ein Drittel nahm das Angebot wahr, die Karten an der Kasse zurückzugeben und sich den Preis auszahlen zu lassen. Die Karten behalten auf jeden ihre Gültigkeit, so dass die Haarer in den Genuss eines kostenlosen Klavierabends kamen.

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